Samstag, 3. Oktober 2009

erste Schritte zum UL-Trekking


erste Schritte zu einer leichten Ausrüstung


Bevor ihr jetzt in den nächsten Laden rennt und Unsummen an Geld investiert um euch eine ultraleichte Trekkingausrüstung zuzulegen, bzw. um eure alte Ausrüstung auf UL zu trimmen, solltet ihr erstmal wissen, was ihr überhaupt benötigt, und wie diese Teile beschaffen sein sollten.
Hier will ich euch nach und nach mit den nötigen Informationen dafür versehen.

Grundsätzlich gilt:

Die Ausrüstungsgegenstände sollten
1. einfach
2. zuverlässig
3. leicht zu reparieren und
4. leicht sein.

Je vielseitiger sich ein Gegenstand einsetzen lässt, umso mehr funktionen kann er übernehmen und so andere Ausrüstungsgegenstände ersetzen.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Poncho. Er läßt sich als Regenschutz für Körper und Rucksack nutzen, sowie als einfaches Tarp zur Unterkunft umfunktionieren.

Oft lassen sich "normale" Produkte so modifizieren, daß sie leichter werden und/ oderden angestrebten Zweck besser erfüllen.
Manche Dinge (wie z.B. ein Kocher) lassen sich sogar recht einfach und kostengünstig selber herstellen (in Fachkreisen MYOG - Make Your Own Gear genannt). Informationen dazu gibt es im Internet zu hauf.

Betrachtet eure Ausrüstungsteile nicht als einzelne Gegenstände, sondern als Teile eines kompletten Systems. Je besser die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind, umso besser können sie ihre Funktionen erfüllen.

Dazu ein Beispiel:
Ray Jardine (einer der bekanntesten Vorreiter der UL-Szene) hat sowohl Rucksack als auch Tarp und Quilt (eine Art Schlafsack, ähnelt dabei eher einer anatomisch geformten Decke) selber entworfen und für seine Touren angefertigt. Dabei verfügt der Rucksack auf der Frontseite über eine Tasche aus Netzmaterial. Diese ist von der Größe exakt auf die Maaße des zusammengefalteten Tarps zugeschnitten. Muß er das Tarp noch nass vom Regen verpacken, kann er dazu diese Tasche verwenden, ohne daß der restliche Rucksackinhalt nass wird. In der Tasche kann das Tarp dann weiter trocknen. Der Schnitt des Rucksacks ist so mit dem Schnitt des Quilt-Packbeutels aufeinander abgestimmt, daß der verpackte Quilt exakt in den unteren Bereich des Rucksacks passt. Der Quilt wiederum ist von seiner Funktion und der Auswahl der Materialien auf die Verwendung mit einem Tarp hin optimiert.

Bevor ihr jetzt aber anfangt, den Stil eurer Zahnbürste zu kürzen um 1 Gramm zu sparen, solltet ihr eure gesammte Ausrüstung wiegen.
Haltet das Gewicht jedes einzelnen Gegenstandes in einer Liste fest. Damit habt ihr immer alles im Blick.
Die schwersten Gegenstände bieten meist das größte Einsparpotenzial. Ganz vorne "die großen Drei".

Der Rucksack, das Schlafsystem, die Unterkunft (Zelt/ Tarp).

Diesen drei will ich mich in eigenen Abschnitten widmen. 
 




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