Samstag, 17. Oktober 2009

"Ich habe Feuer gemacht!"

Auch wenn man gerade nicht auf einer einsamen Insel festsitzt und ums Überleben kämpft, hat der Anblick eines selbstentfachten Feuers doch immer etwas befriedigendes an sich. Umso trauriger, daß es kaum noch eine legale Möglichkeit gibt unterwegs ein Kochfeuer zu entfachen. Eh ich jetzt aber zutief in das rechtliche Für und Wieder abschweife stelle ich nun das neueste Mitglied im Beute(l)tier-Ausrüstungsfundus vor:




Den Bushcooker LT II von fourdogsdesign.com
Dabei handelt es sich um einen Multifuelkocher auf der Basis eines Holzgaskochers.
Der eigentliche Kocher ist in ordentlicher Handarbeit aus Titan hergestellt. Dazu gehört ein kleines Bodenblech aus Titan, daß Beschädigungen des Untergrundes durch das Feuer verhindern soll, sowie eine kleine Schale zum Gebrauch von flüssigen Brennstoffen wie z. B. Spiritus.
Der Bushcooker LT ist in drei verschiedenen Größen erhältlich, je nachdem für wie viele Personen gekocht werden soll. Der LT I passt damit z. B. in einen Snow Peak Trek 600. Der LT II passt in einen Snow Peak Trek 900.
Der LT III wird vom Hersteller für Gruppen ab 3 Personen empfohlen.
Der Vorteil eines solchen Holzkochers liegt in der einfachen Brennstoffbeschaffung auf Tour. Zudem ist die Handhabung eines solchen Kochers auch ohne große Kochfeuer-skills recht einfach und die Effektivität eines solchen Kochers übertrifft die eines gewöhnlichen Feuers deutlich. Zudem erregt so ein Teil auf einem Zeltplatz weniger Unwillen als eine frisch ausgehobene Feuerstelle.
Jetzt lass ich aber mal lieber ein paar Bilder sprechen:





Das Probesetup: FireLite 550-SUL Titanium Cookpot plus FireLite SUL Long Handled Titanium Spoon. Daneben der Buscooker mit Bodenblech und Spiritusschale. Dahinter das gesamte Holz, was für den Kochvorgang ausreichend gereicht hatte.



Der Kocher in Aktion.



Schon nach kürzester Zeit zeigen sich erste Blasen im Topf. Dahinter das restliche Holz.



Das Wasser kocht. Und der Kocher brennt und brennt und...



... ist aus. Die wenigen Überreste des sauber verbrannten Holzes sieht man hier:



Das Probesetup diente mir nur dazu, die Funktion des Kochers "live" zu testen. Daher habe ich drauf verzichtet eine exakt abgemessene Wassermenge zu nehmen, sowie die Zeit bis zum Erreichen des Siedepunktes zu messen.
Der obige Aufbau spiegelt vielmehr die Bedingungen auf Tour wieder. "Kein zusätzlicher Windschutz, nur eine Windstille Ecke. Genug Wasser fürs Freezerbagcooking oder einen Tee."
Der gesamte Aufbau und die Durchführung ( inkl. Sammeln des Holzes) haben in diesem Fall keine 10 Minuten gedauert. In meinen Augen ein durchweg zufrieden stellendes Ergebnis.

Wer mehr über diesen Kocher erfahren möchte, dem lege ich den entsprechenden Blogbeitrag von Jason Klaas ans Herz. Darüber bin ich auch auf diesen Kocher aufmerksam geworden.

Kommentare:

  1. Schönes Teil!
    Hatte auch schon mal in Betracht gezogen es zu kaufen...
    Viel Spaß damit.

    Besten Gruß, Rio

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  2. Sieht ja sehr interessant aus. Bin im Moment ja gut bedient mit meinen zwei Holzkochern, aber wenn ich irgendwann mal weiter Gewicht sparen möchte, zB bei Topf & Kocher, dann kann ich mir gut vorstellen das das so ein Bushcooker II + 600er Topf das richtige wären. Vielleicht habe ich es ja übersehen, aber was wiegt den Dein Setup?

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  3. Bisher nutze auf Solo-Touren einen Pepsicanstove plus einen MYOG-Caldera-Klon. Als Topf hab ich dann einen modifizierten FireLite 550-SUL Titanium Cookpot dabei.

    Leider passt der neue Bushcooker LT II nicht in diesen Topf. Meine nächste Anschaffung wird daher ein SnowPeak Trek Kettle 900 sein, an dem ich die Griffe entfernen werde.
    Wenn dieses Setup fertig ist werd ich mal darüber berichten (und natürlich auch nachwiegen)

    Das oben gezeigte Setup, d.h. der Bushcooker mit Bodenblech plus dem FireLite-Topf mit Deckel wiegt 180 Gramm.

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