Donnerstag, 12. November 2009

Aller Anfang ist schwer... (1)

Wenn ich heutzutage meinen Rucksack für eine Tour packe, liege ich beim Gewicht meist bei 4 Kilo. Aber wie vermutlich die wenigsten Verfechter der Ultraleichtphilosophie habe auch ich mal "schwer" angefangen. Wer sich die Bilder unserer Norwegentouren anschaut, dem werden wohl nicht die beiden Ungetüme entgehen, die wir "damals" als unsere Rucksäcke genutzt haben.



Der Wechsel zu "Ultraleicht" kam bei mir nicht von heute auf morgen. Ich hab mich vielmehr schon von klein auf mit verschiedensten Ausrüstungskonzepten beschäftigt und irgendwann hat es dann bei mir "Klick" gemacht.
Da ja viele Anhänger der "klassischen" Ausrüstung oft Bedenken wegen dem ungewohnten Ultraleichtkonzept äußern werde ich in diesem Blog nun mal nach und nach auch mal meine "alte" Ausrüstung zeigen. Im Vergleich dazu werde ich dann meine aktuelle Ausrüstung vorstellen, um zu zeigen, daß ich trotz leichterer Ausrüstung keine Kompromisse in Komfort oder Sicherheit eingegangen bin, mein Ausrüstungsgewicht aber von gut 20 Kilo auf unter 5 Kilo drücken konnte.

"You've got to be strong to carry 20 Kilos, but you've got to be smart to carry less than 5."

Das man jemandem nicht einfach ein komplettes UL-Set in die Hand drücken kann und dieser dann auf Anhieb weiß, wie die einzelnen Komponenten zusammenarbeiten ist dabei ein entscheidender Punkt. Ultraleichtausrüstung muß immer als Ganzes betrachtet werden. Erst im Zusammenspiel mit den anderen Ausrüstungsbestandteilen und dem nötigen Knowhow diese effektiv einzusetzen, funktioniert dieses Konzept.

Andere Ausrüstungskonzepte erfordern eben andere Maßnahmen und anderes Handling.

Um schonmal einen kleinen Rückblick zu geben, womit ich ganz früher unterwegs war, hier schonmal ein kleiner Vorgeschmack.





Während eines Pfadfinderlagers (ja, auch ich lief mal mit Halstuch und kurzen Hosen durch die Gegend...) wurde unser Zelt, eine Juchte leider vom Wind "demontiert". Da es zu stürmisch blieb um es wieder aufbauen zu können, nutzte ich die einzelnen Juchtenplanen um das oben gezeigte Zelt zu bauen. Ursprünglich nur entwickelt als eine Notunterkunft, bewährte es sich so gut, daß wir diese Konstruktion dann auch auf späteren Touren als unser reguläres 3 Mann-Zelt mitnahmen. Jeweils einer von uns trug dabei eine der Seitenplanen. Bzw. einer trug die beiden halb so großen "Endstücke". Im Vergleich zu moderneren Zelten, waren diese Baumwollplanen natürlich sehr schwer. Andererseits lieferte uns das Zelt einen sehr guten Wetterschutz, war windstabil und die Zeltatmosphäre war einmalig.
Vom Schnitt und vom Aufbaukonzept (A-Frame) ähnelt es schon stark modernen UL-Sheltern.

Achja, das Zelt, bzw. die Juchtenplanen liegen auch heute noch neben meiner übrigen Ausrüstung im Regal...

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