Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage.


Es freut mich, daß mein kleines Projekt in der kurzen Zeit, in der der Blog jetzt schon besteht, soviel Zuspruch gefunden hat. Auch im nächsten Jahr hoffe ich, daß ich auch weiterhin für Euch interessante Artikel verfassen werde. Vielen Dank für Eure Treue und Euer Interesse. Bis im nächsten Jahr...

Basti

Freitag, 18. Dezember 2009

der erste Schnee...

Mittlerweile ist ja bereits der erste Schnee gefallen und es gibt schon einige andere der Szene die die Gelegenheit für eine Wintertour genutzt haben.
Auch für mich wird es langsam aber sicher Zeit mich nochmal mit meinem Wintersetup auseinander zu setzen. Immerhin hat es bei mir seit meiner letzten richtigen Wintertour einige Veränderungen (nicht nur materialtechnisch) gegeben.
Zwar werde ich nicht wie einige Mitglieder des Trekking-Ultraleicht Forums die Gelegenheit haben Hendrik in Finland besuchen zu können, aber demnächst steht ja auch noch ein Winterforumstreffen im Harz an. Und wenn man da nicht unterm Tarp frieren möchte (und trozdem UL unterwegs sein mag), sollte man sich schon etwas Zeit für die Vorbereitungen nehmen.

Bei meiner Bekleidung greife ich auf das altbewährte Zwiebelprinzip zurück.






Als Baselayer dient mir ein Odlo Langarmshirt mit Zipneck, eine 3/4 Tight von Marmot sowie Kniestrümpfe der Marke X-Socks.


Darüber folgt ein Powerstretchfleece der Firma Warmpeace sowie meine Montane Terralight Pants. An den Füßen schützen Kurzgamaschen vor eindringendem Schnee und meine Hände werden durch erstaunlich windabweisende Baselayer-Handschuhe von Haglöfs warm gehalten.



Ergänzt wird das ganze durch eine Warmpeace-Mütze mit Windstoppermembrane und meinem Montane Featherlight Smock. Unterleib und Beine schütze ich durch meine bewährte Berghaus PacLite Pants und an den Händen kommen bei Bedarf wind- und wasserdichte Softshellhandschuhe von the North Face dazu.
An den Füßen nutze ich im Winter meine in die Jahre gekommenen Lowa Renegade. Sie sind zwar etwas schwerer als Trailrunner, bieten aber genug Platz für ein zweites Paar Socken und eine dünne EVA-Einlegesohle.



Für die Pausen habe ich noch eine warme Jacke parat. Bei frostigen Temperaturen ziehe ich da meine North Face Redpoint Jacke dem nicht ganz so warmen Berghaus Klassiker Infinity Light vor. Als zusätzliche Wärmereserve auf die ich dann z.B. auch nachts noch zurückgreife steckt noch eine Daunenweste von Warmpeace im Gepäck.

Ein Buff darf natürlich nie fehlen, sei es als Schal oder auch als Balaklava.

Für den gesunden und erhohlsamen Schlaf bette ich mich auf eine 3/4 Therm-a-Rest Z-Light und eine Standard EVA-Matte.
Der Schlafsack gibt mir noch ein paar Probleme auf, da ich mich nach langer Zeit von meinem bewährten Winterschlafsack trennen musste und ich bisher noch keinen adequaten Ersatz gefunden habe. Unser 2-Personen Kunstfaser-Quilt währe zwar warm genug, aber für eine Person ist er mir dann doch etwas zu schwer und zu volluminös.
Ein Daunen-Quilt z.B. von Nunatak oder GoLite währe zwar mein Favourit, aber so eine Anschaffung will natürlich gut überlegt sein.
Da meine Kleidung mir aber noch einiges an Wärmereserven bietet, werde ich zur Not auf meinen alten 3-Jahreszeiten-Schlafsack aus Daune zurückgreifen.
Da ich außerdem plane unter dem Tarp zu schlafen muß zudem noch schnell ein geeigneter Biwaksack her. Mal gucken, was ich da noch aus der Trickkiste zaubern kann. (für hilfreiche Tips bin ich immer dankbar...)


Zum Kochen greife ich auf einen Woodburner zurück. Das Mehrgewicht des Kochers wird durch den erhöhten Brennstoffbedarf beim Schneeschmelzen gerechtfertigt. Darin liegt ja gerade der Vorteil eines Holzkochers, daß man nicht genötigt ist den passenden Brennstoff mit sich zu führen. Ein ausreichend großer Topf mit passendem Deckel gehört natürlich dazu.

Das gesamte Setup sollte Problemlos in meinem neuen Laufbursche-Pack Platz finden, den ich so auch mal während eines Winterseinsatzes auf Herz und Nieren prüfen will.

Fehlen natürlich noch so Dinge wie Stirnlampe, 1.Hilfe, etc. Das wird sich aber nicht wesentlich von meinem üblichen Setup unterscheiden. Auch mein Schirm wird mich wieder begleiten.
Wirkt es auf den ersten Blick wohl etwas skuril, einen Schirm mitzunehmen, erfüllt er aber doch einige wichtige Funktionen. Er dient mir nicht nur als Wetterschutz, sondern bietet mir in Pausen und beim Kochen eine windstille Ecke. Bei Schneetreiben kann ich ihn wie ein Schutzschild nutzen und nachts findet er Verwendung als Tür bei meinem Tarp.

Je nach den kurzfristig zu erwartenden Bedingungen (Temperatur/ Schneefall & Dicke der Schneedecke) wird das Setup noch angepasst bzw. abgeändert. Mit einer ähnlichen Zusammenstellung hatte ich aber auch schon bei -15°C gute Erfahrungen gemacht und ausreichend Reserven.

Montag, 7. Dezember 2009

Laufbursche schlägt wieder zu...

Es gibt ja bereits den ein oder anderen Blogger der sich bereits über einen Laufbursche-Pack freuen durfte. Doch nun bin ich endlich mal an der Reihe.
Am Mittwoch war es endlich soweit. Bei einem kurzen Besuch in Köln konnte ich meinen neuen Rucksack in Empfang nehmen.

Dabei handelt es sich um ein Vorserienmodell das ich nun für die noch im Aufbau befindliche Edelschmiede "Laufbursche" testen darf. Und ein edles Teil ist dieser Pack.
Vollständig aus schwarzem X-Pac gearbeitet wiegt dieser Rucksack zwar einige wenige Gramm mehr als seine sonstigen Geschwister aus der Laufburschemanufaktur, dafür ist er aber auch wahrlich "bombproof".
Bei X-Pac handelt es sich nämlich um ein vollständig wasserdichtes 3-Lagen-Laminat, bei dem zwischen einer robusten und abriebarmen Corduraschicht (außen) und einer hellen und geschmeidigen Nylonschicht (innen) zusätzlich Dacronfasern als Mittelschicht einlaminiert wurden. Salop gesagt ist Dacron von seiner Art her mit Kevlargewebe verwandt, ist jedoch noch um einiges belastbarer.
Schulterträger und Hüftgurt des Rucksacks sind aus einem ebenso robusten und festem, wie leichtem Meshgewebe gefertigt.




Die Verarbeitung des Packs ist makellos. Keine Naht, die nicht sauber verarbeitet ist oder bei der ein Faden absteht. Besonders belastete Stellen, wie etwa die Kanten der Schultergurte, wurden zusätzlich eingefasst. Dabei wurde aber sogar drauf geachtet, daß z.B. die Enden des Einfassbandes sich nicht einfach überlappen wie es auch bei Produkten von Marktführern der Fall ist. Stattdessen wurden diese Einfassbänder so plaziert, daß diese offenen Enden z.B. unter den Schnallenbefestigungen verschwinden. Dadurch entsteht eine sehr saubere Optik.

Dieser ordentliche Look wird auch durch die saubere, parallele Nahtführung bei den Kappnähten untermalt, wie sie sonst fast nur industriell oder mit so genannten Overlocknähmaschinen möglich ist.
Die Qualität der Verarbeitung erkennt man auch daran, wenn man den Rucksack einmal umkremmpelt. Kaum ein anderer Hersteller legt auf der Innenseite die selbe Sorgfalt an den Tag wie außen. Nicht so bei diesem Schmuckstück. Auch auf der versteckten Seite wurde nicht geschlampt sondern auf eine saubere Verarbeitung Wert gelegt.
Auch die Wahl der sonstigen Materialien wie etwa Gurtbänder und Schnallen zeugt von der Liebe zur Materie und dem Auge fürs Detail.


Auch wenn der Laubursche-Pack recht sportlich und schlicht daherkommt zeugt er von vielerlei durchdachten und funktionellen Detaillösungen.
Da währe zuerst der "Deckel". Vom Prinzip her handelt es sich dabei um einen Rollverschluß wie er fast bei jedem UL-Rucksack Verwendung findet. Jedoch wurde er so gearbeitet, daß er nicht umständlich gerollt werden muß, sondern wie ein gewöhnlicher Deckel geschlossen wird. Dabei schließt er nicht nur dicht und verhindert erfolgreich ein Reinregnen. Er passt sich zudem dem benötigten Volumen an und lässt sich fast schon spielerisch leicht bedienen.
Die Schultergurte sind anatomisch geformt und verfügen über die Möglichkeit einen höhenverstellbaren Brustgurt anzubringen. Auf jedem Schultergurt befinden sich zwei querverlaufende Gummibänder sowie ein querverlaufendes, schmales Gurtband. Diese können zur Fixierung eines Trinksystemschlauchs oder auch diverser Schultertaschen dienen.

Auf der Außenseite des Rucksacks befinden sich zwei Gummischlingen, die man z.B. zur Befestigung von Trekkingstöcken oder ähmlichem nutzen kann.


Der Hüftgurt wurde so am Pack angebracht, daß er unabhängig von den Schulterträgern montiert wurde. Das erlaubt es den Hüftgurt bei Nichtgebrauch einfach nach hinten zu schnallen, ohne die Funktion der Schultergurte zu beeinträchtigen. Das ist z.B. am Flughafen oder beim Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln von Nutzen.

Die seitlichen Netzaußentaschen des Packs sind so geschnitten, daß man auch auf deren Inhalt zugreifen kann ohne den Rucksack abzusetzen. Besonders praktisch also für Trinkflaschen, Fotoapperat, Sonnenbrille, etc.


Dabei bieten sie aber auch größeren Dingen, wie z.B. den eben angesprochenen Trinkflaschen ausreichend halt, so das diese nicht einfach rausfallen können.
Die große Netztasche auf der Front des Packs bietet genügend Volumen um auch mal problemlos eine nasse Zeltplane drin unterbringen zu können, oder seine warme Jacke während einer Wintertour zugriffbereit zu verstauen.

Zum Abschluß noch die "trockenen" Daten auf die die Gearheads unter Euch bestimmt schon sehnlichst warten:
Das nutzbare Volumen des Packs beträgt regulär 46 Liter und ist auf bis zu 64 Liter bei komplett genutztem Extensioncollar erweiterbar. Und trotz der XL-Ausführung (Rückenlänge) und des robusten Materials wiegt er gerade mal 430 Gramm.
Erste Tragetests mit bis zu 10Kg Gewicht (leider bisher im Alltag und nicht "on trail") überzeugten ebenso vom gelungenen Gesamteindruck.


Alles in allem macht der Pack einen konkurenzlos ordentlichen und robusten Eindruck und vermag es trotz seines geringen Gewichts mit funktionellen Detaillösungen aufzutrumpfen.

Mit diesem Pack hab ich wahrlich einen treuen Begleiter gefunden, der mich wohl viele Meilen begleiten wird.
Mein Dank gilt hier Laufbursche der so viel Sorgfalt in dieses Konzept und in dessen Verarbeitung steckt wie es sonst nur selten zu finden ist.