Freitag, 18. Dezember 2009

der erste Schnee...

Mittlerweile ist ja bereits der erste Schnee gefallen und es gibt schon einige andere der Szene die die Gelegenheit für eine Wintertour genutzt haben.
Auch für mich wird es langsam aber sicher Zeit mich nochmal mit meinem Wintersetup auseinander zu setzen. Immerhin hat es bei mir seit meiner letzten richtigen Wintertour einige Veränderungen (nicht nur materialtechnisch) gegeben.
Zwar werde ich nicht wie einige Mitglieder des Trekking-Ultraleicht Forums die Gelegenheit haben Hendrik in Finland besuchen zu können, aber demnächst steht ja auch noch ein Winterforumstreffen im Harz an. Und wenn man da nicht unterm Tarp frieren möchte (und trozdem UL unterwegs sein mag), sollte man sich schon etwas Zeit für die Vorbereitungen nehmen.

Bei meiner Bekleidung greife ich auf das altbewährte Zwiebelprinzip zurück.






Als Baselayer dient mir ein Odlo Langarmshirt mit Zipneck, eine 3/4 Tight von Marmot sowie Kniestrümpfe der Marke X-Socks.


Darüber folgt ein Powerstretchfleece der Firma Warmpeace sowie meine Montane Terralight Pants. An den Füßen schützen Kurzgamaschen vor eindringendem Schnee und meine Hände werden durch erstaunlich windabweisende Baselayer-Handschuhe von Haglöfs warm gehalten.



Ergänzt wird das ganze durch eine Warmpeace-Mütze mit Windstoppermembrane und meinem Montane Featherlight Smock. Unterleib und Beine schütze ich durch meine bewährte Berghaus PacLite Pants und an den Händen kommen bei Bedarf wind- und wasserdichte Softshellhandschuhe von the North Face dazu.
An den Füßen nutze ich im Winter meine in die Jahre gekommenen Lowa Renegade. Sie sind zwar etwas schwerer als Trailrunner, bieten aber genug Platz für ein zweites Paar Socken und eine dünne EVA-Einlegesohle.



Für die Pausen habe ich noch eine warme Jacke parat. Bei frostigen Temperaturen ziehe ich da meine North Face Redpoint Jacke dem nicht ganz so warmen Berghaus Klassiker Infinity Light vor. Als zusätzliche Wärmereserve auf die ich dann z.B. auch nachts noch zurückgreife steckt noch eine Daunenweste von Warmpeace im Gepäck.

Ein Buff darf natürlich nie fehlen, sei es als Schal oder auch als Balaklava.

Für den gesunden und erhohlsamen Schlaf bette ich mich auf eine 3/4 Therm-a-Rest Z-Light und eine Standard EVA-Matte.
Der Schlafsack gibt mir noch ein paar Probleme auf, da ich mich nach langer Zeit von meinem bewährten Winterschlafsack trennen musste und ich bisher noch keinen adequaten Ersatz gefunden habe. Unser 2-Personen Kunstfaser-Quilt währe zwar warm genug, aber für eine Person ist er mir dann doch etwas zu schwer und zu volluminös.
Ein Daunen-Quilt z.B. von Nunatak oder GoLite währe zwar mein Favourit, aber so eine Anschaffung will natürlich gut überlegt sein.
Da meine Kleidung mir aber noch einiges an Wärmereserven bietet, werde ich zur Not auf meinen alten 3-Jahreszeiten-Schlafsack aus Daune zurückgreifen.
Da ich außerdem plane unter dem Tarp zu schlafen muß zudem noch schnell ein geeigneter Biwaksack her. Mal gucken, was ich da noch aus der Trickkiste zaubern kann. (für hilfreiche Tips bin ich immer dankbar...)


Zum Kochen greife ich auf einen Woodburner zurück. Das Mehrgewicht des Kochers wird durch den erhöhten Brennstoffbedarf beim Schneeschmelzen gerechtfertigt. Darin liegt ja gerade der Vorteil eines Holzkochers, daß man nicht genötigt ist den passenden Brennstoff mit sich zu führen. Ein ausreichend großer Topf mit passendem Deckel gehört natürlich dazu.

Das gesamte Setup sollte Problemlos in meinem neuen Laufbursche-Pack Platz finden, den ich so auch mal während eines Winterseinsatzes auf Herz und Nieren prüfen will.

Fehlen natürlich noch so Dinge wie Stirnlampe, 1.Hilfe, etc. Das wird sich aber nicht wesentlich von meinem üblichen Setup unterscheiden. Auch mein Schirm wird mich wieder begleiten.
Wirkt es auf den ersten Blick wohl etwas skuril, einen Schirm mitzunehmen, erfüllt er aber doch einige wichtige Funktionen. Er dient mir nicht nur als Wetterschutz, sondern bietet mir in Pausen und beim Kochen eine windstille Ecke. Bei Schneetreiben kann ich ihn wie ein Schutzschild nutzen und nachts findet er Verwendung als Tür bei meinem Tarp.

Je nach den kurzfristig zu erwartenden Bedingungen (Temperatur/ Schneefall & Dicke der Schneedecke) wird das Setup noch angepasst bzw. abgeändert. Mit einer ähnlichen Zusammenstellung hatte ich aber auch schon bei -15°C gute Erfahrungen gemacht und ausreichend Reserven.

Kommentare:

  1. Sehr guter Artikel, ich mag wie Du die Fotos gemacht hast, veranschaulicht das ganze sehr gut. Werde die Tage wohl etwas ähnliches machen =)

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  2. Der "durchleuchte" Wanderer... wenn das alle so machen kann man glatt nen Ausrüstungs-Puzzle daraus bauen.

    Echt schön beschrieben und vor allem schön Dokumentiert!

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  3. Wegen der vielen von Dir aufgezählten Funktionen überlege ich auch, einen Schirm anzuschaffen. Welche Marke ist Deiner und bist Du zufrieden?

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  4. @stoeps: Der Schirm ist ein Swing liteflex von Eberhard Göbel GmbH. Auch bekannt unter Euroschirm. Werd demnächst mal etwas mehr dazu schreiben. Wenn Du bis dahin schon ein paar Infos suchst guck mal unter dem folgenden Link nach:
    http://trekking-ultraleicht.de/news.php?readmore=49

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  5. Danke.
    Den Artikel auf TUL habe ich sogar schon mal gelesen. Jetzt habe ich mir auch noch Carstens Erfahrungen vom PacificTrail zu Gemüte geführt.
    Beschichtung fand ich beim ersten Lesen ja noch'n bisschen blöd, aber jetzt wird der gekauft :-)

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