Montag, 7. Dezember 2009

Laufbursche schlägt wieder zu...

Es gibt ja bereits den ein oder anderen Blogger der sich bereits über einen Laufbursche-Pack freuen durfte. Doch nun bin ich endlich mal an der Reihe.
Am Mittwoch war es endlich soweit. Bei einem kurzen Besuch in Köln konnte ich meinen neuen Rucksack in Empfang nehmen.

Dabei handelt es sich um ein Vorserienmodell das ich nun für die noch im Aufbau befindliche Edelschmiede "Laufbursche" testen darf. Und ein edles Teil ist dieser Pack.
Vollständig aus schwarzem X-Pac gearbeitet wiegt dieser Rucksack zwar einige wenige Gramm mehr als seine sonstigen Geschwister aus der Laufburschemanufaktur, dafür ist er aber auch wahrlich "bombproof".
Bei X-Pac handelt es sich nämlich um ein vollständig wasserdichtes 3-Lagen-Laminat, bei dem zwischen einer robusten und abriebarmen Corduraschicht (außen) und einer hellen und geschmeidigen Nylonschicht (innen) zusätzlich Dacronfasern als Mittelschicht einlaminiert wurden. Salop gesagt ist Dacron von seiner Art her mit Kevlargewebe verwandt, ist jedoch noch um einiges belastbarer.
Schulterträger und Hüftgurt des Rucksacks sind aus einem ebenso robusten und festem, wie leichtem Meshgewebe gefertigt.




Die Verarbeitung des Packs ist makellos. Keine Naht, die nicht sauber verarbeitet ist oder bei der ein Faden absteht. Besonders belastete Stellen, wie etwa die Kanten der Schultergurte, wurden zusätzlich eingefasst. Dabei wurde aber sogar drauf geachtet, daß z.B. die Enden des Einfassbandes sich nicht einfach überlappen wie es auch bei Produkten von Marktführern der Fall ist. Stattdessen wurden diese Einfassbänder so plaziert, daß diese offenen Enden z.B. unter den Schnallenbefestigungen verschwinden. Dadurch entsteht eine sehr saubere Optik.

Dieser ordentliche Look wird auch durch die saubere, parallele Nahtführung bei den Kappnähten untermalt, wie sie sonst fast nur industriell oder mit so genannten Overlocknähmaschinen möglich ist.
Die Qualität der Verarbeitung erkennt man auch daran, wenn man den Rucksack einmal umkremmpelt. Kaum ein anderer Hersteller legt auf der Innenseite die selbe Sorgfalt an den Tag wie außen. Nicht so bei diesem Schmuckstück. Auch auf der versteckten Seite wurde nicht geschlampt sondern auf eine saubere Verarbeitung Wert gelegt.
Auch die Wahl der sonstigen Materialien wie etwa Gurtbänder und Schnallen zeugt von der Liebe zur Materie und dem Auge fürs Detail.


Auch wenn der Laubursche-Pack recht sportlich und schlicht daherkommt zeugt er von vielerlei durchdachten und funktionellen Detaillösungen.
Da währe zuerst der "Deckel". Vom Prinzip her handelt es sich dabei um einen Rollverschluß wie er fast bei jedem UL-Rucksack Verwendung findet. Jedoch wurde er so gearbeitet, daß er nicht umständlich gerollt werden muß, sondern wie ein gewöhnlicher Deckel geschlossen wird. Dabei schließt er nicht nur dicht und verhindert erfolgreich ein Reinregnen. Er passt sich zudem dem benötigten Volumen an und lässt sich fast schon spielerisch leicht bedienen.
Die Schultergurte sind anatomisch geformt und verfügen über die Möglichkeit einen höhenverstellbaren Brustgurt anzubringen. Auf jedem Schultergurt befinden sich zwei querverlaufende Gummibänder sowie ein querverlaufendes, schmales Gurtband. Diese können zur Fixierung eines Trinksystemschlauchs oder auch diverser Schultertaschen dienen.

Auf der Außenseite des Rucksacks befinden sich zwei Gummischlingen, die man z.B. zur Befestigung von Trekkingstöcken oder ähmlichem nutzen kann.


Der Hüftgurt wurde so am Pack angebracht, daß er unabhängig von den Schulterträgern montiert wurde. Das erlaubt es den Hüftgurt bei Nichtgebrauch einfach nach hinten zu schnallen, ohne die Funktion der Schultergurte zu beeinträchtigen. Das ist z.B. am Flughafen oder beim Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln von Nutzen.

Die seitlichen Netzaußentaschen des Packs sind so geschnitten, daß man auch auf deren Inhalt zugreifen kann ohne den Rucksack abzusetzen. Besonders praktisch also für Trinkflaschen, Fotoapperat, Sonnenbrille, etc.


Dabei bieten sie aber auch größeren Dingen, wie z.B. den eben angesprochenen Trinkflaschen ausreichend halt, so das diese nicht einfach rausfallen können.
Die große Netztasche auf der Front des Packs bietet genügend Volumen um auch mal problemlos eine nasse Zeltplane drin unterbringen zu können, oder seine warme Jacke während einer Wintertour zugriffbereit zu verstauen.

Zum Abschluß noch die "trockenen" Daten auf die die Gearheads unter Euch bestimmt schon sehnlichst warten:
Das nutzbare Volumen des Packs beträgt regulär 46 Liter und ist auf bis zu 64 Liter bei komplett genutztem Extensioncollar erweiterbar. Und trotz der XL-Ausführung (Rückenlänge) und des robusten Materials wiegt er gerade mal 430 Gramm.
Erste Tragetests mit bis zu 10Kg Gewicht (leider bisher im Alltag und nicht "on trail") überzeugten ebenso vom gelungenen Gesamteindruck.


Alles in allem macht der Pack einen konkurenzlos ordentlichen und robusten Eindruck und vermag es trotz seines geringen Gewichts mit funktionellen Detaillösungen aufzutrumpfen.

Mit diesem Pack hab ich wahrlich einen treuen Begleiter gefunden, der mich wohl viele Meilen begleiten wird.
Mein Dank gilt hier Laufbursche der so viel Sorgfalt in dieses Konzept und in dessen Verarbeitung steckt wie es sonst nur selten zu finden ist.


Kommentare:

  1. die X_Pac Variante gefällt mir auch sehr sehr gut. wann wirst du ihn das erste mal testen?
    langsam wird es zeit, dass ich auch einen dieser herrlichen rucksäcke bekomme

    beni

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  2. schon den "Erlkönig" fand ich echt gut - aber das X-Pac find ich nun wirklich stark. Für mich bisher der absolute Laufbursche Gear Favorit ;-)

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  3. Ich habe lange zwischen X-Pac und Silnylon (in Schwarz!) gewechselt, und mich für letzteres entschieden, war ein Gewichtsunterschied von 102 g in meiner Größe (L und kleiner Pack) ausmacht. Ist aber ein toller Pack, und ich hoffe ich kriege meinen auch bald =)

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  4. @hrxxl: Wann ich ihn testen werde? Na hoffentlich so schnell wie möglich. Vorausgesetzt ich find in nächster Zeit mal ausreichend Gelegenheit eine kleine Tour zu veranstalten.

    Was den Pack an geht, bin ich von Tag zu Tag mehr zufrieden. Auch wenn X-Pac unter UL-Aspekten deutlich schwerer (und robuster) ist wie nötig, ist das Material an sich von seinen Eigenschaften (dauerhaft wasserdicht, unempfindlich, etc. ) einfach ideal für einen Rucksack. Ich muß gestehen, auch die Optik von dem Stoff hat mich gereizt...

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  5. Basti, sag doch sowas nicht! Die Optic des Stoffs und die Eigenschaften sind gute Argumente... Ich könnte Ihn ja auch in Groß nehmen, und als Winterrucksack gebrauchen.... Du machst es einem aber auch nicht einfach!

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  6. :)
    ja einfach ist es nicht. habe heut nochmal einen blick in den konfig geworfen und bin am überlegen, was ich nehme. einen in großen oder doch nen kleinen. werde mir beim wintertreffen im harz die packs nochmal live anschauen und dann entscheiden

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  7. Ich hatte mich aus zwei Gründen für den Großen entschieden.
    Wenn ich gemeinsam mit meiner Frau unterwegs bin, trage ich meist neben den persöhnlichen Dingen unser Tarp bzw. Tarptent, Kochsystem und unseren 2-Personenquilt. Da ist etwas mehr Volumen ganz praktisch. Auf Wintertouren (die ich zumeist allein bestreite) hab ich so auch noch mehr Stauraum für die zusätzliche Isolierung.
    Der andere Grund ist etwas banaler. Bei einer XL-Rückenlänge sehe ein sehr schmaler Rucksack wohl etwas unproportional aus... ;-)

    Für Solo-Touren könnte ich mir aber auch gut einen kürzeren, hüftgurtlosen und leichteren Laufburschpack vorstellen. Aber das ist ja das schöne an dem Konfigurator. Damit kriegt jeder genau den Pack, den er haben will.

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  8. Ich habe auch einen von Mateusz Packs in XL und zwar den kleinen. Sieht kein Stück unproportional aus und größer wäre für mich im Sommer zuviel. Habe nur den Boden aus Xpac, Rest graues Silnylon und das Ding hat bei meiner letzten Tour im Harzwinter bestens funktioniert, obwohl es nicht nur sanft zuging.

    Die komplette Xpac-Variante ist schick, ich glaub aber, daß es in punkto Durabilität nicht unbedingt sein muß, das Silnylon ist imo stabil genug für die meisten Spässe.

    Beste Grüsse, Sebastian aka Reusenmann

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  9. Hei, könntest Du bitte den folgenden Satz mit den wesentlichsten Maßen "greifbar" machen? Danke! Gruß, Kai
    "Das nutzbare Volumen des Packs beträgt regulär 46 Liter und ist auf bis zu 64 Liter bei komplett genutztem Extensioncollar erweiterbar."

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  10. Hey Kai,
    Mit dem Volumen ist das zur Verfügung stehende Volumen ohne Außentaschen gemeint. Die Abmessungen anzugeben ist bei einem gestelllosen Rucksack mit einem fexiblen Packvolumen immer so eine Sache. Beeinflusst die Art und Weise, wie man den Rucksack packt doch nicht nur die Form, sondern auch die Abmessungen und den damit tatsächlich nutzbaren Innenraum erheblich.
    Da der Rucksack zudem auf Maß angefertigt wurde und es sich obendrein noch um ein Vorserienmodell handelt, unterscheidet er sich in einigen Details vom aktuellen Laufbursche huckePACK. Ich würde Dir empfehlen Dich am besten direkt an Mateusz aka Laufbursche zu wenden. Wirf doch mal einen Blick auf seinen Blog: www.laufbursche.blogspot.com
    Dort findest Du auch seine Kontaktdaten.

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