
Gerade in unserer heutigen Zeit zieht es immer mehr Menschen nach "draußen".
Wer Trekking, Wandern, oder eine sonstige Art der Outdoorbeschäftigung zu seinem Hobby gemacht hat, der tat dies meist mit der Leidenschaft für die freie Natur.
Aber gerade dieser Outdoorboom hat zur Folge, daß die von vielen geschätzte, unberührte Natur immer mehr Belastungen durch den Menschen ausgesetzt wird.
In vielen Ländern gibt es deswegen schon sehr strenge Auflagen für den Aufenthalt im "Freien".
Doch auch das Interesse der Outdoorszene, diese Belastungen zu minimieren und die Natur zu erhalten wächst.
"Minimal Impact" ist in aller Munde. So gibt es Produkte, bei deren Entwicklung auch wesentliche ökologische Aspekte im Hintergrund standen. So z.B. der bushbuddy. Dieser Kocher ist unter anderem aus dem Konzept heraus entstanden, einen nachwachsenden Rohstoff als Brennmaterial nutzen zu können und gleichzeitig die Auswirkungen eines Feuers auf den Untergrund zu vermeiden.
Aber auch große Firmen zeigen Umweltbewußtsein. Stellvertretend sei hier Patagonia genannt, die nicht nur Wert auf recycelte Rohstoffe für ihre Produkte legen, sondern auch 1% ihres Umsatzes in den Umweltschutz investieren.
Recycling ermöglicht auch dem Einzelnen seine Ausrüstung umweltbewußt zusammenszustellen. So greifen viele UL-Enthusiasten auf alte Getränkedosen zurück um sich daraus ihre Spirituskocher zu bauen.
Aber auch der richtige Umgang mit der Umwelt und das korrekte Verhalten "on trail" will gelernt sein. So gibt es Organisationen wie z.B. leave no trace die nicht nur entsprechende Regeln aufstellen, sondern auch hilfreiche Kurse anbieten.
Auch in der Literatur taucht der ökologische Aspekt im Outdoorbereich verstärkt auf. Zu empfehlen ist die Neuauflage des Buches "Minimal Impact - Outdoor naturverträglich" vom Conrad Stein Verlag. In vielen anderen einschlägigen Büchern wird zumindest in eigenen Kapiteln dieses Thema behandelt.
Eine vorbildliche Art sein Hobby mit Naturschutz zu verbinden entstammt der Geocachingszene. Unter dem Kürzel CITO verbirgt sich "Cache In Trash Out". Der Gedanke dabei ist, bei der Suche nach den versteckten "Schätzen" bzw. Geocaches nicht nur den eigenen Müll wieder mit nach hause zu nehmen, sondern auch den Müll, den man leider unvermeidlich im Wald findet.
Das man diese Idee aber nicht nur beim Cachen verfolgen kann zeigte mir eine Begegnung in Schottland. Unterwegs trafen wir einen älteren Mann, der während er den West Highland Way wanderte, auch die achtlos weggeworfenen Verpackungen der anderen Wanderer einsammelte um sie bei der nächsten Gelegenheit im Müll zu entsorgen.
Angespornt durch dieses mehr als vorbildliche Verhalten, sind wir seitdem bemüht auch auf unseren Touren den so achtlos weggeworfenen Müll anderer Zeitgenossen wieder mit in die Zivilisation zu nehmen. In der Wildnis gibt es halt noch keine "Straßenreinigung" was wohl leider viele Freizeitwanderer vergessen.
Gerade als Ultraleichtwanderer sollte es ein Leichtes sein, die nicht allzu schweren, liegen gelassenen Verpackungen von Schokoriegeln und anderem Trailfood mitzunehmen um sie anschließend ordnungsgemäß zu entsorgen.
Ich hoffe hiermit einen kleinen Denkanstoß gegeben zu haben und würde mich freuen, wenn auch andere diesem Beispiel folgen und in Zukunft mehr als nur ihren eigenen Müll aus der "Wildnis" wieder mit zurückbringen. Denn dort gehört er am wenigsten hin.








