Freitag, 24. Dezember 2010

noch ein paar Worte zum Schluss...

Langsam nähert sich das Jahr dem Ende und Weihnachten steht vor der Tür.
Daher möchten wir uns bei all unseren Lesern und Freunden für die netten Kommentare und das entgegengebrachte Interesse an unserem kleinen Blog bedanken. Ist es doch immer die größte Belohnung, wenn man merkt, dass auch andere ihren Spaß an dem haben was man sich so über die Zeit zusammentippt.

Um Euch aber nicht mit gänzlich leeren Händen da stehen zu lassen haben wir noch eine kleine Überraschung für Euch parat. Gemeinsam mit einigen anderen befreundeten Blogern und Ultraleichtwanderern haben wir uns ein besonderes Geschenk für Euch ausgedacht das Euch das gesamte kommende Jahr begleiten soll.

Unter www.lightweight-backpackers-calendar.blogspot.com haben wir alle gemeinsam einen ganz besonderen Kalender für unsere treuen Leser eingerichtet. Freut Euch mit einem leichten Schmunzeln auf den ersten, offiziellen, ultraleichten Pinup Kalender!

Damit verabschieden wir uns für dieses Jahr von Euch und wünschen Euch und Euren Familien ein ruhiges und stressfreies Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Eure Beute(l)tiere

Rike & Basti

Freitag, 3. Dezember 2010

10 Gründe warum man nie ohne Ente auf Tour gehen sollte!

Nach dem ganzen Geartalk und den Tourenberichten im vergangenen Jahr kommt hier zur Abwechslung mal eine etwas leichtere Lektüre. Ich hoffe der folgende Beitrag macht Euch beim Lesen genau so viel Spaß wie mir beim Schreiben. 
Vor kurzem kam die (weniger ernst gemeinte) Überlegung auf, welche scheinbar unsinnigen Sachen (Golfschläger, Bummerang, etc) man unterwegs  doch irgendwie "sinnvoll" einsetzen kann. Mein Beitrag für das absolute "must have" war:


eine Ente!!!




Ja, genau. Ich meine diese plattfüßigen, Schnabel bewährten Wasservögel die für Donald Duck Modell gestanden haben. Doch diese edlen Tiere werden in der Outdoorszene meist vollkommen unterschätzt!
Im Folgenden werd ich nun auch Euch zeigen, wieso eine scheinbar gewöhnliche Ente ein Ausrüstungsgegenstand ist, den ihr wirklich nie mehr missen wollt! Was Ihr dabei alles aus eurer Ente herausholt liegt dabei ganz bei Euch und Euren Fertigkeiten. Schließlich lautet ein alter UL-Grundsatz nicht umsonst: 

"It's not about the gear! It's about skills!"

Doch ich will Euch jetzt nicht länger auf die Folter spannen, deswegen kommen hier 
die 10 wichtigsten Gründe warum man nie ohne Ente auf Tour gehen sollte:


  1. eine Ente kann man zum Überbringen einer Nachricht (Notruf!) abrichten. Da es sich um einen Wasservogel handelt funktioniert dies auch beim Packrafting! Geschickte Leute können sie soweit dressieren, daß sie sogar den Morsecode quaken kann um einen Notruf abzusetzen! ("It's all about skills!")
  2. Solltet ihr mit Eurem Boot kentern, oder einfach einen Fluss überqueren müssen, lassen sich Enten auch als Schwimmkörper nutzen. (Notfalls mehrere zusammen binden!)
  3. mittels einer Ente kann man eine recht exakte Wetterbestimmung durchführen: sollte sie trotz Eurer vehementer Bemühungen darauf beharren nicht im See zu schwimmen, sondern lieber darauf herum laufen, ist das Wasser gefroren. Es herrschen also Minusgrade und mit großer Wahrscheinlichkeit ist sogar Winter!
  4. Wer kennt das nicht? Schneckenspuren auf Tarp und Biwaksack? Das gehört in Zukunft der Vergangenheit an! Eine Ente schnäbelt im Nu euren Biwakplatz von Schnecken frei!
  5. Ihr sucht Wasser? Lasst Eure Ente fliegen und sie steuert mit großer Wahrscheinlichkeit den nächsten Fluss oder See an!
  6. Ihr könnt sie dazu nutzen, die Wärmeleistung Eures Daunenquilts zu steigern!  Nein! Nicht das was ihr denkt! Nehmt sie einfach mit in den Schlafsack. Sie sind eine prima Wärmequelle.
  7. Weibliche Ente polstern die Nester mit ihren eigenen Daunen aus. Die sind perfekt um Eurer Daunenkleidung etwas mehr Loft zu verleihen.
  8. Nutzt das Bürzelsekret mit der eure Ente ihr Gefieder wasserabweisend macht um eure Kleidung zu imprägnieren!
  9. In vielen Ländern werden auch heutzutage noch Enten als Zahlungsmittel akzeptiert!
  10. auf langen Touren in entlegenen Gegenden ist es einfach nett, wenn man jemanden zum Reden hat. Und sei es eine Ente!



Mit diesem Beitrag will ich nicht nur für eine kurzweilige Unterhaltung sorgen, sondern auch drei Dinge verdeutlichen:


  • Mit den richtigen Argumenten kann man selbst unsinnige bzw. überflüssige Dinge als "outdoortauglich" verkaufen. (ich denke hier z.B. an Kaffeemaschinen & co.) Überlegt zweimal ob ihr wirklich alles braucht, was man euch da andrehen will.
  • Mit etwas Fantasie und Einfallsreichtum könnt ihr aus euren Sachen noch deutlich mehr herausholen als auf den ersten Blick drin steckt. (Die Isomatte wird zum Rucksackgestell, der Poncho wird zum Zelt!)
  • und nicht zu vergessen: "Never go without your duck!" ;-)


Und wer doch nicht so ganz davon überzeugt sein sollte mit einer Ente im Gepäck los zu ziehen, für den gibt es immer noch "duck tape". Das ist fast genauso vielseitig...

Sonntag, 21. November 2010

MYOG - Daunen - Duo Quilt

Was lange währt wird endlich gut.
Das denkt ihr vielleicht, wenn ihr jetzt endlich diesen Bericht vor Euch seht.
Uns ging es ähnlich, als wir endlich unser Nähprojekt erfolgreich abgeschlossen hatten...

Aber fangen wir am besten ganz vorne an. Wir waren ja schon seit einiger Zeit sehr zufrieden mit unserem Ray-Way-Duo-Quilt unterwegs und konnten uns etwas anderes wie einen Quilt zum Schlafen eigentlich nicht mehr vorstellen. Lediglich das Gewicht und das Packmaß fielen mit zunehmender Reduzierung unserer sonstigen Ausrüstung etwas aus dem Rahmen. Und wie jeder ULer weiß, spart man das meiste Gewicht nicht mit dem Kürzen seiner Zahnbürste ein, sondern indem man sich den "großen Drei" zuwendet.
Aber wie kann man das Gewicht eines Quilts noch weiter reduzieren?
Indem man "einfach" auf Daune statt auf Kunstfaser als Isolierung zurückgreift.
Da die Preise für solche Doppel-Quilts im Handel aber mehr als unverschämt sind griffen wir mal wieder auf unsere eigenen Nähkünste zurück.

Also setzten wir uns an ein neues Schnittmuster.

und schnitten die einzelnen Stoffbahnen zurecht.

Aufgrund der Größe mussten Ober- und Unterseite aus jeweils zwei Stücken zusammengesetzt werden. Damit maß der Quilt erstmal ungefähr 2,20m x 2,20m. Zum Fußende war er etwas schmäler geschnitten.
Aus einer weiteren Stoffbahn wurden die einzelnen Stoffstreifen für die Daunenkammern zurechtgeschnitten.
Damit die vielen Stoffränder nicht sofort ausfransen machten wir uns noch die Mühe die Ränder vorher vorsichtig zu verschmelzen. Das sollte nicht nur den Nähvorgang erleichtern, bei dem sich gerne mal die feinen Fasern des Stoffes in die Maschine ziehen, sondern auch etwas zur Langlebigkeit des Quilts beitragen. (Ob's was gebracht hat erfahrt ihr dann in ein paar Jahren...)

Die einzelnen Stoffstreifen fixierten wir provisorisch an der Unterseite des Quilts mit Tesa-Streifen anstatt mit Nadeln, damit der Stoff möglichst daunendicht blieb.

 Insgesamt arbeiteten wir so 16 solcher 7 cm hohen Daunenkammern in den Quilt ein. Blieb also nur noch zu nähen...
Nachdem die Streifen auf der Unterseite fixiert waren nähten wir sie vom Fußende beginnend an die Oberseite. Anschließend wurde der Quilt einseitig mit einer einfachen Naht geschlossen, so dass die Kammern noch einseitig zugänglich waren.

Jetzt kam der lustige Teil...
Das Füllen der Daunen!
Also schnell das Bad leer geräumt, Regenkleidung an (da bleiben die Daunen nicht so dran kleben wie an Baumwollklamotten) und dann die 600 Gramm Daune gleichmäßig auf die einzelnen Kammern verteilen.
(Ein Bild gibt es hier jetzt nicht. Aber stellt euch einen Typen vor, der gerade wie im Wilden Westen geteert und gefedert wurde...)

Damit die Daunen dann auch dauerhaft drin bleiben haben wir den gesamten Rand des Quilts einmal eigeschlagen und vernäht.
Zum Schluß fehlte noch die Fußbox.
Der Einfachheit halber (und weil wir durch zwei defekte Nähmaschinen schon etwas in Verzug geraten waren  und unser Urlaub am nächsten Tag beginnen sollte) nähten wir die Seiten des Quilts am Fußende einfach zusammen und setzten ein Stoffdreieck am als Übergang zwischen Fußbox und offener Quiltseite ein um die Belastung auf die Nähte zu reduzieren.

Fertig.


Und mit  rund 900 Gramm Gesamtgewicht (bei 600 Gramm Daune!) ist dieser Quilt nicht nur ultraleicht und herrlich warm, sondern ist komprimiert nichtmal halb so groß wie unser Ray-Way-Quilt. Wir sind mehr als zufrieden mit unserem neuen Bett das uns von nun an auf unseren Touren begleiten wird.
So konnten wir ihn auch schon mit großer Freude auf unserer diesjährigen Sommertour testen.

Und auch auf dem letzten Forumstreffen von Trekking-Ultraleicht.de konnten sich die Teilnehmer von den Qualitäten dieses Duo-Quilts überzeugen.


Mittwoch, 17. November 2010

Und er läuft und läuft und...

Langzeiterfahrung mit dem Laufbursche huckePACK




Wer sich in der Ultraleichtszene umschaut stolpert bei Ausrüstungsfragen schnell über sogenannte Garagenfirmen. Darunter solch elustre Namen wie Gossamer Gear, Mountain Laurel Designs, Henry Shires Tarptents, Six Moon Designs.
Alle diese Firmen haben eins gemeinsam. Sie stammen von jenseits des großen Teiches, was es uns hier in Europa nur eingeschränkt und oft mit hohen Kosten möglich macht an die leichten Teile zu kommen.
Doch mittlerweile tut sich was auf dem Markt.
In einer kleinen, in Köln ansässigen Ultraleichtschmiede werden Rucksäcke und Tarps gefertigt, die in der Szene heiß begehrt sind.
Die Rede ist von Laufbursche.

Seit längerem teste ich nun schon ein Vorserienmodell des huckePACK genannten Ultraleichtrucksacks. Und auch meine Frau durfte sich dieses Jahr über einen solchen Pack freuen. Es wird also mal Zeit etwas über unsere Langzeiterfahrung mit diesen zu berichten.

Das schon der erste Eindruck überaus positiv ausgefallen ist, das hatte ich ja schon ausführlich geschildert.
Doch auch nach vielen Touren, überzeugt mich mein Pack mehr und mehr. Sowohl im Wintereinsatz mit sperriger Ausrüstung als auch bei ausgedehnten Touren im Sommer oder einfach spontanen Kurztrips am Wochenende war mir mein huckePACK ein treuer Begleiter.


Doch gehen wir mal was ins Detail.
Trotz der vielen Kilometer die er mittlerweile auf dem Buckel hat, zeigen sich bei der Verarbeitung keine Verschleißerscheinungen. Nirgendwo guckt ein Faden raus oder löst sich gar eine Naht. Auch die Materialauswahl bei unseren beiden Packs ist so gewählt, dass besonders belastete Stellen robuster und andere Bereiche aus leichterem Gewebe gefertigt wurden.
Die Verarbeitung zeigt trotz intensivem Einsatz keinerlei Mängel.
Auch das Format des Rucksackkorpus ist so gelungen geschnitten, dass man sowohl Isomatten im "Burrito-Style" als auch faltbare Matten gleichermaßen nutzen kann. Dies hat sich schon öfters bewährt, wenn eine Matte nicht genug war. Was eigentlich selbstverständlich erscheint funktioniert bei anderen Leichtrucksäcken oft nur bedingt optimal.

Der inovative und einmalige Deckelverschluß hat sich in der gesamten Zeit anderen Verschlußarten deutlich überlegen gezeigt. Nicht nur gegenüber anderen UL-Rucksäcken, die mehr oder weniger dicht schließen als auch gegenüber klassischen Tourensäcken bei denen man erst die Deckeltasche zur Seite klappen muss um dann den Schneefang auseinander zu ziehen. Beim huckePACK ganz einfach: "Verschluss auf. Sachen rein. Verschluss zu. Dicht!" Grade bei Regen wenn man den Inhalt nicht unnötig dem Wetter aussetzen will lernt man das mehr und mehr zu schätzen.

Apropo Regen. Wie auch schon der Urvater der Ultraleichtrucksäcke verfügt der huckePACK über geräumige Netzaußentaschen in denen man nasse Ausrüstung zum Trocknen transportieren kann. Dabei hat sich der schräge Schnitt der Seitentaschen für einen Zugriff auf den Tascheninhalt, ohne dafür den Pack abzusetzen, bewährt. So hatten wir unterwegs dank des gelungenen Schnitts und großzügigen Volumens sowohl unsere Trinkflaschne als auch GPS, Fotoapperat, Trekkingstöcke, Schirm, Mütze, Müsliriegel etc. immer bequem zur Hand.
Die große Fronttasche nahm dabei das nasse Tarp und das Groundsheet auf als auch Karten und Tourenbücher.

Die zahlreichen Ausrüstungsschlaufen eröffnen noch einige andere flexible Möglichkeiten seine Ausrüstung unterzubringen. Und sei es nur um unterwegs seine Socken zum Lüften an den Pack zu binden.

Mittlerweile bietet der Laufbursche auch adaptive Taschen für den Hüftgurt an, die die Einsatzmöglichkeiten nochmals erweitern. Ich kann es kaum erwarten mal ein paar dieser Taschen on-trail zu testen.

Zum Tragekomfort des Rucksacks kann ich nur folgendes sagen. Er sitzt perfekt. Natürlich hängt der Tragekomfort bei einem gestellosen Ultraleichtrucksack von einem sauberen Packsystem ab. Drückt der Kochtopf im Rücken oder steht irgendwo sogar ein Hering raus, hat man nicht nur was falsch gemacht. Der gelungenste Rucksack wird sich so nie bequem tragen lassen.
Beachtet man aber die Grundsätze beim Packen eines solchen Rucksacks, schmiegt sich der huckePack wie eine zweite Haut an den Träger. Die gepolsterten und kontuierten Schultergurte und der anatomisch geschnittene Hüftgurt ermoglichen für einen Ultraleichtrucksack auch bei großem Gewicht einen erstaunlichen Tragekomfort. Ideal bei Wintertouren oder langen Strecken, bei denen man auf viel Verpflegung angewiesen ist. Dabei liegt der Schwerpunkt nah am Körper.
Trotzdem kann es der Laufbursche nicht lassen und hat bei der neuesten Generation die Schultergurte im Schnitt nochmals minimal verändert um evtl. Druckstellen noch besser vorzubeugen und den Sitz nochmals zu verbessern. Da merkt man den Perfektionisten.



Wo wir grade dabei sind. Was würde ich selber am huckePack verändern?
Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, bin ich von meinem huckePACK doch sehr überzeugt. Zudem arbeitet der Laufbursche einerseits Änderungen die im angetragen werden und die sich bewährt haben, so wie andere Modifikationen regelmäßig in seine Packs ein. Andererseits werden seine Packs zudem noch nach einem Baukastensystem mit dem Kunden gemeinsam entworfen. Dies ermöglicht nicht nur eine individuelle Größenanpassung. Es erlaubt es dem Kunden den Rucksack seinen Bedürfnissen entsprechend zu ordern (Material, Volumen, Extras etc,). Das Grundmodell bleibt dabei aber erhalten.
So verfügt die neueste Generation nicht nur über eine adaptive Möglichkeit eine faltbare Isomatte außen griffbereit als Rückenpolster zu befestigen. Auch eine Reißverschlusstasche für Kleinteile gibt es auf Wunsch im Deckel. Das bei all diesen Ausstattungsdetails das Gewicht immer noch ultraleicht bleibt zeugt von echtem Verständnis für diese Materie und das Handwerk.



Also was würde ich verändern?
Bzw. Was hätte ich bei einem neuen huckePACK anders ausgewählt?
Höchstens das Volumen! ;-)
Ist doch auch meine sonstige Ausrüstung mittlerweile leichter und kompakter geworden und da wirkt mein XL-huckePACK auf Touren schon etwas riesig.



Aber für den Fall, daß man schon eher Superultraleicht unterwegs ist hat der Laufbursche ja noch den kleinen Bruder des bewährten Packs im Arsenal. Wer also noch den richtigen Rucksack für SUL-Touren sucht ist wohl beim huckePäCKchen an der richtigen Adresse.

Ob dieser auch was für mich ist? Wer weiß? Immerhin ist ja bald Weihnachten... ;-)



www.beuteltiere.org

Donnerstag, 14. Oktober 2010

K.I.S.S.

Was sich hinter diesem Kürzel verbirgt, verrät uns Wikipedia:


Keep It Strictly Simple!


Das erste mal bin ich über diese Abkürzung gestolpert als ich mir ein Messer von CRKT zugelegt habe. Das besondere an diesem Messerdesign war seine durchdachte Beschränkung aufs Wesentliche. In diesem Fall konnte sogar auf die Griffschalen verzichtet werden, die sonst im zusammengeklappten Zustand vor der scharfen Klinge schützen. 


Wer jetzt denk, hier käme ein Messerreview, der hat sich "geschnitten".


Die Idee der Vereinfachung, die hinter diesem Messerdesign steckte hat es mir angetan.
Immer wieder stolper ich im Internet und diversen Büchern über das Thema. 
So hat z.B. Ryan Jordan vor kurzem einen lesenswerten Artikel dazu geschrieben. 
Als überzeugter Ultraleichtwanderer strebe ich natürlich auch danach, meine Ausrüstung so einfach und so zweckmäßig wie möglich zu halten.

Aber macht es damit auch das ganze Outdoor-Leben immer gleich einfacher? Gerade wenn man sich länger intensiv mit diesem Hobby  beschäftigt, hat man bald einen unüberschaubaren Ausrüstungsfundus, damit man bei jeder Tour sein Equipment optimal zusammenstellen kann.
Das bedeutet aber auch, vor jeder Tour seine Ausrüstung neu zusammenstellen. Welchen Kocher nehme ich mit? Schlaf ich unterm Tarp oder im Zelt? Brauch ich einen Biwaksack oder ein Mückennetz? 
Wo sind die Zeiten hin, in denen man sich einfach seinen Rucksack geschnappt und das Wochenende spontan draußen verbracht hat?
Mittlerweile nehmen selbst einfachste Touren in der Vorbereitung fast soviel Zeit in Anspruch wie die eigentliche Wanderung.

Und da hört es nicht auf. Auch im Alltag schleicht sich diese Verkomplizierung unbemerkt ein.
Nicht klar was ich meine? Dann werft doch mal einen Blick auf diesen Beitrag und fragt, ob ihr Euch wieder erkennt! 
Hat man sich früher noch per Brief und Telefon ausgetauscht, verbringt man heutzutage Stunden damit, zu gucken was es neues in den unzähligen Foren und Blogs gibt und ob nicht gerade eine neue E-mail eingetroffen ist. Dazu kommen noch Dienste wie Twitter, die einem zusätzlich das Leben erleichtern sollen. Wer dann noch  in dem einen oder anderen "sozialen Netzwerk" mehr oder weniger aktiv ist, kommt gar nicht mehr von dieser modernen, einfachen Welt los. Und die neuen Medien und Informationswege beanspruchen am Ende mehr Zeit als sie einsparen sollen.

Sicherlich hat alles dabei auch seine Vorteile. Nur sollte man überlegen, ob es manchmal nicht besser für einen wäre, die Dinge einfacher zu halten.

Muss man auch unterwegs unbedingt mit IPhone und Co. auf dem Laufenden bleiben? Oder reicht es einmal am Tag seine E-Mails vom Schreibtisch aus zu checken?

Und wie sieht es auf Tour aus?

Braucht man gleich einen aufwändigen (und teuren) Geodäten, wenn ein simples Tarp für die sommerlichen Touren vollkommen reicht?
Muss es gleich der schwere Multifuelkocher sein, wenn man eh nur einen Brennstoff nutzt?
Warum nimmt man überhaupt ein komplettes Topf- und Kochset mit, wenn man eh nur heißes Wasser braucht?
Braucht man unterwegs wirklich ein GPS, wenn man in der Gegend aufgewachsen ist und jeden Busch wie seine Westentasche kennt. 

Muss man jede Tour minutiös durchplanen um das Meiste davon rauszuholen?
Kann man draußen nicht auch mal auf sein mit unzähligen "Outdoor-Apps" überladenes Smartphone verzichten und stattdessen einfach wieder die Natur genießen?
Und muss man draußen überhaupt für jedermann erreichbar sein?


Hendrik hat auf seiner Russlandtour gezwungenermaßen damit Erfahrungen gesammelt:


"Finally, on the subject of being off grid and not having a phone signal. I wanted to send my girlfriend a message every night to let her know that I am OK, and maybe send the occasional tweet. However, in the complete area - even on top of the fjell Pyainur - I had No Service, thus making it impossible to communicate with the outside world. I honestly can say that I didn't miss anything, it was relaxing to follow the daily routine and not worry about emails, news, work, and so on. I just could be, and that's what the outdoors are for." - Hendrik M. www.hikinginfinland.com



Worauf will ich damit hinaus?


Keep it simple!

Ich für meinen Teil hab beschlossen, dass es auch einfacher gehen muss. Sowohl "Outdoors" als auch im Alltag.
Ich will in Zukunft meine Zeit sinnvoller nutzen. Und auch bei meiner Ausrüstung heißt es "back to the roots". Je einfacher und funktionaler die Ausrüstung ist umso mehr Möglichkeiten lässt sie mir, mich tatsächlich draußen zu bewegen. Und umso mehr Freiräume lässt sie mir meine Zeit draußen zu genießen.

Und wie sieht es bei Euch aus?

Montag, 20. September 2010

... und sie wandern immer noch!

Den Eindruck konnte man am letzten Wochenende auf dem Rheinsteig gewinnen.
Denn Anlässlich seines 25 jährigen Bestehens hatte der Steppenwolf in Bonn zu einer 25 Stunden Wanderung geladen. Teilnehmen konnten 25 motivierte Wanderer.

Für diejenigen, die nicht dabei waren, oder unseren Fortschritt auf dem Rheinsteig per Geotagging verfolgt haben kommt hier eine kurze Zusammenfassung dieser Tour.

Am Freitag machte ich mich per Bahn auf den Weg nach Bonn und konnte schon auf der Fahrt die ersten beiden Mitwanderer kennenlernen. Es gibt einfach nicht so viele Leute, die sich gewappnet mit Wanderstöcken, Rucksäcken und Stiefeln in die Stadt begeben...

Im Steppenwolf wurden wir dann auch erstmal herzlich begrüßt und konnten uns schon über den ersten Kaffe freuen.
Nach einer kurzen Einführung ging es dann mit der Bahn nach Rheinbrohl wo wir unsere Wanderung begannen.


Wie sich schon bald herausstellte waren alle Teilnehmer recht fit und kamen gut voran. Und so erreichten wir dann am Abend den ersten Verpflegungspunkt auch schon vor dem Versorgungsauto. Über die dadurch etwas längere Pause hat sich aber niemand beschwert.
  
Als dann schließlich zur Stärkung eine kräftige Suppe mit viel Einlage gereicht wurde fühlte man sich auch schon wieder ausreichend gestärkt für die anstehende Nachtetappe.

Unterwegs ergaben sich für uns immer wieder großartige Ausblicke auf den Rhein und seine Ufer. Und wer einmal hoch oben über dem Rhein gestanden hat und dort den Sonnenuntergang beobachten konnte, weiß wovon ich rede.
Irgendwann wurde es dann auch so dunkel, dass man sich nur noch mithilfe seiner Stirnlampe zurechtfand. Und so konnte man schon bald beobachten, wie sich eine Reihe von Lichtern durch die bewaldeten Hänge des Rheins bewegte.
Als wir dann an einem Rastplatz schon mit heißem Kaffe und belegten Brötchen empfangen wurden war es uns auch fast egal, dass wir noch mehrere Stunden Wanderung vor uns hatten. Lediglich etwas Unruhe kam auf als man nicht sofort die Kaffelöffel für den Zucker fand...

Mit frisch aufgefüllten Wasserflaschen und versehen mit reichlich Proviant zogen wir dann auch bald weiter.

Im nächtlichen Bad Honnef war es dann auch so weit. Halbzeit! Wir waren mittlerweile schon gut 12 Stunden unterwegs und trotzdem hatten wir von der Zeit her noch einmal die selbe Strecke vor uns.
Also keine Müdigkeit vorschützen und gleich hoch auf den Drachenfels, den meist bestiegenen Berg Europas und den "höchsten Berg der Niederlande".

Da uns dort oben aber doch ein recht unangenehm kalter Wind um die Nase wehte, stiegen wir trotz der Aussicht wieder ein Stück ab und legten beim "Drachenbrunnen" eine kurze Rast ein. Ob es an der fortgeschrittenen Stunde oder den bereits zurückgelegten Kilometern lag, mag ich nicht abzuschätzen. Zumindest vernahm man schon nach kurzer Zeit hier und da im Dunkeln ein paar leise Schnarchgeräusche...
Also rasch wieder die Rucksäcke schultern und weiter. Bis nach Bonn war es ja schließlich noch ein Stück. Und das Frühstück war auch nicht mehr weit.
Und so konnten wir auch schon bald die Stirnlampen wieder ausschalten, als die Dämmerung zügig fortschritt. Zeitig trafen wir dann beim "Einkehrhaus" ein, wo zwar schon ein Korb mit frischen Brötchen vor der Tür auf uns wartete, aber die Tür zur Gaststube leider noch verschlossen war. Blieb uns also wieder nichts anderes übrig als darauf zu warten und evtl. ein kleines Powernapping einzulegen.

Pünktlich um 7:30 Uhr traf dann auch die Gastwirtin ein und schon kurz darauf konnten wir uns in der gemütlichen Stube über ein reichhaltiges Frühstück freuen.

Die letzten Kilometer führten uns dann vorbei an den Weinbergen des Siebengebirges und beständig immer weiter dem Ziel entgegen. Der letzte Abschnitt unserer Tour verlief der Weg dann direkt am Rhein entlang, den wir bisher ja nur aus größerer Entfernung überblicken konnten.
Und auch wenn sich zum Schluß beim ein oder anderen die letzten Wegstunden und Kilometer bemerkbar machten erreichten wir doch schließlich das Beuler Ufer, so dass sich uns nur noch die Frage stellte, wie wir über den vor uns liegenden Rhein kommen wollten.

Die eine Hälfte unserer Gruppe entschied sich für die klassische Variante und spazierte über die Brücke, während die andere Hälfte sich für die "Rheinnixe", also eine Fahrt auf der kleinsten Rheinfähre entschied. Da die Anlegestelle am anderen Ufer wieder etwas Rheinaufwärts liegt machte das zwar Streckenmäßig nichts und so freute man sich schlicht über diese nette Abwechslung.

Nach 25 Stunden und etlichen Kilometern erreichten wir dann schließlich den Steppenwolf an der Oxfordstraße, wo das Kundenfest schon im vollen Gange war. Für den Zieleinlauf war im Laden extra ein Band gespannt worden und wir wurden mit Klatschen und vielen freundlichen Worten (und einem Gläschen Sekt) von allen Anwesenden herzlich begrüßt.
Als kleine Belohnung für die gezeigte Leistung durfte sich jeder Teilnehmer dann auch noch zusätzlich über ein kleines Präsent in Form eines limitierten Steppenwolf T-Shirts und einer der begehrten "Team Steppenwolf"-Tassen freuen. Aber das größte Andenken, die erfahrung an so einer Wanderung erfolgreich teilgenommen zu haben, hatte sich jeder selber erarbeitet.
25 Stunden wandert man nicht eben mal so. Und auch die Strecke von rund 65 Kilometern liegt wohl deutlich über dem, was andere sonst an einem Stück zurücklegen.



Bleibt mir am Ende nur noch mich zu bedanken.
Und zwar bei dem Team vom Steppenwolf, das nicht nur seit 25 Jahren in Bonn ein etabliertes Fachgeschäft unterhält, sondern mit seinen kompetenten und überaus sympathischen Mitarbeitern auch immer einen Anlaufpunkt in allen Fragen im Outdoorbereich bietet.
Vielen Dank ins Besonders an die Mitarbeiter des Steppenwolf die bei der Organisation dieser 25 Stunden Wanderung mitgeholfen haben und an Katharina vom Steppenwolf, die uns auf dieser Wanderung begleitet hat.
Einen besonderen Dank auch an die beiden Bergführer der Mammut Alpine School, die uns nicht einfach nur "den richtigen Weg" gezeigt haben, sondern mit ihrer freundlichen und besonnenen Art einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen dieser Tour beigetragen haben.
Und nicht zu letzt möchte ich mich bei allen anderen Mitwanderer bei dieser besonderen Begehung des Rheinsteigs bedanken. Das so eine lange Wanderung nicht notwendigerweise nur mit zusammen gekniffenen Zähnen zu bewältigen ist, merkt man rasch, wenn man mit so einer geballten Runde "rheinischer Frohnaturen" unterwegs ist. Bis zu letzt wurde gescherzt und gelacht. Und gerade diese positive Einstellung hat nicht nur zum Gelingen der Tour als solche geführt, sondern die Wanderung zu einem Erlebnis der besonderen Art werden lassen.

Zum Schluss dann noch ein paar Impressionen vom Weg:










Sonntag, 12. September 2010

Der Lauf der Zeit


Viele werden das Reisen in der freien Natur wohl auch gerade deswegen schätzen, weil man dem Stress und dem Zeitdruck des heutigen Alltags entfliehen kann. Wer genießt es nicht ganz seinen eigenen Rhythmus zu leben, allenfalls bestimmt vom Auf- und Untergang der Sonne und dem Wechselspiel des Wetters. Niemand der einem vorschreibt, wann man aus dem Bett muss, bis wann welche Arbeit erledigt sein muss und wann man seine Pausen einschieben darf.
Aber auch im Outdoorbereich gibt es mehr als nur einen guten Grund eine Uhr mit sich zu führen. Und sei es nur um einen daran zu erinnern, wann man seinen Flieger oder Zug erwischen muss, der einen wieder zurück in die Heimat bringt.
Wirft man einen Blick in einen der mittlerweile zahlreichen Outdoorkataloge wird man vom Angebot der sogenannten Multifunktionsuhren schlicht überwältigt. Neben Höhenmesser, Barometer, Kompass, GPS, Logbuch etc. findet sich zum Glück immer noch die Möglichkeit auch einfach nur die Uhrzeit abzulesen (obwohl man auch hier oft zwischen verschiedenen Zeitzonen hin und her wechseln kann). In sofern gleichen die heutigen als outdoortauglich betitelten Uhren fast schon mehr einem Schweitzer Messer.

Doch wie viel Funktion braucht man wirklich?
Das hängt natürlich in erster Linie davon ab, was man vorhat und wozu die Uhr einem dienen soll.

Grundsätzlich sollte eine Uhr die aktuelle Uhrzeit anzeigen. Das klingt auf den ersten Blick etwas sehr simpel, wer aber schonmal eine Uhr besaß, die ständig nach ging oder gar stehen blieb, weiß wovon ich rede. Eine korrekte Zeitmessung kann draußen für vieles hilfreich sein. Neben dem sog. dead reckoning zur Bestimmung einer zurück gelegten Strecke kann sie einen auch an die verbleibende Zeit bis zur Dämmerung erinnern und damit einer Wanderung und Lagerplatzsuche in der Nacht vorbeugen. Das sollen aber nur ein paar kurze Beispiele sein, die verdeutlichen dass auch schon eine einfachste Uhr mehr vermag als einem nur die Uhrzeit zu zeigen.

Wer sich oft im Gebirge aufhält, wird mit Sicherheit einen Höhenmesser bzw. ein Barometer zu schätzen wissen. So ein Instrument ist in einer Gegend in der Höhenmeter mehr zählen wie die auf einer Karte zurückgelegte Strecke wichtiger für die Orientierung wie ein Kompass. Zudem lassen sich mit seiner Hilfe auch leichter Wetteränderungen voraussehen und man kann rechtzeitig entsprechend reagieren.

Gerade wenn man aufs Gewicht achtet und keine navigatorischen Höchstleistungen vollbringen muss ersetzt ein in die Uhr integrierter Kompass ein zusätzliches Gerät. Auch wenn es hier qualitativ große Unterschiede gibt können sie doch in der Regel zumindest recht zuverlässig Nord von Süd unterscheiden und einem damit die meist ausreichend Genaue Richtung angeben.

Wer es dann noch etwas genauer mit seiner Position nimmt kann sich mittlerweile sogar über in Uhren integrierte GPS-Empfänger freuen. Allerdings muss ich der Euphorie hier gleich mal einen Riegel vorschieben. Ein GPS-Empfänger ist in der Regel ein richtiger Stromfresser und die Akkus die in solchen Uhren verbaut sind haben für einen solchen Einsatz nur eine geringe Kapazität. Für das ständige Aufzeichnen einer Joggingrunde reicht es dann zwar doch. Wer aber versucht schon seinen Tagesausflug komplett aufzeichnen zu lassen stößt schnell an die Grenzen. In der Regel lassen sich bei einer Wochenendtour einige wenige Messungen zwischendurch aber durchaus verkraften.
Neben der Akkuleistung ist auch die Empfangsleistung nicht mit ausgewachsenen Geräten zu vergleichen. Und wer denkt, mit einer solchen Uhr mal zwischendurch ein paar Geocaches zu suchen wird in der Regel bitter enttäuscht. Dafür ist die Positionsbestimmung zur Zeit noch zu träge, nicht exakt genug und auch nicht so störunanfällig wie bei Geräten mit größerer Antenne.
Nicht desto trotz kann so ein Empfänger als backup einem schonmal in der entsprechenden Situation den richtigen Weg zeigen.

Und was für eine Uhr trag ich selber?

Ein Klassiker unter den Funktionsuhren und nicht nur einer meiner Lieblinge sondern auch der treue Begleiter vieler anderer Outdoorenthusiasten ist die Vector von Suunto (55 Gramm).

Meine begleitet mich nun seit über 10 Jahren. Neben der Uhrzeit verfügt sie über ein recht zuverlässiges Barometer/ Höhenmesser, und einen Kompass. Einige wundern sich über diese komische Blase auf dem Display der Uhr. Dies ist eine Libelle wie bei einer Wasserwaage und dient dazu den Kompass in der Waage zu halten.
Die Uhr ist nicht nur für ihre Größe und Ausstattung angenehm leicht, sondern vor allem zuverlässig und auch bei schlechten Bedingungen gut ablesbar. Das sich diese Uhr so bewährt hat merkt man auch schon an der Tatsache, dass dieses Modell seit Jahren  nahezu unverändert in der Produktpalette von Suunto zu finden ist.

Neben der Vector besitze ich noch eine X6HR M von Suunto (100 Gramm) die neben den Funktionen der Vector noch mit einem Herzfrequenzmesser aufwarten kann, der mittels eines separaten Brustgurtes den Puls an die Uhr überträgt.

Das edle Metallgehäuse verschafft ihr zwar ein wertigeres Aussehen, dafür aber auch deutlich mehr Gewicht. Für Touren greife ich daher gerne auf die Vector zurück. Einen Pulsgurt hab ich beim Wandern eh nie vermisst.

Ein besonderes Schmuckstück ist die Suunto X9i (77 Gramm).

Grundsätzlich verfügt auch die X9i neben der Uhr und Datumsanzeige über Kompass und Barometer. Neben einem deutlich komfortableren Menü wie bei den beiden anderen Uhren ist der wesentliche Unterschied aber der integrierte GPS-Empfänger. Wie oben aber bereits erwähnt ist dieser kein vollwertiger Ersatz für ein richtiges Gerät. Hilfreich war er aber doch schon ab und zu. Interessant bei dieser Uhr ist die Tatsache, dass man keinen Batteriewechsel vornehmen kann, sondern sie stattdessen per USB aufladen muss. Dies ermöglich (wie auch bei der X6HR M) einen Abgleich der Daten mit dem PC. Auf dem Uhrendisplay kann man an einem Balken den Ladestand der Uhr wie bei einem Handy ablesen, was besonders praktisch ist um eine Übersicht über den Verbrauch im GPS-Modus zu behalten. Ohne GPS-Nutzung hält eine Ladung für knapp 2 Monate. Mit gelegentlichen GPS-Messungen reduziert sich die Laufzeit auf wenige Stunden.

Von Hightech zur Lowtech könnte man meinen wenn ich die letzte Uhr in meiner Sammlung (Hersteller Traser, Modell unbekannt, Gewicht ink. Kompass 52 Gramm) vorstelle.

Auf den ersten Blick handelt es sich um eine (wenn auch robuste) klassische Analoguhr. Praktisch ist dabei die Datumsanzeige, die einem bei längeren Touren schonmal hilft die Wochentage nicht durcheinanderzubringen und Sonntags auf einen geöffneten Laden zu hoffen. Damit man auch im Dunkeln noch die Zeit ablesen kann verfügt dieses Modell über sog. Traser-Elemente. Das sind kleine Glasröhrchen, die innen mit einer fluoreszierenden Masse beschichtet sind und in die eine winzige Menge radioaktives Tritium eingebracht ist. Im Gegensatz zu gewöhnlicher nachleuchtender Farbe hat dies den Vorteil, dass man die Uhr nicht erst mit einer anderen Lichtquelle "anleuchten" muss. Diese Traser-Elemente leuchten einige Jahre auch bei völliger Dunkelheit zuverlässig weiter.
Auch wenn man mittels der Uhrenzeiger und dem Sonnenstand die Himmelsrichtung grob bestimmen kann habe ich die Uhr mit einem einfachen Knopfkompass erweitert. Damit lässt sich schnell und einfach zumindest die grobe Himmelsrichtung bestimmen, was in den allermeisten Fällen und Gegenden vollkommen ausreicht.


Aber welche ist nun mein Favorit?

Wie man sieht hat sich bei mir über die Jahre einiges an solchen Zeitmessern angesammelt. Wenn ich mich aber für eine Uhr entscheiden müsste, viele meine Wahl wohl immer auf die Vector. Sowohl im Alltag als auch auf den meisten meiner Touren greife ich auf diesen Senior in meiner Sammlung zurück. Bisher hat sie mich noch nie im Stich gelassen und mir immer treue Dienste geleistet, weshalb ich ihr diese Jahr nun auch endlich mal ein neues Armband spendiert habe. (Das Ducttape am alten wurde mit der Zeit doch etwas unansehnlich).


Jetzt bleibt nur noch die Frage zu klären:

Wieviel Funktion braucht Eure Uhr?

Donnerstag, 2. September 2010

Wie Hannibal über die Alpen (unsere Ausrüstung)

Nachdem ich Eure Geduld mit einem dreiteiligen Bericht unserer diesjährigen Sommertour hoffentlich nicht allzu sehr strapaziert habe will ich Euch zum Abschluss noch einen Einblick in unsere Ausrüstung geben.

Die Tour ist ja leider nicht wie geplant verlaufen und somit hätten wir wohl vieles anders gemacht, wenn wir uns die tatsächlich gelaufene Route schon vorher so zurecht gelegt hätten.

Der E5 ist grundsätzlich als Hüttentour ausgelegt und die Mitnahme eines Zeltes damit schlichtweg überflüssig. Allenfalls ein Biwaksack als notwendiges Backup in den Bergen währe angemessen.
Für die Hütten reicht dann in der Regel auch ein einfacher Hüttenschlafsack bzw. Schlafsackinlett. Das sollte man (wenn man mit Hüttenübernachtungen rechnet) auch möglichst dabei haben, erhält man in den Alpenhütten in der Regel nur eine Matratze und eine normale Wolldecke.
Muss man damit rechnen keinen regulären Schlafplatz mehr zu bekommen (Hauptsaison!) bietet es sich an zusätzlich einen leichten Schlafsack oder Quilt sowie eine Isomatte mitzunehmen. Dann kann man zur Not auch in der Gaststube der Hütten bequem schlafen.


Auch wenn es nicht gleich eine Umhängetasche sein muss, tut man doch gut daran, einen kleinen und leichten Rucksack zu wählen. Währen Rike und ich von vorne herein den E5 als Hüttentour angegangen, hätte uns wohl ein huckePack für beide gereicht.


Da man auf den Hütten auch immer günstig und reichhaltig verköstigt wird währe auch ein Kocher und zusätzliche Verpflegung überflüssig. Zudem kommt man oft genug durch kleine Dörfer wo man sich zusätzlich mit Knabberkram und Müsliriegeln eindecken kann.

Soviel zu dem "was währe wenn". Tatsächlich hatten wir nun ja aber doch ein paar Gramm mehr mit. Und neben der Tour in den Alpen hat es uns anschließend noch in die Dolomiten verschlagen. Was ist also mit den Sachen, die wir dabei hatten?

Da währen zuerst mal unsere Rucksäcke


Während ich auf mein Vorserienmodell eines Laufbursche huckePacks aus X-Pac setzte, durfte Rike sich über einen nagelneuen, auf Maß geschneiderten huckePack aus lindgrünem SilNylon freuen. Dafür nochmal herrzlichen Dank nach Köln. Wie nicht anders zu erwarten haben beide Packs die Tour klaglos und ohne Mängel überstanden.
Die Rucksäcke trugen sich während der Tour sehr bequem und das trotz gesamter Ausrüstung inkl. Vollverpflegung für eine Woche (3500 Gramm) und zwei Litern Wasser.
Auch der einfache Zugang zu den Seitentaschen für Wasser, Riegel, Fotoapparat etc. war mehr als praktisch. Das ist ein UL-Rucksack wie er sein sollte und für die meisten Touren wohl unsere erste Wahl.
Wird Zeit, dass der Laufbursche in den offiziellen Verkauf geht! (Das war ein Wink mit dem Zaun.)

Als Behausung hatten wir auf das GoLite ShangriLa 2 gesetzt.


Dies hatte mehrere Gründe. Zum einen wollten wir für die Berge eine etwas geschlossenere und geschütztere Behausung haben wie ein offenes Tarp (obwohl dieses leichter gewesen währe). Aber vor allem haben wir das ShangriLa schon etwas länger in unserem Fundus, ist aber bisher nie richtig zum Einsatz gekommen.
Für die Berge haben wir lediglich das ShangriLa ohne den optionalen Mückenschutz mitgenommen. Als Boden haben wir in den Bergen auf eine Plane aus Tyvek gesetzt.

Der Aufbau des ShangriLa 2 geht erstaunlich schnell und einfach. In alle vier Ecken einen Hering. Mit Trekkingstöcke das Ganze aufrichten, an den Seiten mit je einem weiteren Hering abspannen und die Abspannpunkte kurz nachziehen. Fertig.

Das Shelter ist für zwei Personen aufgrund seiner Höhe und Länge sehr geräumig und macht auch durch seine eher klassische Zeltform einfach nur Spaß ist aber über dies ein sehr wetterfestes und erstaunlich windstabilen Zelt.
Auch die Möglichkeit das ShangriLa zur besseren Belüftung in der Höhe zu variieren und damit den Spalt zum Boden hin zu vergrößern ist großartig. Kann man damit doch der Kondeswasserbildung der Einwandkonstruktion entgegenwirken. Zumal diese Verstellung auch von Innen heraus möglich ist und man so den Schutz seines Zeltes nicht verlassen muss.
Für ein solch geräumiges Zelt ist auch das Packmaß sehr handlich gelungen und es ist kaum größer wie die meisten Tarps.
Während unserer späteren Tour haben wir dann auch auf den regulären Boden zurückgegriffen, der aber wohl dringend einer Überarbeitung bedarf. Die Möglichkeit diesen in das ShangriLa einzuhängen ist mehr als Mangelhaft und der eigentlich seitlich hochgezogene Boden liegt in der Regel immer flach auf. Ob es da eine Verbesserung beim 2010er Modell gegeben hat kann ich leider nicht sagen.

Als Schlafsack
hatten wir in den Hütten aus hygienischen Gründen normale Seiden Inletts dabei. Diese kann ich auch jedem Hüttenwanderer nur wärmstens empfehlen. Zumal sie recht leicht (je nach Größe etwa 100 Gramm), hautfreundlich und bei sommerlichen Temperaturen auch als leichter Schlafsack dienen können. Ansonsten aber hat uns diesmal unser frisch gebackener Daunenquilt begleitet. Über diesen werde ich zwar noch einen eigenen kurzen Bericht schreiben (Versprochen!) aber ich will schonmal soviel verraten: Er ist kuschelig warm. Groß genug für zwei. Klein verpackbar und vor allem leicht! Für uns nie mehr was anderes!

Nach den "großen Drei" gibt es noch ein paar andere Dinge über die ich ein paar Worte verlieren möchte.

Zum einen währen da unsere Schirme
die uns erneut da trocken gehalten haben, wo GoreTex kapituliert hätte. Viel will ich dazu jetzt nicht mehr sagen, sollte doch jeder Leser dieses Blogs doch mittlerweile meine Einstellung zu Schirmen kennen. Ich kann nur jedem wärmstens empfehlen selber mal einen Schirm auf Tour auszuprobieren. Die seltsamen Blicke der übrigen Wanderer verschwinden spätestens dann, wenn man als einziger am Abend in trockenen Sachen da steht, ohne vom Regen gebeutelt worden zu sein oder in seiner Regenmontur im eigenen Schweiß gestanden zu haben.

Bei der Bekleidung
muss ich mich bei Henrik vom Trekking-Lite-Store bedanken, der mir nicht nur in dieser Hinsicht geholfen hat, sondern auch beim Zusammenstellen einiger anderer Teile unserer Ausrüstung für unsere Tour.
Zum Testen hatte ich auf ein Montane Bionic T-Shirt aus Spoortwool zurückgegriffen. Dabei handelt es sich um ein Mischgewebe aus Kunstfaser und Merinowolle, das die Vorteile beider Stoffe kombinieren soll. Oft sind solche Kombinationen ja mehr oder weniger immer ein Kompromiss an die Funktionsfähigkeit der einzelnen Komponenten.
Den Eindruck konnte ich bei dem Montane-Shirt aber nicht gewinnen.
Das Montane Shirt hab ich fast durchgängig getragen. Nicht nur, dass es sich trotzdem strickt geweigert hat zu riechen, es hat vor allem unglaublich gut klimatisiert. Selbst im stärksten Regen hab ich oft nicht mehr als das Shirt (oft in Kombination mit dem Schirm) getragen und obwohl es dadurch meist durch und durch nass war hielt es mich warm. Bei Pausen konnte es dann wiederum auch so schnell trocknen, dass mir der Gedanke "etwas Trockenes" anzuziehen schlichtweg gar nicht kam. Auch zum Schlafen hab ich das Shirt gleich anbehalten.
Rein von der Funktionalität her bisher das beste Material das ich als Baselayer kennen gelernt habe. Und das obwohl ich sowohl schon verschiedene Merinostücke als auch diverse Kunstfasern ausprobiert habe. Allerdings fühlt sich das Material beim erstem mal Tragen nicht ganz so glatt/ geschmeidig an wie viele andere Hemden, was wohl dem hohen Wollanteil zuzurechnen ist. Auch die Waffelstruktur auf der Außenseite ist nicht ganz so unempfindlich wie bei anderen Hemden. Sich z.B. mit dem Shirt auf eine grobe Holzbank legen sollte man überlegen, da die feinen Fasern gerne an dem rauen Holz hängen bleiben und man sich so Fäden ziehen kann. Wenn man das aber beachtet hat man ein unvergleichlich gutes und komfortables Ausrüstungsteil.


Als kurze Hose durfte ich die GoLite Mesa Trail 7" Run Short testen
Die GoLite Shorts hat sich auf der Tour als mein wirklicher Favourit herausgestellt. Selbst im stärksten Regen schien die Hose trocken zu bleiben, was meine Frau recht unzufrieden feststellte, da ihre Hose durch das Wasser regelrecht an der Haut klebte. Dementsprechend schnell war es auch fast nie nötig sie zum Trocknen aufzuhängen.
(Nur am Ende vom Urlaub wo ich sie als Badehose genutzt habe waren ein paar Minuten in der Sonne nötig um das breite Bündchen zu trocknen.)
Bei trockenen Wetter war die Hose wiederum angenehm luftig. Als Ergänzung zu der Shorts hat mir dann auch eine Berghaus PacLite Regenhose gereicht, auf die ich aber nur sehr selten (bei niedrigen Temperaturen) zurückgegriffen hatte. Auch der sonstige Tragekomfort hat diese Shorts zu einem meiner Lieblingsteile werden lassen. Und bei all dem ist die Hose noch lang genug und "normal" genug geschnitten, dass man sie auch ohne Probleme in der Stadt anziehen kann.


Ergänzend zu der Oberbekleidung
haben wir auch unsere Montane Featherlight Smocks erneut schätzen gelernt. Zwar gibt es mittlerweile leichtere Windhemden auf dem Markt. Die Montanes sind jedoch nach wie vor robust, federleicht und in allen Wetterlagen mehr als zuverlässig. In Kombination mit einem Schirm kaum noch zu toppen.


Als Schuhwerk für diese Tour
hatten wir uns für terrocs von INOV8 entschieden.




Leider war mein Modell mit Goretex ausgestattet. Das scheint zwar auf den ersten Blick bei Regen das Vernünftigste zu sein stellt sich aber bei genauerer Betrachtung als Problem heraus. Einerseits hält so eine Membrane bei einem Schuh nicht so lange wie gewünscht und zweitens gelangt bei flachen Schuhen das meiste Wasser in der Regel von oben rein. Durch die Membrane hat das erstmal eingedrungene Wasser keine Möglichkeit mehr rauszulaufen. Auch das Futter erschwert eine schnelle Trocknung.
Wie auch immer. Die terrocs hatten sich für diese Tour als die idealen Schuhe herausgestellt. Selbst auf dem nassen Fels boten sie uns immer erstaunlichen Halt und waren trotz Dauerregen und Bachdurchquerungen immer recht schnell trocken (was man von den schweren Stiefeln anderer Wanderer nicht behaupten konnte).
Dank Ultraleichtausrüstung war es für uns auch bei schwierigem Gelände kein Problem uns ganz auf Halbschuhe ohne Knöchelschutz zu verlassen. Und es war das erste mal, das keiner von uns beiden weder mit Blasen noch mit schmerzendem Fußgelenk unterwegs war.
In Kombination mit den Schuhen haben wir auf dünne Merinosocken von Smartwool gesetzt. Auch hier waren wir vollends zufrieden.


Bei unserer Kochausstattung waren wir diesmal etwas experimentell.
Da wir für diese Tour das erste mal komplett auf Freezerbag-Food setzen wollten, reichte es uns Wasser zum Kochen zu bringen. Ein richtiger Topf war damit nicht notwendig. Gegessen wurde auch direkt aus dem Beutel.
Als Kocher wurde uns dann freundlicherweise mit einem Caldera Keg vom Trekking-Lite-Store ausgeholfen, den wir in der Höhe auf Herz und Nieren testen durften.


Der Caldera Keg funktioniert wie erwartet einwandfrei. Im Vergleich zu manchen anderen Spiritusbrennern erscheint er zwar subjektiv aufgrund des verwendeten Brenners nicht als der schnellste (der Brenner arbeitet drucklos), ist dafür aber mit Sicherheit einer der sparsamsten, was bei der Länge unserer Tour zu unerwartet hohen Einsparungen an Spiritus geführt hat. Und das trotz der Höhe in der wir teilweise gekocht haben und dem Tee, den wir ebenfalls im Keg zubereitet haben (wer sagt eigentlich, eine Bierdose sei nur zum Wasser erhitzen gut?).
Der Brenner läßt sich aber auch z.B. durch einen MYOG-Dosenkocher für eine etwas kürzere Kochzeit austauschen. Wobei der Spiritusverbrauch dann vermutlich aber in die Höhe steigen wird. So ist das System sehr gut auf die einzelnen Komponenten abgestimmt.
Vor allem die schmale aber stabile Standfläche für den Einsatz in den Bergen und das praktische Packmaß sind aber echt überzeugend. Auch die Größe der als Topf verwendeten Dose reicht zur Zubereitung von zwei Freezerbag-Mahlzeiten aus. Dank des Gummischutzes am Rand der Dose konnte man auch Tee direkt bequem aus diesem Töpchen trinken.


Für längere Touren werden wir jedoch wieder auf ein anderes System zurückgreifen. Nicht etwa weil uns der Caldera Keg nicht zugesagt hat. Bei kürzeren Touren werden wir ihn wohl auch weiterhin nutzen.
Wir haben lediglich festgestellt, daß für uns eine 100% Freezerbag-Verpflegung einfach nicht das Wahre ist. Einerseits futtern wir auch gerne mal unterwegs ein paar leckere Sachen (z.B. in den Hütten) andererseits wollen wir uns nicht schon vor einer Tour festlegen, was wir in zwei Wochen essen werden. Dafür sind wir diesbezüglich zu spontan. In Zukunft werden wir wohl halbe-halbe machen. Selbstzubereitetes Freezerbagfood als günstige, leichte und schnelle Verpflegung für unterwegs, ergänzt mit frischen Sachen, die vor Ort erworben werden. Das bedeutet dann aber auch wiederum ein etwas schwereres Kochset (mit einem richtigen Topf) zum Zubereiten der frischen Zutaten.
Ich denke aber, dass sich das Gewicht trotzdem relativiert, da wir so ja auch nicht mehr für die gesamte Tour Verpflegung mitschleppen.


Bliebe zuletzt noch der StickPic.
Wer kennt nicht diese komischen Bilder die jemand von sich selber entweder mit Selbstauslöser oder mit dem ausgestreckten Arm von sich selber geschossen hat und wo dann nur die Hälfte des Kopfes zu sehen ist? Mit dem StickPic kann man das geschickt umgehen. Man schraubt dieses kleine Helferlein einfach an das Stativgewinde seinen Fotoapparates (kann dort auch ohne zu stören bei normalen Fotos verbleiben) und steckt das Ganze anschließend auf die Spitze seines Trekkingstocks.
Der Stock sorgt dann bei Selbstportraits für den nötigen Abstand zum Motiv. Somit gelingen Bilder bei denen neben dem Fotographen auch noch der Hintergrund zur Geltung kommt. Und das beste daran: Der StickPic ist gerade mal so groß wie eine Walnuss und mit 11 Gramm auch kaum schwerer. Auch Anhänger der UL-Philosophie können es so verschmerzen ihn in ihrem Gepäck mitzuführen. Wie Knilch und Rio beweisen.


Eigentlich ist der SticPic in erster Linie für den Solo-Wanderer entwickelt worden. Aber auch zu zweit hat man nun endlich eine einfache und funktionierende Möglichkeit sich auf seinen Urlaubsbildern als Paar festzuhalten.


Und neben den eher traditionellen Selbstportraits ermöglicht dieses kleine Teil auch mal eine andere Perspektive auf manche Dinge zu werfen... ;-)








Mittwoch, 1. September 2010

Wie Hannibal über die Alpen (Teil 3)

Und hier kommt die Fortsetzung:


Nachdem wir unsere ursprünglich geplante Alpentour abgebrochen hatten, waren wir nun mit neuem Plan unterwegs in die Dolomiten.

Südlich der Alpen wurden wir dann auch gleich mit sonnigem Wetter begrüßt,


dass sich dann zu unserem Glück auch noch in den Dolomiten hielt.

So konnten wir uns in der warmen Sonne nicht nur über die Blumen freuen,

sondern auch über den Ausblick, der uns in den Alpen fast immer durch die tief hängenden Wolken verwehrt geblieben war.
Auch wenn die Dolomiten nicht so weit von den Alpen entfernt sind und wir auch hier Bekannten wie Murmeltier und Co. begegneten, konnten wir diesen Kameraden jedoch nicht so ganz einordnen.


Aufgrund der schönen Wetterlage hier vor Ort zogen wir es dann auch vor unter freiem Himmel zu schlafen. Ein Biwak ist doch bei weitem schöner wie eine überfüllte Berghütte mit unzähligen Schnarchern und zum Lüften aufgehangenen Socken. Insbesondere, wenn man sich in den selbstgenähten 2-Personen-Daunenquilt betten kann. Und wenn es dann noch ein leckeres, selbst zubereitetes Freezerbag-Meal als Betthupferl gibt, schläft es sich noch mal so gut.



Nachts zog es dann allerdings doch etwas an weshalb wir uns dazu entschlossen unser GoLite ShangriLa 2 einfach über uns aufzubauen.


Des morgens wurden wir dann auch mit einem grandiosen Sonnenaufgang begrüßt, der die umliegenden Berge in ein wahres Farbenspiel tauchte.


Und bei unserer weiteren Tour hatten wir auch das Glück eines der immer seltener werdenden Edelweiß zu finden.


Doch getreu nach dem Motto "Leave nothing but footprints, take nothing but photos!" ließen wir das kleine Pflänzlein im Schutze des Felsens zurück und wurden auch umgehend mit fabelhaften Ausblicken auf die Bergwelt belohnt.


Bei einer kleinen Berghütte, die wir für eine kurze Frühstückspause nutzten, wurden wir dafür etwas misstrauisch von einem ihrer Bewohner beäugt, der uns zudem ein Frühstücksei strickt verweigerte.


Und nachdem die Sonne sich auch gegen die letzten Wolken erfolgreich durchsetzen konnte wurde es auch mal Zeit unseren Quilt zu lüften.


Nach dieser kurzen Pause ging es dann für uns wieder an den steinigen Abstieg.

Nicht aber ohne auf halber Strecke bei einer Hütte noch eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen. Na, wenn es schonmal so lecker duftet bleibt man auch nicht lang allein...


So war es uns dann am Ende doch noch vergönnt ein paar sonnige Tage in den Bergen zu verbringen. Und neben großartigen Aussichten, schönen und anspruchsvollen Routen hatten wir hier zum ersten mal seit unserem Start in Oberstdorf nicht mehr das Gefühl unter einem Zeitdruck zu stehen, der uns auf dem E5 irgendwie ständig begleitet hat. Nach ein paar Tagen in den Dolomiten wendeten wir uns dann schließlich dem dolce vita in Italien zu, bevor es dann endgültig für uns an die Rückreise ging.

Um diesen Bericht aber noch ausklingen zu lassen, hab ich noch ein paar Impressionen unserer Tour bis zum Ende aufgespart:




(Mit einem Klick auf die Diashow gelangt ihr zum Onlinealbum.)