Das neue Jahr haben wir spontan mit einem Ausflug begonnen. Nachdem wir schon am 1. Januar eine Runde durch den nahe gelegenen Wald gemacht hatten, packten wir zwei Tage später unsere Rucksäcke für einen ausgedehnteren Ausflug durch die verschneite Eifel.
Während meine Frau dabei eher klassisch, mit Lederstiefeln, FjällRaven Hose und Anorak unterwegs war, nutzte ich die Gelegenheit um mein Wintersetup nochmals in der Praxis auf Herz und Nieren zu überprüfen. Schließlich will ich ja nicht auf dem Winterforumstreffen frieren.
Als Kälteschutz in den Pausen hab ich dabei auf die Warmpeace-Daunenweste zurückgegriffen. An den Füßen hatte ich nicht wie ursprünglich geplant meine wasserdichten Lowa-Renegade mit GoreTex-Membrane, sondern die Asics Trail Attack. Auch wenn sie über keine wasserdichte Membrane verfügen wollte ich sie doch auch mal unter verschneiten Bedingungen testen.
Mit dabei war natürlich der neue Laufbursche-Pack.
Das Wetter blieb während unserer Tour durchweg auf unserer Seite. Abgesehen von zeitweise leichtem Schneefall blieb es durchgehend stabil und nahezu windstill.
Die Temperaturen lagen dabei zwischen -7°C und -9 °C Grad.
Unser Ausflug hat mir mal wieder gezeigt, daß es durchaus möglich ist auch mit weniger, bzw. dünnerer Kleidung unterwegs zu sein, sofern diese überlegt ausgewählt ist.
Obenrum hat mich während des Laufens das lange Unterhemd, das dünne Powerstretch-Fleece und der Featherlight-Smock ausreichend warm gehalten. Die Daunenweste hatte das nötige Wärmeplus um mich dann auch in den Pausen angenehm zu wärmen.
An den Beinen hielt mich die 3/4 Lauftight warm, während die Montane Terra Light Pants nicht nur den Wind zuverlässig abhielt, sondern zudem auch den Schnee problemlos abperlen ließ. Das sogar besser als die G1000-Hose meiner Frau. Auf den Einsatz der Berghaus PacLight Hose konnte ich somit verzichten.
Die Schuhe hatten auch bei Eis und Schnee einen hervorragenden Grip, so das ich mir ums Ausrutschen keine großen Gedanken machen brauchte. Allerdings merkte ich schon bald, daß trotz eng sitzender Gamaschen meine Füße bald nass waren. Das Gewebe der Schuhe ist halt einerseits nicht wasserdicht, andererseits war es dann doch nicht so kalt, als das der Schnee am Schuh vom Schmelzen abgehalten würde.
Ein großes Problem stellte das für mich aber trotzdem nicht da. Während des Laufens blieben meine Füße Dank der Bewegung angenehm warm. Von kalten Stellen keine Spur. Hier sieht man mal wieder wie wichtig es gerade im Winter ist Schuhe so auszuwählen, daß die Füße noch die Möglichkeit haben sich zu bewegen und die Durchblutung nicht durch zu enge Schnürung oder Platzprobleme eingeschränkt wird.
Das gilt nicht nur für Trailrunner sondern auch für feste Bergstiefel.
Lediglich während der Pausen wurde es dann an den Füßen merklich kühler. Allerdings hielten mich meine Socken mit ihrem hohen Wollanteil noch ausreichend warm.
Bei Touren über mehrere Tage würde ich allerdings eher wasserdichte Schuhe bevorzugen. Gerade wenn man keine Möglichkeit hat die Schuhe an einem warmen Platz zu trocknen besteht die Gefahr, daß solchermaßen durchnässte Schuhe über Nacht regelrecht einfrieren. Zwar könnte man diese am nächsten Tag wieder "weichtragen", aber solange es funktionierende Alternativen gibt greife ich dann doch eher auf diese zurück.
Der Laufbursche-Pack war probehalber erneut mit kompletter Ausrüstung gepackt gewesen. Und erneut überzeugte er mich durch seine tadellosen Trageeigenschaften. Selbst die Handhabung mit warmen Handschuhen stellte keine Herausforderung da. Und obwohl sich in seinem Inneren nicht nur Isomatte, Schlafsack, Tarp und warme Kleidung und Verpflegung (nebst einer großen Thermosflasche) tummelten, ließ sich sein Inhalt durch den ausgeklügelten "Deckel" problemlos erreichen und durchstöbern.
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