
Wer draußen ein Feuer entzünden möchte, steht oft vor der Herausforderung geeignetes Material zum Entzünden des Feuers zu finden. Dabei ist es egal ob man nun an ein klassisches Lagerfeuer oder an einen Holzkocher denkt. Es gibt nahezu unzählige Möglichkeiten für mehr oder weniger effizienten Zunder. Neben Dingen, die man in der freien Natur vorfinden kann, wie etwa Birkenrinde oder auch gewissen Pilzen, bietet es sich an schon fertigen Zunder mit sich zu führen.
Zwar gibt es fertige Produkte wie Maja-Dust oder diverse Magnesiumstarter, diese sind aber vergleichsweise teuer.
Ein beliebtes Mittel, das man auch leicht zuhause vorbereiten kann ist mit Vaseline angereicherte Watte. In einem Ziplockbeutel lässt sich für mehrere Tage ein ausreichender Vorrat wasserfest verpackt mitführen.
Ein vollkommen unbeachteter und hoch effektiver Zunder ist der sogenannte "Dryer Lint" wie er im englisch sprachigen Raum genannt wird. Gemeint sind damit die "Wollmäuse", die man bei einem Wäschetrockner im Flusensieb vorfindet.

Dabei handelt es sich um die gesammelten Flusen der im Wäschetrockner getrockneten Wäsche.

Diese sind nicht nur besonders "fluffig" und bieten damit eine große Oberfläche, die guten Nährboden für Funken liefert. Diese Flusen sind auch regelrecht hitzebehandelt, d.h. in der Regel staubtrocken und somit hochentzündlich. (Ein guter Grund warum man auch regelmäßig das Flusensieb säubern sollte, will man nichts riskieren)
Schon eine nußgroße Menge reicht aus um ein Feuer zu starten.
Hier mal ein kleiner Probeaufbau mit den "Überresten" meiner Wäsche vom Wintertreffen.
Der Zunder liegt parat...
...die Funken fliegen...
...und der Dryer Lint brennt.
Ich habe Feuer gemacht!
(mal wieder...)
Einen Hinweis zum Schluss:
Je höher der Anteil an Kunstfaser im Dryer Lint umso schlechter kann man ihn entzünden. Reine Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle brennen am besten.
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