Donnerstag, 11. März 2010

100 Gramm Kochvergnügen


Vor kurzem bin ich in den Besitz eines Esbit-Titankochers gelangt. Eigentlich kaum mehr als ein leichtes, faltbares Dreibein mit einer kleinen Schale die als Auflage für eine Brennstofftablette dient.
An sich zähle ich nicht unbedingt zu den Nutzern von Trockenbrennstofftabletten, obwohl diese durchaus praktisch erscheinen.
Angeregt durch eine Diskussion bei Trekking-Ultraleicht.de entschloss ich mich doch mal mit diesem kleinen Teil rum zu experimentieren. Irgendwie sollte sich der Kocher doch auch mit Spiritus betreiben lassen. 
Nach verschiedenen Versuchen mit unterschiedlichsten Kochertypen (Pepsican, Teelicht, etc.) bin ich am Ende bei einem einfachen Schraubdeckel gelandet. Von der Größe her flach genug um zwischen Dreibein und Topf zu passen und breit genug um den Topf gleichmäßig zu erhitzen.

Zusammen mit meinem BPL-Firelight SUL 550 Titanium Cookpot (was für ein Name...), dem dazu passenden BPL-Firelight SUL Long Handled Titanium Spoon (dient gleichzeitig als Topfgriff), dem Esbit-Titankocher, und einem simplen Windschutz aus dünnem Aluminiumblech wiegt das gesamte Setup 100 Gramm!

Aufgebaut sieht das dann in etwa so aus:
(zum besseren "Einblick" in den Aufbau habe ich den Windschutz auf diesem Bild nicht ganz geschlossen)

Selbstverständlich gibt es sogar noch leichtere Möglichkeiten, die Leistung dieses Systems hat mich aber dann selber überrascht.
Zum Testen füllte ich den Topf mit 400 ml Leitungswasser (Zimmertemperatur), füllte den Schraubdeckel der mir nun als Schale dient mit etwas Spiritus und startete den Versuch.


Nach schon 3 Minuten fing das Wasser im Topf  an zu kochen. 

Nach insgesamt 4,5 Minuten musste ich das brodelnde Wasser vom Kocher nehmen um ein Überkochen zu verhindern.

Zu dem Versuch muss ich sagen, dass alles drinnen, d.h. bei Raumtemperatur und bei absoluter Windstille stattgefunden hat. Wie sich dieses System draussen bewährt werde ich noch testen. Die bisherige Leistung hat meine Erwartungen jedoch schon um Längen übertroffen. 

Kommentare:

  1. Sehr cool, Basti, gefällt mir. Muss bei der nächsten Bestellung von UOG wohl auch mal so ein Dreibein mitbestellen.

    Wie hast Du die Löcher in den Topf bekommen, um den Löffel durchzustecken?

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  2. nutze den Esbit Kocher meist ganz ähnlich; als Kocher tut es bei mir der Deckel einer diabolodose oder auch einfach nen leeres Teelicht, dass ist aber dann nicht ganz so stabil.

    Leider bin ich bisher noch nicht zum testen gekommen was draußen nun insgesamt die effektivste Variante ist: leerer Deckel? myog Teelichtbrenner? nur Esbit? Pfefferminzbrenner? oder vielleicht ganz auf Esbit Dreibein verzichten und nur nen mini cat stove?

    Wollte halt schnell was zu Essen und keine aufwändige Versuchsreihe :-D

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  3. "Wie hast Du die Löcher in den Topf bekommen, um den Löffel durchzustecken?"
    - mit viel Geduld!
    Mal Spaß beiseite. Einfach war das tatsächlich nicht, da das verwendete Titan sehr "zäh" ist. Mittels eines kleinen Winkelschleifers konnte ich schließlich zwei Schlitze reinfräsen um dann mittels eines Diamantschleifers die Rändern halbwegs formschön hinzukriegen.

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  4. Danke für den Basteltipp mit Winkelschleifer.

    Ein neuer Topf steht eh an, aber ich denke, dass ich wie Marcel zum größeren Esbit Topf tendiere.
    Dieser wird dann ähnlich wie bei Dir direkt mal um ein paar Grämmchen erleichtert ;-)

    Liebe Grüße

    Christian

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  5. That is very nice,

    Have you used Esbit fuel? I tried and it's quite good but requires an efficient windshield.

    There is some unpleasant smell with Esbit :-(

    http://maceachain.blogspot.com/2009/07/esbit.html

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  6. I've tried Esbit several times but I've never became a real friend of it. Although it's a nice alternative I prefer denatured alcohol.

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  7. Yes I agree, it seems an acceptable alternative but I still prefer meths/denatured alcohol.

    Maybe I'll try Esbit again next time out.

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  8. Moin Basti,

    habt ihr das Setup mitlerweile testen können? Habe heute von meinem MLD 850er Pot die Henkel abgetrennt und Löcher reingeschnitten für die Nutzung meines Löffels als Topfhalter - ist super geworden. Nur die Halterung der Henkel-Bügel traute ich mich nicht zu entfernen, denn sie ist mit 12 Nieten befestigt und ich befürchte eine Undichtigkeit. Der Topf wiegt jetzt 67 Gramm ohne Deckel.

    Ich vermisse natürlich etwas die Standfestigkeit und Effektivität des Caldera Cones. Darum die Frage nach deinen bisherigen Erfahrungen.

    Besten Dank!

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  9. Hey trush,

    Das Setup funktioniert soweit. An der Effektivität kann man aber bestimmt noch arbeiten. Zumindest ist das Ganze aber ein recht simples Kochset das bei kurzen Wochenendtouren vollkommen reicht und zumindest durch seine Einfachheit und seine kompaktes Packmaß überzeugt.
    Für richtige Touren greifen wir dann aber doch eher auf ein leistungsstärkeres System zurück. Sei es auf einen Caldera oder unseren Bushbuddy. Da kann man dann auch mal "richtig" kochen und nicht nur "Wasser erhitzen".

    Die Idee mit dem Löffel als Topfgriff ist übrigens auf dem ersten Forumstreffen von Trekking-Ultraleicht.de von Qnze ("Qbloggt.blogspot.com"), dem "Norweger" und mir entwickelt worden.

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  10. Esbit hab ich zuletzt bei der Bundeswehr benutzt! Aber das muss ich mal ins Auge fassen. Was ich da immer mitschleppe, ist im Vergleich dazu völlig bekloppt! Da gibt`s viel Optimierungsbedarf!

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