Montag, 17. Mai 2010

"Leichte" Denkanstöße für ODS

Die gab es zumindest gestern auf dem Forumscamp von Outdoorseiten.net in Reuschenbach. Im Rahmen des dort geplanten Programms wurden auch ein paar Mitglieder von Trekking-Ultraleicht.de eingeladen um vor Ort eine kurze Einführung in die leichte Welt des Outdoorerlebnisses zu geben.

Das Trekking mit ultraleichtem Gepäck , d.h. mit weniger als 5 Kilo, in der Outdoorszene immer noch eher argwöhnisch beäugt wird, oder den meisten traditionellen Backpackern sogar noch völlig unbekannt ist deutete schon im Vorfeld auf eine angeregte Diskussion hin.

Also machten sich 7 unverzagte, überzeugte und vor allem erfahrene Ultraleichtwanderer auf nach Reuschenbach um mit Vorurteilen aufzuräumen und etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
(OT: Warum schreibe ich eigentlich nur auf Deutsch? "Etwas Licht zu bringen" würde im Englischen der Sache deutlich gerechter werden...)


Bevor es jedoch soweit war, fand noch ein Vortrag zum Thema Minimal Impact, d.h. Naturgerechtes Trekking statt. Ob geplant oder nicht, jedenfalls lieferte dieser interessante Vortrag einige gute Vorlagen an die wir später anknüpfen konnten.
So wurde z.B. angeraten eher Tarps anstelle von geschlossenen Zelten zu nutzen, da hier der Boden durch die geringere Stellfläche weniger leidet. Auch unsere mitgebrachten Holzkocher, egal ob der Caldera TiTri vom Knilch oder der Bushbuddy meiner Frau fanden unter dem Aspekt eines naturverträglichen, offenen Feuers ihre Freunde.

Ehe ich hier jetzt aber weiter vorgreife lass ich einfach mal den Laufburschen "sprechen":


Dieser hatte nämlich in vorbildlicher Weise mehrere "Setups", d.h. komplett gepackte huckePack-Rucksäcke vorbereitet. Zur besseren Veranschaulichung war eins dieser Setups vor den ODSlern systematisch ausgebreitet, so dass jeder die einzelnen Komponenten dieses Ultraleichten Systems in Augenschein nehmen konnte.

Zwei fertig gepackte Rucksäcke wurden derweil rumgereicht damit jeder sich selber mal von dem geringen Gewicht einer solchen Ausrüstung überzeugen konnte (und von der qualitativen Verarbeitung der Laufbursche-Rucksäcke und ihrer Ausstattung).
Neben der Ausrüstung die hier auf diese Art und Weise kurz vorgestellt wurde, wurde natürlich auch versucht auf einige wesentliche Aspekte des Ultraleicht-Trekkings einzugehen.
So wurde gezeigt, dass eine solche Ausstattung keine starre Packliste ist, an die man sich stoisch zu halten hat, sondern dass man seine Ausrüstung wohl überlegt an die unterschiedlichen Anforderungen einer Tour, als da währen zu erwartendes Wetter und Temperatur, Dauer der Tour, Geländeverlauf, mögliche Verpflegungspunkte, etc. , anpassen muss.
Auch das man im Gegensatz zu einer klassischen Ausrüstung nicht einfach in den nächsten Ausrüstungsladen spazieren kann um sich dort wie gewohnt einzelne Ausrüstungsteile zu kaufen, sondern dass eine Ultraleichtausrüstung auch unter dem Gesichtspunkt eines geschlossenen Systems betrachtet werden muss wurde erklärt. So sind die einzelnen Komponenten eines solchen Systems sehr genau aufeinander abgestimmt. Die Wahl des Schlafsacks beeinflusst die Wahl des Biwaksacks und des Tarps, ebenso wie ein Rucksack Einfluss auf die Isomatte (die ja in der Regel als "Rahmen" bei Ultraleichtrucksäcken herhalten muss) haben kann.

Damit die interessierten Zuhörer aber nicht nur neue Ideen mit nehmen konnten hat der Laufbursche auch großzügig ein paar exklusive Ultraleichtheringe verteilt. Zwar hielten die meisten diese Stäbchen auf den ersten Blick für gewöhnliche, chinesische Essstäbchen, aber die positiven Eigenschaften und das geringe Gewicht überzeugten von der Geeignetheit der robusten Bambuspflöcke als Zeltabspannungen.










Im Anschluss daran gab es für alle die Gelegenheit sich die mitgebrachten UL-Gimmicks näher anzuschauen. Besonders die aufgebauten Tarps wie die Tanzpaläste von Laufbursche fanden reges Interesse und so manch einer wird schonmal einen Blick in sein Portemonnaie geworfen haben...
Schon nach kurzer Zeit fanden sich die 7 Ultraleichtexperten in interessierten Gespräche mit den ODSlern wieder. Viele Zweifel konnten beseitigt werden und ebenso viele Fragen zu einzelnen Ausrüstungsgegenständen oder Techniken (wie z.B. das Anfeuern eines Holzkochers mit Dryerlint) konnten beantwortet werden.

Der Knilch stellte unter anderem auch sein Setup vor, dass er Anfang des Jahres erfolgreich im Finnischen Winter auf einer Forumstour von Trekking-Ultraleicht.de getestet hatte. Gerade dieses hatte bei den kritischen ODSlern, die selbst genug Wintererfahrungen mitbrachten, vor einiger Zeit zu einer angeheizten Diskussion im Forum geführt. Jetzt bot sich also auch mal die Gelegenheit die Quilt-Kombination selber mal näher in Augenschein zu nehmen und sich von der Leistungsfähigkeit dieses wohl durchdachten Setups zu überzeugen.









Und so fand sich am Ende für jeden etwas, dass ihn am Ultraleicht-Trekking faszienierte. Und sei es auch nur ein Fliegengewicht von Stativ für den engagierten Fotografen.
















Die Diskussionsrunde verlief schließlich weniger hitzig wie anfangs von einigen befürchtet. Vielmehr zeichnete sie sich durch echtes Interesse an der Materie und den damit gemachten Erfahrungen aus. Viele der Anwesenden konnten wohl mehr als nur ein paar Denkanstöße mitnehmen, sondern werden in Zukunft ihre eigene Ausrüstung wohl auch kritischer betrachten.
Und somit konnte auf das mitgebrachte Notsignal dann auch getrost verzichtet werden.

Vielen Dank an outdoorseiten.net e.V. die uns die Möglichkeit zur Verfügung gestellt haben ihnen mal einen Einblick in unsere leichte Welt des Trekkings zu geben. Auch der freundliche Empfang auf dem Forumscamp und das offene Miteinander sollten nicht unerwähnt bleiben.
Leider konnten wir aus Zeitgründen selber nicht mehr über Nacht bleiben, so dass wir den verbliebenen fünf TULern viel Spaß auf ihrer für heute und morgen geplanten Ultraleichttour wünschen.
Es hat uns wieder mal viel Freude bereitet die Zeit mit Euch teilen zu können und über die abendliche Runde am Lagerfeuer brauche ich an dieser Stelle wohl nichts mehr zu erwähnen...
Also bis zum nächsten mal!

Sonntag, 16. Mai 2010

Die Post ist da! (2)

Vor kurzem ist bei uns ja ein recht großes Paket eingetroffen. Was sich darin befand und was es damit auf sich hat, will ich heute aufklären.
Das es sich nicht um ein Ausrüstungsteil im eigentlichen Sinne handelt wurde ja schon zurecht vermutet. Wie es aber doch unsere zukünftigen Touren deutlich beeinflussen und wohl auch unser Baseweight weiter reduzieren wird, werde ich Euch nun zeigen.
Jetzt aber erstmal zum eigentlichen Inhalt des Packets.
In ihm befand sich...

(hier muss man sich nun einen Trommelwirbel vorstellen!)


...ein Dörrautomat!




(Jetzt bitte ein paar "Ahh" und "Ohh" -Rufe!)


Wir sind ja bekanntermaßen eher Feinschmecker wenn es um die Verpflegung on-trail geht. Einfache Müsliriegel oder Fertiggerichte waren noch nie so unser Ding. Und wer mal live miterleben durfte was man alles für Leckereien auch unterwegs und mit einfachen Mitteln zubereiten kann wird sich kaum vorstellen können, dass wir in Zukunft davon ablassen.
Die verschiedenen Ideen und Erfahrungen die bereits andere mit selbst getrockneten Snacks gemacht haben führten schließlich dazu, das auch wir erste Experimente gemacht haben und uns nun schließlich dazu durchgerungen haben einen eigenen Dörrautomaten anzuschaffen.

Aber was hat es denn jetzt eigentlich damit auf sich?

Nun. Die meisten werden wohl diese Trekkingnahrung in den auffällig silbernen Verpackungen kennen. Vom Prinzip her handelt es sich um "gewöhnliche" Fertiggerichte, die auf die speziellen Bedürfnisse des Outdooralltags zugeschnitten sind. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Uns haben diese Tüten bzw. deren Inhalt nie wirklich glücklich gemacht. Mal ganz davon abgesehen, dass deren recht hoher Preis eher abschreckt als zum Kauf beflügelt.

Zwei große Vorteile haben diese Tüten aber:


Die meisten dieser Mahlzeiten lassen sich direkt im Beutel zubereiten, indem einfach heißes Wasser dazu gegeben wird. Damit spart man sich nicht nur das evtl. Abspühlen von Kochgeschirr, das meist zusätzliches Wasser in Anspruch nimmt (und damit unnötig den Verbrauch erhöht).
Auch die Kochausstattung lässt sich reduzieren, reicht nun doch ein einfacher, unbeschichteter Topf und ein simpler Kocher mit dem lediglich das notwendige Wasser erhitzt werden muss.
Des Weiteren ist auch der Kochaufwand auf ein Minimum reduziert.
So kann man z.B. das Essen schon soweit zubereiten und während die Zutaten in ihrer Tüte durchziehen kann man derweil schonmal sein Nachtlager vorbereiten um anschließend im warmen Schlafsack sich über eine Mahlzeit hermachen zu können.
Diese Kochtechnik wird im Allgemeinen als Freezerbag-cooking bezeichnet. Also "Kochen im Gefrierbeutel".

Gerade für kurze Touren, bzw. für längere auf denen man keine Verpflegung nachkaufen kann oder möchte ist dies die ideale Möglichkeit das Gewicht und das Packmaß zu reduzieren.

Und was soll das nun mit dem Dörrautomaten?

Ganz einfach! MYOG muss sich nicht auf Kocher und Tarps beschränken. Auch solche Freezerbag-Nahrung lässt sich einfach herstellen wie schon einige gezeigt haben. Ein Dörrautomat liefert dabei jedoch noch weitaus mehr Möglichkeiten, ist man nun nicht mehr auf fertige Komponenten aus dem Supermarkt angewiesen. Vielmehr lassen sich nach eigenem Geschmack nicht nur einzelne Zutaten wie z.B. Pilze oder Beeren trocknen. Auch komplette Gerichte lassen sich so recht einfach dehydrieren. Erste Versuche mit einem Pilzgericht, sowie einem vegetarischem Nudelgericht mit Zuchini, Auberginen und Tomaten haben uns mehr als überzeugt und wurden auch sogleich on-trail getestet.

Ideen haben wir viele und so werden wir in Zukunft wohl auch einige Rezeptideen zum Nachkochen bei uns im Blog veröffentlichen.
Bis dahin wünsche ich uns aber schonmal einen guten Appetit und Euch noch ein wenig Geduld. Ein Bericht über unsere ersten Kochprojekte wird folgen...



www.beuteltiere.org


Freitag, 7. Mai 2010

Die Post ist da!

Wir können es einfach nicht lassen. Eigentlich quillt unser Ausrüstungsfundus schon längst über. Trotzdem konnten wir heute ein recht voluminöses Packet bei der Post abholen.




"Schuld daran" hatte das Trekking-Ultraleicht Treffen, das letztes Wochenende in Köln stattgefunden hatte. Neben neuen Inspirationen für Touren wurden wir auch regelrecht mit Ausrüstungsideen überschüttet.
Und das Ergebnis davon seht ihr oben. Was sich aber in diesem ominösen Karton verbirgt will ich an dieser Stelle noch nicht verraten.
Man kann gespannt bleiben...

www.beuteltiere.blogspot.de

Tanz in den Mai beim "Loveburschen"

Das dritte Forumstreffen von Trekking-Ultraleicht ist am Sonntag zu Ende gegangen. Aber die vielen Eindrücke die wir davon mitgenommen haben werden noch lange Zeit nachklingen.
Man mag es kaum glauben, daß man Leute, die man vorher nur aus einem Forum kannte, nach diesem Treffen als Freunde bezeichnet. Für jemanden, der nicht dabei war nur schwer nachzuvollziehen. Aber gerade diese freundschaftliche und lockere Atmosphaere hat dieses dritte Treffen wieder zu etwas ganz Besonderem werden lassen.

Dies rührte auch nicht zuletzt von der Gastfreundschaft von Laufbursche und seiner Freundin her, die uns großzügig in seine Werkstatt eingeladen hatten wo wir dann mit Kaffee und leckerem Kuchen bewirtet wurden. Auch die restliche Planung dieses Treffens, wie etwa die Reservierung des Campingplatzes hatten wir ihm zu verdanken. Von daher auch von uns nochmal ein herzliches Dankeschön für die Mühen.
(hat er doch momentan weiss Gott besseres zu tun. Arbeitet er doch eifrig darauf hin, demnächst seine Ausrüstungsschmiede zu eröffnen)
Diese Wochenende habe ich ganz drauf verzichtet meinen Photoapparat zu nutzen und hab es den Leuten mit dem professionellen Equipment überlassen Bilder vom Treffen zu schießen. Neben dem Bericht von Q finden sich Impressionen bei Hrxxl sowie bei Lighthiker der sich über einen neuen Pack freuen durfte. Eine ganz besondere Art seine Eindrücke wiederzugeben hat Rio Leichtsinn gefunden. Auch bei ausgeruestet findet sich ein kurzer Bericht. Neben den erwähnten Bildern und Berichten ist es uns auch gelungen, in einer Gemeinschaftsproduktion die Vorzüge des Laufbursche-Tanzpalastes vorzuführen. Vielen Dank hier an Hrxxl für die zur Verfügungstellung dieses Videos.

Aber was ist denn jetzt eigentlich auf diesem Treffen passiert?
Nun, auch wenn sich schon einige "Vorwitzige" am Freitag zur Laufbursche-Werkstatt aufgemacht hatten war doch der Hauptanreisetag der Samstag.
Aus nahezu allen Ecken Deutschlands fanden sich nach und nach die Freunde des leichten Gepäcks in Köln ein. Während sich die einen zuerst hingebungsvoll der Kuchentafel widmeten, wurden die anderen durch die Schätze, die sich in der Werkstatt befanden in ihren Bann gezogen.
Neben vielen exklusiven Stoffen, Schnallen und sonstigem Material, das jedes MYOG-Herz höher schlagen lässt warteten auch fertige Laufbursche-Packs, wie der huckePack oder seine Prototypen darauf von den neugierigen Besuchern bewundert zu werden.
Einigen TULern fiel es sichtlich schwer diese Rucksäcke dort zurück lassen zu müssen. Lediglich Lighthiker konnte hier seinen sehnlichst erwarteten Pack endlich persönlich in Empfang nehmen.
Irgendwann wurde es dann aber auch Zeit das LaBu-Domizil zu verlassen und den Campingplatz aufzusuchen. Die Tarps, Shelter und sonstigen Leichtbehausungen wollten aufgebaut und begutachtet werden.
Schon nach kurzer Zeit entstand neben den dort sonst eher vertretenen Wohnwagen eine kleine Zeltstadt.
Einige der üblichen Verdächtigen konnten es aber mal wieder nicht lassen, ihr Tarp mehrmals Auf- und Abzubauen um verschiedenste Konfigurationen durchzuprobieren.
Wir sind halt doch alles nur große Spielkinder.
Pico feierte Prämiere als er sein Geburtstagsgeschenk, einen brandneuen Laufbursche tanzPalast aus grünem Cuben aufspannte.
Während an vielen Stellen die verschiedensten Vorzüge diverser Tarps und Shelter begutachtet wurden (es geht halt nie ohne Geartalk), wurden an anderer Stelle die unterschiedlichsten Erfahrungen der erlebten Touren ausgetauscht.
Soviel will ich hier schonmal verraten. Unser Reiseziel fürs nächste Jahr steht jetzt schon fest...
Danke nochmal an tomwom für die Inspirationen.

Für ein gemeinsames Gruppenfoto als kleinen Gruß an magonline, der zur Zeit in Amerika den PCT beschreitet, rafften wir uns dann aber doch auf.

Alles Gute auf Deiner Tour von allen TULern!

Auch Geartalk macht hungrig!
Das merkte man spätestens als der Grill angezündet wurde und die ersten Würstchen und Steaks auf dem Rost lagen. Beim nächsten mal werden wir wohl noch mehr Nudelsalat mitbringen müssen...

Mit Einbruch der Dunkelheit verlagerte sich das Treffen ans Rheinufer wo auf dem Kiesbett ein gemütliches Lagerfeuer aus Treibholz entzündet wurde.
Während teils tiefgründige, philosophische Gespräche geführt wurden (die wohl auch von der heimischen Braukunst beflügelt waren), wurde an anderer Stelle lauthals gescherzt und gelacht.
Nur ein paar waren etwas unzufrieden damit, dass ihre Hunde den nahe gelegenen Rhein so verlockend fanden, und sahen sich schon ihr Tarp mit einem nassen Tier teilen.
Später bereiteten der Norweger und Q noch ein paar auf Fingerfoodgröße gedrehte Würstchen zu, die uns nur alzu gut schmeckten. Doch auch der schönste Abend geht irgendwann zu Ende. Und so zogen sich nach und nach alle in ihre Behausungen zurück.

Obwohl die letzten erst gegen 04:00 Uhr ihre Schlafstätten aufgesucht hatten, fanden sich doch schon um 07:00Uhr die ersten wieder vor den Zelten ein um zu Frühstücken.
Auch wenn manchen dafür nur ein Kaffee reichte haben wir direkt mal den Bushbuddy angeworfen um einen großen Pot Tee zu kochen, Brötchen anzurösten und eine ganze Pfanne mit Rührei und Speck zuzubereiten. Manche zogen es der Einfachheit halber vor sich über die Kuchenreste vom Vortag her zu machen.
Wer jetzt denkt, dass sich anschließend alle auf den Heimweg gemacht haben liegt falsch.
Neben einer kleinen Tanzeinlage der "Dancing-Paclite-Boys" wurde auch der tanzPalast in seiner vollen Größe ausgereizt als wir versuchten, wie viele Leute in so einem Zwei-Personen-Shelter Platz finden. Und wer jetzt denkt, 11 Personen währen viel, dem sei gesagt, dass wir noch Platz hatten, nur eben keine Leute mehr. (Ein Teil musste sich dann doch schon leider recht früh von uns verabschieden)
Doch irgendwann findet auch das schönste Treffen ein Ende und so machten sich nach und nach alle auf den Heimweg.
Wir haben viel von diesem Treffen mitgenommen und freuen uns sehr die Zeit mit so tollen und offenen Leuten verbringen zu können. Und eins steht jetzt schon fest:

TULFT 4, wir kommen!
                    





www.beuteltiere.blogspot.de

20LSGC - 20 Liter sind genug?

Unter diesem Motto hat Q vor Kurzem auf seinem Blog dazu aufgerufen seine Ausrüstung für eine Wochenendtour zu packen. Klingt ja erstmal nicht besonders spannend. Wenn man dann aber die Rahmenbingung erhält, den ganzen Krempel in einen 20 Liter Rucksack zu bekommen wirds schon etwas kniffliger. Wirklich? Mal sehen:





Da hätten wir zuerst mal einen TweenyWeeny von Bach mit 20 Liter Fassungsvermögen. Ich muss eingestehen, daß dieser Rucksack deutlich schwerer ist wie Q's Sea-to-Summit Beutelchen, dafür bekomme ich aber auch problemlos eine 3/4 lange EVA-Matte in den Pack, die mir gleichzeitig auch als "Innengestell" dient.




Damits nachts nicht so kalt wird noch schnell den alten Salewa-Schlafsack hinterher:




Als nächstes folgt das Kochset:





Damit keine Gefahr besteht, dass mir Spiritus im Pack ausläuft hab ich diesmal auf Esbit zurück gegriffen. Und im Topf ist sogar noch etwas Platz für Hygiene und Erste Hilfe:


Mehr "Kultur" braucht kein Mensch.

Damit ich auch nachts trocken und behütet schlafe kommt als nächstes mein SpinnTwinn-Tarp inklusive Groundsheet, Heringen und Tarpstangen in den Pack.


Und um es auch beim Laufen trocken zu haben stecken in einem Sea-to-Summit-Packbeutel meine Berghaus Paclite-Hose sowie meine Raidlight Regenjacke. Daneben ist noch genug Platz für mein Montane Featherlight Smock, ein paar dünne Handschuhe und eine warme Powerstretch-Mütze von Warmpeace.

Als kleine Wärmereserve kommt noch meine Primaloftjacke dazu...


...und der Packbeutel kann in den Rucksack.


Noch genug Platz für die Verpflegung, die zugegebenermaßen noch recht improvisiert ist. Aber selbst für den Liter Wasser ist noch genug Platz im Pack:


Obendrauf kommen jetzt noch ein paar Kleinigkeiten. Ein Buff, das für viele Zwecke herhalten kann, eine Karte, damit ich auch überhaupt weiss wo ich gerade bin und natürlich ein Schirm. Ohne den sollte man nie aus dem Haus, dient er doch nicht nur als Regenschutz sondern auch als Schattenspender bei großer Hitze, Windschutz und mehr...

Damit kann der Pack geschlossen werden. In die kleine Reißverschlusstasche an der Außenseite kommen noch wichtige Dinge wie Taschenmesser, Lampe, und Notfallhandy, auf die ich gerne einen schnellen Zugriff habe.

Damit ist der Pack gepackt und die 20 Liter noch nicht ganz ausgereizt:


So, Q. Und wann geht's los zur Tour?