Sonntag, 16. Mai 2010

Die Post ist da! (2)

Vor kurzem ist bei uns ja ein recht großes Paket eingetroffen. Was sich darin befand und was es damit auf sich hat, will ich heute aufklären.
Das es sich nicht um ein Ausrüstungsteil im eigentlichen Sinne handelt wurde ja schon zurecht vermutet. Wie es aber doch unsere zukünftigen Touren deutlich beeinflussen und wohl auch unser Baseweight weiter reduzieren wird, werde ich Euch nun zeigen.
Jetzt aber erstmal zum eigentlichen Inhalt des Packets.
In ihm befand sich...

(hier muss man sich nun einen Trommelwirbel vorstellen!)


...ein Dörrautomat!




(Jetzt bitte ein paar "Ahh" und "Ohh" -Rufe!)


Wir sind ja bekanntermaßen eher Feinschmecker wenn es um die Verpflegung on-trail geht. Einfache Müsliriegel oder Fertiggerichte waren noch nie so unser Ding. Und wer mal live miterleben durfte was man alles für Leckereien auch unterwegs und mit einfachen Mitteln zubereiten kann wird sich kaum vorstellen können, dass wir in Zukunft davon ablassen.
Die verschiedenen Ideen und Erfahrungen die bereits andere mit selbst getrockneten Snacks gemacht haben führten schließlich dazu, das auch wir erste Experimente gemacht haben und uns nun schließlich dazu durchgerungen haben einen eigenen Dörrautomaten anzuschaffen.

Aber was hat es denn jetzt eigentlich damit auf sich?

Nun. Die meisten werden wohl diese Trekkingnahrung in den auffällig silbernen Verpackungen kennen. Vom Prinzip her handelt es sich um "gewöhnliche" Fertiggerichte, die auf die speziellen Bedürfnisse des Outdooralltags zugeschnitten sind. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Uns haben diese Tüten bzw. deren Inhalt nie wirklich glücklich gemacht. Mal ganz davon abgesehen, dass deren recht hoher Preis eher abschreckt als zum Kauf beflügelt.

Zwei große Vorteile haben diese Tüten aber:


Die meisten dieser Mahlzeiten lassen sich direkt im Beutel zubereiten, indem einfach heißes Wasser dazu gegeben wird. Damit spart man sich nicht nur das evtl. Abspühlen von Kochgeschirr, das meist zusätzliches Wasser in Anspruch nimmt (und damit unnötig den Verbrauch erhöht).
Auch die Kochausstattung lässt sich reduzieren, reicht nun doch ein einfacher, unbeschichteter Topf und ein simpler Kocher mit dem lediglich das notwendige Wasser erhitzt werden muss.
Des Weiteren ist auch der Kochaufwand auf ein Minimum reduziert.
So kann man z.B. das Essen schon soweit zubereiten und während die Zutaten in ihrer Tüte durchziehen kann man derweil schonmal sein Nachtlager vorbereiten um anschließend im warmen Schlafsack sich über eine Mahlzeit hermachen zu können.
Diese Kochtechnik wird im Allgemeinen als Freezerbag-cooking bezeichnet. Also "Kochen im Gefrierbeutel".

Gerade für kurze Touren, bzw. für längere auf denen man keine Verpflegung nachkaufen kann oder möchte ist dies die ideale Möglichkeit das Gewicht und das Packmaß zu reduzieren.

Und was soll das nun mit dem Dörrautomaten?

Ganz einfach! MYOG muss sich nicht auf Kocher und Tarps beschränken. Auch solche Freezerbag-Nahrung lässt sich einfach herstellen wie schon einige gezeigt haben. Ein Dörrautomat liefert dabei jedoch noch weitaus mehr Möglichkeiten, ist man nun nicht mehr auf fertige Komponenten aus dem Supermarkt angewiesen. Vielmehr lassen sich nach eigenem Geschmack nicht nur einzelne Zutaten wie z.B. Pilze oder Beeren trocknen. Auch komplette Gerichte lassen sich so recht einfach dehydrieren. Erste Versuche mit einem Pilzgericht, sowie einem vegetarischem Nudelgericht mit Zuchini, Auberginen und Tomaten haben uns mehr als überzeugt und wurden auch sogleich on-trail getestet.

Ideen haben wir viele und so werden wir in Zukunft wohl auch einige Rezeptideen zum Nachkochen bei uns im Blog veröffentlichen.
Bis dahin wünsche ich uns aber schonmal einen guten Appetit und Euch noch ein wenig Geduld. Ein Bericht über unsere ersten Kochprojekte wird folgen...



www.beuteltiere.org


Kommentare:

  1. Super Idee, die Freezerbag-Nahrung selbst herzustellen! Bin schon gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte und vor allem, wie ihr den eigenen Dörr-Schmaus luftdicht verpackt und verschweisst.

    AntwortenLöschen
  2. Aaaaaaah :-)

    Sowas will ich mir auch zulegen. Bin auf Rezepte und Tipps gespannt

    AntwortenLöschen
  3. ah ein Dörrer. Ein feines Teil. ICh nutze den Bomann und bin vollkommen zufrieden. Hat euerer eine Wärmeregulierung oder eine Zeitschaltuhr???

    Können ja demnächst paar Rezepte austauschen und ich werde auch noch einiges demnächst auf meinen nBlog stellen. Bin momentan eifrig am dörren

    AntwortenLöschen