Denn Anlässlich seines 25 jährigen Bestehens hatte der Steppenwolf in Bonn zu einer 25 Stunden Wanderung geladen. Teilnehmen konnten 25 motivierte Wanderer.
Für diejenigen, die nicht dabei waren, oder unseren Fortschritt auf dem Rheinsteig per Geotagging verfolgt haben kommt hier eine kurze Zusammenfassung dieser Tour.
Am Freitag machte ich mich per Bahn auf den Weg nach Bonn und konnte schon auf der Fahrt die ersten beiden Mitwanderer kennenlernen. Es gibt einfach nicht so viele Leute, die sich gewappnet mit Wanderstöcken, Rucksäcken und Stiefeln in die Stadt begeben...
Im Steppenwolf wurden wir dann auch erstmal herzlich begrüßt und konnten uns schon über den ersten Kaffe freuen.
Nach einer kurzen Einführung ging es dann mit der Bahn nach Rheinbrohl wo wir unsere Wanderung begannen.
Wie sich schon bald herausstellte waren alle Teilnehmer recht fit und kamen gut voran. Und so erreichten wir dann am Abend den ersten Verpflegungspunkt auch schon vor dem Versorgungsauto. Über die dadurch etwas längere Pause hat sich aber niemand beschwert.
Als dann schließlich zur Stärkung eine kräftige Suppe mit viel Einlage gereicht wurde fühlte man sich auch schon wieder ausreichend gestärkt für die anstehende Nachtetappe.
Unterwegs ergaben sich für uns immer wieder großartige Ausblicke auf den Rhein und seine Ufer. Und wer einmal hoch oben über dem Rhein gestanden hat und dort den Sonnenuntergang beobachten konnte, weiß wovon ich rede.
Irgendwann wurde es dann auch so dunkel, dass man sich nur noch mithilfe seiner Stirnlampe zurechtfand. Und so konnte man schon bald beobachten, wie sich eine Reihe von Lichtern durch die bewaldeten Hänge des Rheins bewegte.
Als wir dann an einem Rastplatz schon mit heißem Kaffe und belegten Brötchen empfangen wurden war es uns auch fast egal, dass wir noch mehrere Stunden Wanderung vor uns hatten. Lediglich etwas Unruhe kam auf als man nicht sofort die Kaffelöffel für den Zucker fand...
Mit frisch aufgefüllten Wasserflaschen und versehen mit reichlich Proviant zogen wir dann auch bald weiter.
Im nächtlichen Bad Honnef war es dann auch so weit. Halbzeit! Wir waren mittlerweile schon gut 12 Stunden unterwegs und trotzdem hatten wir von der Zeit her noch einmal die selbe Strecke vor uns.
Also keine Müdigkeit vorschützen und gleich hoch auf den Drachenfels, den meist bestiegenen Berg Europas und den "höchsten Berg der Niederlande".
Da uns dort oben aber doch ein recht unangenehm kalter Wind um die Nase wehte, stiegen wir trotz der Aussicht wieder ein Stück ab und legten beim "Drachenbrunnen" eine kurze Rast ein. Ob es an der fortgeschrittenen Stunde oder den bereits zurückgelegten Kilometern lag, mag ich nicht abzuschätzen. Zumindest vernahm man schon nach kurzer Zeit hier und da im Dunkeln ein paar leise Schnarchgeräusche...
Also rasch wieder die Rucksäcke schultern und weiter. Bis nach Bonn war es ja schließlich noch ein Stück. Und das Frühstück war auch nicht mehr weit.
Und so konnten wir auch schon bald die Stirnlampen wieder ausschalten, als die Dämmerung zügig fortschritt. Zeitig trafen wir dann beim "Einkehrhaus" ein, wo zwar schon ein Korb mit frischen Brötchen vor der Tür auf uns wartete, aber die Tür zur Gaststube leider noch verschlossen war. Blieb uns also wieder nichts anderes übrig als darauf zu warten und evtl. ein kleines Powernapping einzulegen.
Pünktlich um 7:30 Uhr traf dann auch die Gastwirtin ein und schon kurz darauf konnten wir uns in der gemütlichen Stube über ein reichhaltiges Frühstück freuen.
Die letzten Kilometer führten uns dann vorbei an den Weinbergen des Siebengebirges und beständig immer weiter dem Ziel entgegen. Der letzte Abschnitt unserer Tour verlief der Weg dann direkt am Rhein entlang, den wir bisher ja nur aus größerer Entfernung überblicken konnten.
Und auch wenn sich zum Schluß beim ein oder anderen die letzten Wegstunden und Kilometer bemerkbar machten erreichten wir doch schließlich das Beuler Ufer, so dass sich uns nur noch die Frage stellte, wie wir über den vor uns liegenden Rhein kommen wollten.
Die eine Hälfte unserer Gruppe entschied sich für die klassische Variante und spazierte über die Brücke, während die andere Hälfte sich für die "Rheinnixe", also eine Fahrt auf der kleinsten Rheinfähre entschied. Da die Anlegestelle am anderen Ufer wieder etwas Rheinaufwärts liegt machte das zwar Streckenmäßig nichts und so freute man sich schlicht über diese nette Abwechslung.
Nach 25 Stunden und etlichen Kilometern erreichten wir dann schließlich den Steppenwolf an der Oxfordstraße, wo das Kundenfest schon im vollen Gange war. Für den Zieleinlauf war im Laden extra ein Band gespannt worden und wir wurden mit Klatschen und vielen freundlichen Worten (und einem Gläschen Sekt) von allen Anwesenden herzlich begrüßt.
Als kleine Belohnung für die gezeigte Leistung durfte sich jeder Teilnehmer dann auch noch zusätzlich über ein kleines Präsent in Form eines limitierten Steppenwolf T-Shirts und einer der begehrten "Team Steppenwolf"-Tassen freuen. Aber das größte Andenken, die erfahrung an so einer Wanderung erfolgreich teilgenommen zu haben, hatte sich jeder selber erarbeitet.
25 Stunden wandert man nicht eben mal so. Und auch die Strecke von rund 65 Kilometern liegt wohl deutlich über dem, was andere sonst an einem Stück zurücklegen.
Bleibt mir am Ende nur noch mich zu bedanken.
Und zwar bei dem Team vom Steppenwolf, das nicht nur seit 25 Jahren in Bonn ein etabliertes Fachgeschäft unterhält, sondern mit seinen kompetenten und überaus sympathischen Mitarbeitern auch immer einen Anlaufpunkt in allen Fragen im Outdoorbereich bietet.
Vielen Dank ins Besonders an die Mitarbeiter des Steppenwolf die bei der Organisation dieser 25 Stunden Wanderung mitgeholfen haben und an Katharina vom Steppenwolf, die uns auf dieser Wanderung begleitet hat.
Einen besonderen Dank auch an die beiden Bergführer der Mammut Alpine School, die uns nicht einfach nur "den richtigen Weg" gezeigt haben, sondern mit ihrer freundlichen und besonnenen Art einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen dieser Tour beigetragen haben.
Und nicht zu letzt möchte ich mich bei allen anderen Mitwanderer bei dieser besonderen Begehung des Rheinsteigs bedanken. Das so eine lange Wanderung nicht notwendigerweise nur mit zusammen gekniffenen Zähnen zu bewältigen ist, merkt man rasch, wenn man mit so einer geballten Runde "rheinischer Frohnaturen" unterwegs ist. Bis zu letzt wurde gescherzt und gelacht. Und gerade diese positive Einstellung hat nicht nur zum Gelingen der Tour als solche geführt, sondern die Wanderung zu einem Erlebnis der besonderen Art werden lassen.
Zum Schluss dann noch ein paar Impressionen vom Weg:
















