Donnerstag, 21. April 2011

Begleitet uns nach Schottland!

Unsere huckePACKS sind gepackt und warten nur noch darauf geschultert zu werden.
Die nächsten Tage werden wir wiedermal die schottischen Highlands unsicher machen. Diesmal haben wir uns eine schöne Route durch abwechslungsreiches Terrain ausgeguckt, mit einigen fabelhaften Lagermöglichkeiten.
Genauer gesagt sieht unser Plan vor, dass wir vom Rannoch Moor aus bis rüber zum Glen Etive wandern und anschließend vorbei am Blackwater Reservoir zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Sollte alles so laufen wie geplant, könnt ihr unsere Tour dank Social Hiking live auf der eingefügten Karte verfolgen.




Mit etwas Glück sollten sich dort auch Links mit Bildern und Kommentaren per Twitter wieder finden. Ob's klappt? Wir werden sehen!


Sollten sich durch Zufall ein paar von Euch zu dieser Zeit auch in der Ecke rumtreiben, dann meldet Euch doch per Twitter bei uns. Vielleicht kann man ja ein paar Meter gemeinsam gehen?


In Schottland werden wir übrigens die Gelegenheit nutzen auch ein paar neue Dinge auszuprobieren, die wir evtl. während unserer anstehenden Islandtour mitnehmen.
Neben diversen leckeren Gerichten vom Outdoorfoodshop freuen wir uns vor allen Dingen über den Prototyp der Laufbursche Lavvu.
Neben dem überarbeiten Windhemd Klassiker von Montane, dem Featherlight Smock, der uns freundlicherweise von Webtogs zur Verfügung gestellt wurde, begleiten uns aber auch wieder alte Bekannte, wie etwa unserer Bushbuddy oder unsere bewährten huckePACKS auf dieser Wanderung.

Wie sich der neue, ultraleichte Laufbursche-Tempel sowie der Rest von unserer Ausrüstung in dem schottischen Wetter behaupten wird, folgt dann natürlich wie immer in einem Bericht.

Wer es nicht erwarten kann, zu sehen was wir unterwegs erleben, der behält einfach die obige Karte im Blick oder schaut auf Social Hiking vorbei.

Na, dann wandern wir mal los...

Donnerstag, 14. April 2011

Die lieben "Verwandten"...

Wenn man dem Internet als Quelle vertrauen mag, lieferten Fundstücke in der Eifel Belege für einen gemeinsamen Vorfahren von Tapir und Beuteltier. Abgesehen von diesem Urahn verbinden die beiden auch heute noch viele Gemeinsamkeiten.

Dem regelmäßigen Leser dieses Blogs sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein, dass man auch heutzutage noch auf Beuteltiere in der Eifel treffen kann. Während diese possierlichen Tierchen immer noch ihre Streifzüge vornehmlich in den Weiten dieses Mittelgebirges unternehmen, trifft man das Tapir heutzutage eher in Sachsen, genauer gesagt im Raum Leipzig an. Auffallend bei diesem entfernten Verwandten unserer Beuteltiere ist vor allem die ungewöhnliche rote Fellfärbung! Auch in anderen Bereichen unterscheiden sich diese beiden Zeitgenossen. Während die Beuteltiere sich mehr und mehr beim Überwinden größerer Distanzen beweisen, findet man das Tapir heutzutage auch verstärkt beim Erklimmen eher senkrechter Hindernisse.
Aber trotz dieser offensichtlichen Unterschiede haben die beiden natürlich auch einige Gemeinsamkeiten. Man denke nur an die ausgeprägten Nestbautriebe! Zu erwähnen währe da z.B. der aktuelle Wettbewerb der Leipziger Tapire, bei dem eine ganze Campingausrüstung als Preis aussteht!

???
Häh?
Tapire?
Campingausrüstung?
Jetzt müsst ihr mich wohl vollends für verrückt erklären!
Aber weit gefehlt!
Der kleine, rote Unpaarhufer ist nämlich das Logo des sympathischen Leipziger Outdoorladens mit dem passenden Namen Tapir!
Und eben dieses Geschäft von Outdoor Enthusiasten hat zu einem ungewöhnlichen Wettbewerb aufgerufen, bei dem eine komplette Campingausrüstung als Preis ausgeschrieben wurde! Grund genug für mich darauf aufmerksam zu machen. Denn solche Aktionen, bei denen auch insbesondere die Kreativität der Teilnehmer gefordert ist, finden natürlich auch meinen Zuspruch.

Für mich stellt sich an dieser Stelle vor allem eine Frage. Wie würde eine gemeinsame Unternehmung von Tapir und Beuteltier heutzutage wohl aussehen? Und bei was für einer Gelegenheit könnte so ein Zusammentreffen stattfinden?

Natürlich würden wir es begrüßen, wenn bei unserer anstehenden Schottlandtour auch ein Tapir mit dabei währe. Ob so ein Tier sich aber so schnell und spontan dazu aufgerappelt kriegt sich auf einen ausgedehnten Streifzug in den Highlands einzulassen? (Mal ganz von den Impfauflagen und den Einfuhrgesetzen für Wildtiere abgesehen...)
Und wer weiß ob er sich mit den "Einheimischen" verträgt?

Vielleicht dann doch eher auf unserer diesjährigen Tour nach Island? Auch wenn so ein Tapir bestimmt recht neugierig ist, wie es dort wohl aussehen mag (und so ein Bad in einer heißen Quelle ist bestimmt auch nicht zu verachten!) wird es doch mit Sicherheit nach vier Wochen etwas saftiges Grün vermissen! Das wollen wir natürlich auch nicht, dass es Heimweh bekommt.

Also lieber was "Kürzeres" in der Nähe? Evtl. bei der 100 km Langstreckenwanderung "Horizontale Jena" nächsten Monat? Zumindest währe das nicht alzu weit weg für so einen Leipziger Tapir. Aber ob sich der kleine, rote Geselle bei so einer Massenveranstaltung wohl fühlt?

Wenn man sich die Interessen unserer beiden tierischen Zeitgenossen anschaut und nach einer Gegend guckt, die beiden gerecht wird und auch nicht alzu weit entfernt liegt, würde sich doch das Elbsandsteingebirge anbieten?
Hier könnten beide nach Herzenslust rumstromern, kraxeln oder einfach die herrlichen Ausblicke genießen. Und abends bieten die Boofen ausgefallene Möglichkeiten für ein Nachtlager. Klingt doch perfekt!
Und die Ausrüstung? Von Wildtieren sollte man ja annehmen, dass sie grundsätzlich nicht mehr benötigen, wie ihnen die Natur mitgegeben hat. Aber da es sich bei unseren beiden Gesellen ja um ein paar ganz spezielle Vertreter ihrer Art handelt, kommt das ein oder andere Teil vielleicht doch ganz gelegen...
Da so ein aktiver Tag natürlich Hunger macht und sowohl Tapire als auch Beuteltiere von Natur aus Schleckermäuler sind, muss natürlich für ein warmes und schmackhaftes Abendessen gesorgt werden!
Für unterwegs bietet sich aufgrund der einfachen Zubereitung und des leichten Gewichts (wir wollen ja auch nicht, dass sich die beiden unnötig abschleppen) ein praktisches Fertiggericht an. Zubereiten und genießen kann man es gleich aus der Tüte, was auch den lästigen Abwasch erspahrt. Und damit die Pfoten bzw. der Rüssel hinterher nicht komplett verklebt und beschmiert sind bietet sich der Longspoon von sea-to-summit an.
Nach dem Abendessen heißt es dann aber auch für Tapir und Beuteltier sich langsam um das Nachtlager zu kümmern. Anstatt aber einen stattlichen Laubhaufen zusammen zu scharren, oder sich gleich eine Kuhle in die Erde zu buddeln ziehen die beiden verwöhnten Zeitgenossen aber schon etwas bequemeres vor. Die Beuteltiere nesten sich wie immer auf ihrer bunten Zusammenstellung aus EVA-Matten, kurzen selbstaufblasenden Isomatten und Kissen und rollen sich anschließend in ihren selbst genähten Quilt. So ein "Taubennest" ist vermutlich für den Tapir nichts. Der legt sich lieber auf eine normallange Isomatte von Therm-a-Rest auf der er dann genüsslich bis zum nächsten Morgen vor sich hinschnarcht und davon träumt, was der nächste gemeinsame Tag mit den Beuteltieren noch bringen mag...


Wer erfahren möchte, was so ein Tapir sonst noch so alles anstellt, sollte unbedingt auch mal einen Blick auf den Tapir Blog werfen!

Dienstag, 12. April 2011

Uhr oder schon Computer?

Die Frage kann man sich stellen, wenn man sieht, was so mancher Wanderer heutzutage an seinem Handgelenk durch die Landschaft transportiert. Selber schließe ich mich da mal nicht aus.
Allerdings muss ich eingestehen, dass meine bisher genutzte Suunto Vector schon fast 15 Jahre auf dem Buckel hat. Da ich nie wirklich die Notwendigkeit für einen Ersatz gesehen habe, hab ich diese Sparte der Outdoorausrüstungen auch nie wirklich verfolgt.
Was mich aber doch etwas verwundert: Die selbe Uhr wird immer noch ohne  technische Veränderungen weiterhin produziert und verkauft. Und das sogar für den selben Preis!
Wenn man sieht, wie sich die übrige Technik in den letzten Jahren rasend entwickelt hat eigentlich unvorstellbar!

Daher habe ich dann auch die Gelegenheit am Schopfe gepackt als mir angeboten wurde mal einen näheren Blick auf eine der Uhren der Firma Tech4o zu werfen.
Diese recht neue Marke ist zwar in Deutschland bisher noch nicht im Fachhandel sondern lediglich über die Hersteller eigene Seite zu beziehen. Das soll sich in naher Zukunft aber ändern. Tech4o gehört übrigens zu der selben Unternehmensgruppe der auch Eureka angehört, die bei uns ja für Zelte und Rucksäcke bekannt sind.
Auch wenn Testberichte zu Outdoorgadgets wohl eher in Marcels Fachbereich fallen, will ich mich heute mal selber daran wagen.

Doch kommen wir jetzt mal zum eigentlichen Thema zurück. Freundlicherweise hatte man mir eine Traileader one zum Testen überlassen. Dabei handelt es sich quasi um das Basimodell der Outdooruhren von Tech4o. Von der Preisklasse ist sie mit meiner alten Suunto vergleichbar.

Bedenkt man, dass solche Outdoorcomputer ja in der Regel deutlich größer sind wie gewöhnliche Armbanduhren war das Erste was mir an dieser auffiel das erstaunlich geringe Gewicht. Gerade wenn man mal eine schnellere Gangart anschlägt empfinde ich es recht störend, wenn die Armbanduhr sich eher wie ein Bleigewicht fürs Training anfühlt. Also mit nachgemessenen 52 Gramm schonmal ein Pluspunkt für die Traileader.

Da sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Dem Tragekomfort! Mir persönlich passt die Uhr perfekt. Durch die breite Auflagefläche und das flexible Armband schmiegt sie sich fest an mein Handgelenk ohne dabei einzuschnüren.
Allzu schmal sollte das Handgelenk dabei aber nicht sein! Meiner Frau ist diese Uhr viel zu groß und ein fester und bequemer Sitz ist scheinbar nicht möglich. Also mal wieder ein Spielzeug nur für Männer...

Das Uhrarmband ist aber so lang geschnitten, dass man sie auch problemlos mal über einem Kleidungsstück tragen kann. Z.B. im Winter praktisch wo man vermeiden möchte jedes mal erst die Handschuhe auszuziehen und die 3 verschiedenen Lagen Jacke und Pullover zur Seite zu schieben um das Display ablesen zu können. Oder auch wenn jemand das Kunststoffarmband einfach nicht gut verträgt. Austauschen lässt es sich leider nämlich nicht. (Für Reperaturzwecke kann man die Uhr aber wohl einschicken)

Die übrige Verarbeitung der Uhr wirkt in meinen Augen recht wertig und ausreichend robust. Wer jetzt aber von einer Outdooruhr auch eine hohe Wasserdichtheit erwartet, der sei hier vorgewarnt! Zum Tauchen ist die Uhr nicht geeignet. Der Hersteller gibt "10m water resistant" an, was auf gut deutsch spritzwassergeschütz heißt. D.h. Regen wird den Uhren wohl in aller Regel nichts anhaben. Damit Schwimmen zu gehen sollte man aber nicht unbedingt. (Zum Vergleich, meine alte Suunto gibt auch nur 30m water resistant an. Also auch zum Schwimmen nicht empfohlen!) Beim Stöbern im Netz gibt es zwar auch vergleichbare Uhren mit einer deutlich höheren Wasserdichtigkeit, diese spielen aber auch in einer deutlich anderen Preisklasse. Und in den letzten 15 Jahren hab ich bei meiner alten Uhr auch nie eine höhere Wasserresistenz vermisst.

Kommen wir jetzt aber mal zum Innenleben der Uhr, bzw. zu ihren Funktionen. Neben den regulären Zeitmessfunktionen (wie Uhrzeit, Wecker, Stoppuhr, Timer, zweite Zeitzone) verfügt sie über diverse Funktionen die sie für den Outdoor- und Sportbereich interessant macht.
Von anderen Funktionsuhren kennt man ja schon integrierte Luftdruckmesser, sprich Barometer und Höhenmesser. Diese sind hier selbstverständlich auch in Verbindung mit einem Temperaturfühler vorhanden. Beide Funktionen verfügen über eine gut zugängliche und umfangreiche Logbuchfunktion. Die Anzeige der Werte erfolgt sowohl grafisch als auch über Ziffern.
Daneben verfügt die Uhr noch über einen digitalen Kompass mit den üblichen Funktionen wie Deklinationsausgleich und Kurseinstellung.

Als Besonderheit hat man der Traileader Serie noch einen integrierten Schrittmesser mitgegeben.
D.h. die Uhr kann sowohl zurückgelegte Distanz wie auch Geschwindigkeit berechnen. Voraussetzung dafür ist aber, dass man sie vorher mit den eigenen Daten wie Schrittlänge und Körpergewicht füttert. Dies ist aber wahrlich keine Hexerei und dank der fast intuitiven Bedienung auch rasch erledigt. Man speichert dabei die Schrittlänge sowohl fürs Joggen als auch fürs Gehen bzw. Wandern ein. Die Uhr kann dann aus beiden Werten die tatsächliche Schrittlänge je nach Geschwindigkeit berechnen, was erstaunlich gut funktioniert. Die Sensibilität des Sensors lässt sich dabei ebenfalls anpassen. Abweichungen von den tatsächlichen Werten können aber z.B. durch stark wechselnden Untergrund, oder durch Auf- bzw. Abstiege entstehen, da dies den Körper in der Regel zu einer Schrittlängenanpassung zwingt.
Für das Training oder als Navigationsunterstützung auf Tour aber durchaus ein praktisches Hilfsmittel.

Wer jetzt Angst hat, bei all diesen Funktionen mit der Bedienung überfordert zu sein, was ich wie ich finde eine durchaus berechtigte Sorge ist, den kann ich hier beruhigen. Der Hersteller hat sich hier eine wirklich zugängliche Menüführung überlegt, die im einfachsten Fall mit lediglich zwei Tasten auskommt. Aber guckt Euch dazu am besten mal das "kurze" Video an wo ich die Funktionen und die Bedienung der Uhr noch mal etwas im Detail erläutere:



Meine persönlichen, praktischen Erfahrungen mit der Uhr belaufen sich nun auf einige Tagestouren, Wochenendtrips sowie auf das Lauftraining. Wie sieht also mein Fazit zur Traileader one aus?

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit der Uhr!
Vom Tragekomfort her ist die Uhr regelrecht unauffällig und ich hab sie nie als störend empfunden.
Unterwegs lieferte sie mir dank gut ablesbarem Display und rascher und simpler Bedienung steht's zuverlässig die Daten die ich gerade brauchte. Insbesondere die Schnellansicht im oberen Drittel des Displays hab ich dabei zu schätzen gelernt. Erspart sie einem doch das Hin- und Herschalten zwischen den verschiedensten Funktionen und ein simpler Blick reicht auf die voreingestellte Anzeige!
Den integrierten Schrittzähler habe ich besonders bei mir unbekannten Strecken als wertvolles Hilfsmittel  erfahren. Selbst ohne GPS hat man so ein recht akkurates Mittel das einem bei der Positionsbestimmung von nutzen sein kann.


Verglichen mit meiner Suunto Vector ist die Traileader one mehr als nur eine Alternative. Nun quasi als ständiger Begleiter, der mich auch im Alltag über so Dinge wie den Wetterbericht auf dem neuesten Stand hält, möchte ich die Traileader nicht mehr missen.
Wer also noch auf der Suche nach einem durchdachten Messinstrument für Outdoor und Sport ist, der sollte unbedingt mal einen Blick auf die Seite von Tech4o werfen.

Mich wird diese Uhr auf jeden Fall schonmal nächste Woche nach Schottland begleiten.

Samstag, 9. April 2011

North Face Khyber 100

Technische Namen bei Outdoorprodukten sind ja mittlerweile nicht Neues mehr. Viel über das Produkt an sich (oder um was für ein Teil es sich dabei überhaupt handelt) erfährt man da eher selten. Zumindest liefert ein Name wie Khyber 100 schon einen gewissen Wiedererkennungswert...
Naja, wie auch immer. Ich will mich jetzt hier nicht über die Marketingstrategien in der Outdoorbranche auslassen sondern über die Erfahrungen, die ich mit einem wunderbar "fluffigen" Fleece gemacht habe! (Nach ausreichender Recherche bin ich mir ziemlich sicher, dass dies der korrekte Fachausdruck ist!)


Schon seit längerem war ich auf der Suche nach einem leichten und simplen Fleeceoberteil ohne viel Schnickschnack. Vom Einsatzbereich soll es mich in erster Linie bei nasskaltem Wetter unterwegs warm halten. Etwa wie wir es auf unserer "Flucht in die Eifel" erlebt haben.
Warum keine Jacke mit Kunstfaserfüllung? Immerhin sind diese doch vom Wärme-Gewichtsverhältnis deutlich leistungsstärker!
Das stimmt auch soweit. Und eine solche habe ich auch für Pausen unterwegs und für den Aufenthalt im Lager immer dabei. Allerdings ist eine Kunstfaserjacke aufgrund der verwendeten Oberstoffe weniger luftdurchlässig und bei Bewegung neigt man eher zum Überhitzen. Und auch wenn eine Kunstfaserfüllung auch in nassem Zustand noch wärmt, trocknet ein Fleece doch immer noch um Weiten schneller. Gegen evtl. Windchill hilft dabei schon ein einfaches, dünnes Windshirt. In Kombination hat man so einen recht breiten Einsatzspielraum. Wenn man also eine zusätzliche Isolierung während der Bewegung braucht, ist auch für Ultraleichtwanderer ein dünnes Fleece immer noch die beste Wahl.

Gareth von webtogs.co.uk hat mir freundlicherweise angeboten einige Produkte für ihn zu testen. Meine Meinung sollte dabei so objektiv wie möglich ausfallen. Eine Verpflichtung "positive" oder einseitige Reviews zu geben besteht dabei nicht. Vielmehr ermöglicht es mir einige Sachen einfach mal ausprobieren zu können und meine Erfahrungen damit mit Euch zu teilen. 

In Anbetracht unserer kommenden Schottlandtour kommt das Khyber 100 Fleece von The North Face dabei gerade recht.
Bei dem Fleece handelt es sich um ein einfaches Oberteil mit kurzem Zipper und Stehkragen. Keine Taschen, keine Stretcheinsätze, Daumenschlaufen oder reflektierende Logos. D.h. keine Gimmicks die unnötig das Gewicht in die Höhe treiben. Also genau das was ich gesucht habe! In Größe M wiegt es übrigens nachgewogene! 230 Gramm.
The North Face & Polartec
ein starkes Team

Mein erster Eindruck des Oberteils war schon sehr positiv! Gefertigt aus 100er Polar Classic ist die Haptik des feinen Teils wirklich sehr weich und (ja ich weiss, ich wiederhohl mich) "fluffig"!  Also nichts wie angezogen und gucken wie das Teil sitzt...
Der recht einfache Schnitt ist zwar nicht allzu körperbetont, lässt aber dafür genug Spielraum um auch ein Baselayer bequem drunter tragen zu können und in der Bewegung nicht einzuengen.
Gleichzeitig ist es aber auch nicht störend weit geschnitten, was evtl. zu Problemen mit einer Regen- oder Windjacke führen könnte. Das Oberteil ist lang genug geschnitten um auch den verlängerten Rücken warm zu halten. Der Kragen lässt sich weit genug öffnen um auch mal "durchzulüften", geschlossen hält der den Hals angenehm warm ohne eng zu wirken. Der 1/4 lange Reißverschluss ist dabei mit einer Abdeckleiste aus Fleece hinterlegt um ein Kratzen am Hals zu verhindern.
Also rein von der Passform her schonmal nichts auszusetzen.

Die Verarbeitung lässt auf den ersten Blick auch keine Mängel erkennen. Allerdings waren die Kanten der verwendeten Flachnähte anfangs auf bloßer Haut doch zu spüren. Mit der Zeit hat sich das nun aber  bereits gelegt. Zwar trägt man so ein Oberteil in der Regel ja mit einem Baselayer drunter, aber unterwegs kann es ja auch mal vorkommen, dass das Shirt grade in der Wäsche ist und man das Fleece solange "solo" trägt. Mit der Zeit (eigentlich sogar recht schnell) hat sich das aber "weich getragen".
Nach der Wanderung schützt das Fleece zuverlässig vor Kälte solange man damit beschäftigt ist das Zelt aufzubauen.

Von einem Fleece in 100er Stärke habe ich zuerst keine große Wärmeleistung erwartet. Das Khyber hat mich dann doch überrascht. Das verwendete Polar Classic Fleece sorgt für eine ausreichend dicke, stehende Luftschicht um eine deutliche Temperatursteigerung zu bewirken. Bei Windstille brauchte es kaum mehr als ein langärmeliges Baselayer um mich bei gemäßigter Bewegung auch bei leichten 0-Graden ausreichend warm zu halten. In Verbindung mit einem Windhemd sozusagen die Softshell des Ultraleichtwanderers!
Abends am Feuer ist das Fleece noch genau das bisschen Wärme was zur Gemütlichkeit fehlt...

Das Fleece habe ich nun seit einiger Zeit als ständigen Begleiter in meinem Rucksack. Während Pausen oder um es abends mal etwas kuscheliger zu haben ist es in meinen Augen ideal. Bei längeren Touren, wie den von uns geplanten Wanderungen in Schottland und Island wird es mich mit ziemlicher Sicherheit ebenfalls begleiten.

Zusammengefasst gefällt mir an dem Fleece:
- der weiche und loftige Stoff
- das niedrige Gewicht von 230 Gramm (in M)
- die bequeme Passform
- die verhältnismäßig hohe Wärmeleistung
- der hinterlegte Reißverschluss

weniger gut gefallen hat mir:
- die Anfangs auf der Innenseite etwas kratzenden Flachnähte. Mit Tragen/ Waschen hat sich das aber schnell gelegt

Alles in allem also ein Oberteil das ich durchaus weiterempfehlen kann!
Zur Zeit gibt es das Khyber 100 bei webtogs.co.uk übrigens 10% reduziert!