Donnerstag, 14. April 2011

Die lieben "Verwandten"...

Wenn man dem Internet als Quelle vertrauen mag, lieferten Fundstücke in der Eifel Belege für einen gemeinsamen Vorfahren von Tapir und Beuteltier. Abgesehen von diesem Urahn verbinden die beiden auch heute noch viele Gemeinsamkeiten.

Dem regelmäßigen Leser dieses Blogs sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein, dass man auch heutzutage noch auf Beuteltiere in der Eifel treffen kann. Während diese possierlichen Tierchen immer noch ihre Streifzüge vornehmlich in den Weiten dieses Mittelgebirges unternehmen, trifft man das Tapir heutzutage eher in Sachsen, genauer gesagt im Raum Leipzig an. Auffallend bei diesem entfernten Verwandten unserer Beuteltiere ist vor allem die ungewöhnliche rote Fellfärbung! Auch in anderen Bereichen unterscheiden sich diese beiden Zeitgenossen. Während die Beuteltiere sich mehr und mehr beim Überwinden größerer Distanzen beweisen, findet man das Tapir heutzutage auch verstärkt beim Erklimmen eher senkrechter Hindernisse.
Aber trotz dieser offensichtlichen Unterschiede haben die beiden natürlich auch einige Gemeinsamkeiten. Man denke nur an die ausgeprägten Nestbautriebe! Zu erwähnen währe da z.B. der aktuelle Wettbewerb der Leipziger Tapire, bei dem eine ganze Campingausrüstung als Preis aussteht!

???
Häh?
Tapire?
Campingausrüstung?
Jetzt müsst ihr mich wohl vollends für verrückt erklären!
Aber weit gefehlt!
Der kleine, rote Unpaarhufer ist nämlich das Logo des sympathischen Leipziger Outdoorladens mit dem passenden Namen Tapir!
Und eben dieses Geschäft von Outdoor Enthusiasten hat zu einem ungewöhnlichen Wettbewerb aufgerufen, bei dem eine komplette Campingausrüstung als Preis ausgeschrieben wurde! Grund genug für mich darauf aufmerksam zu machen. Denn solche Aktionen, bei denen auch insbesondere die Kreativität der Teilnehmer gefordert ist, finden natürlich auch meinen Zuspruch.

Für mich stellt sich an dieser Stelle vor allem eine Frage. Wie würde eine gemeinsame Unternehmung von Tapir und Beuteltier heutzutage wohl aussehen? Und bei was für einer Gelegenheit könnte so ein Zusammentreffen stattfinden?

Natürlich würden wir es begrüßen, wenn bei unserer anstehenden Schottlandtour auch ein Tapir mit dabei währe. Ob so ein Tier sich aber so schnell und spontan dazu aufgerappelt kriegt sich auf einen ausgedehnten Streifzug in den Highlands einzulassen? (Mal ganz von den Impfauflagen und den Einfuhrgesetzen für Wildtiere abgesehen...)
Und wer weiß ob er sich mit den "Einheimischen" verträgt?

Vielleicht dann doch eher auf unserer diesjährigen Tour nach Island? Auch wenn so ein Tapir bestimmt recht neugierig ist, wie es dort wohl aussehen mag (und so ein Bad in einer heißen Quelle ist bestimmt auch nicht zu verachten!) wird es doch mit Sicherheit nach vier Wochen etwas saftiges Grün vermissen! Das wollen wir natürlich auch nicht, dass es Heimweh bekommt.

Also lieber was "Kürzeres" in der Nähe? Evtl. bei der 100 km Langstreckenwanderung "Horizontale Jena" nächsten Monat? Zumindest währe das nicht alzu weit weg für so einen Leipziger Tapir. Aber ob sich der kleine, rote Geselle bei so einer Massenveranstaltung wohl fühlt?

Wenn man sich die Interessen unserer beiden tierischen Zeitgenossen anschaut und nach einer Gegend guckt, die beiden gerecht wird und auch nicht alzu weit entfernt liegt, würde sich doch das Elbsandsteingebirge anbieten?
Hier könnten beide nach Herzenslust rumstromern, kraxeln oder einfach die herrlichen Ausblicke genießen. Und abends bieten die Boofen ausgefallene Möglichkeiten für ein Nachtlager. Klingt doch perfekt!
Und die Ausrüstung? Von Wildtieren sollte man ja annehmen, dass sie grundsätzlich nicht mehr benötigen, wie ihnen die Natur mitgegeben hat. Aber da es sich bei unseren beiden Gesellen ja um ein paar ganz spezielle Vertreter ihrer Art handelt, kommt das ein oder andere Teil vielleicht doch ganz gelegen...
Da so ein aktiver Tag natürlich Hunger macht und sowohl Tapire als auch Beuteltiere von Natur aus Schleckermäuler sind, muss natürlich für ein warmes und schmackhaftes Abendessen gesorgt werden!
Für unterwegs bietet sich aufgrund der einfachen Zubereitung und des leichten Gewichts (wir wollen ja auch nicht, dass sich die beiden unnötig abschleppen) ein praktisches Fertiggericht an. Zubereiten und genießen kann man es gleich aus der Tüte, was auch den lästigen Abwasch erspahrt. Und damit die Pfoten bzw. der Rüssel hinterher nicht komplett verklebt und beschmiert sind bietet sich der Longspoon von sea-to-summit an.
Nach dem Abendessen heißt es dann aber auch für Tapir und Beuteltier sich langsam um das Nachtlager zu kümmern. Anstatt aber einen stattlichen Laubhaufen zusammen zu scharren, oder sich gleich eine Kuhle in die Erde zu buddeln ziehen die beiden verwöhnten Zeitgenossen aber schon etwas bequemeres vor. Die Beuteltiere nesten sich wie immer auf ihrer bunten Zusammenstellung aus EVA-Matten, kurzen selbstaufblasenden Isomatten und Kissen und rollen sich anschließend in ihren selbst genähten Quilt. So ein "Taubennest" ist vermutlich für den Tapir nichts. Der legt sich lieber auf eine normallange Isomatte von Therm-a-Rest auf der er dann genüsslich bis zum nächsten Morgen vor sich hinschnarcht und davon träumt, was der nächste gemeinsame Tag mit den Beuteltieren noch bringen mag...


Wer erfahren möchte, was so ein Tapir sonst noch so alles anstellt, sollte unbedingt auch mal einen Blick auf den Tapir Blog werfen!

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