Donnerstag, 21. Juli 2011

Marmot Cristaline Jacket

Bevor es für uns jetzt endlich nach Island geht, wollten wir Euch noch schnell ein paar der Sachen vorstellen, die wir diesmal in unserem Gepäck haben. Bei einem Blick in mein Tagebuch habt ihr ja schon einen unserer Begleiter kennen gelernt. Aber wenn man sich mal in der Blogger & Outdoorszene so umguckt stellt man recht schnell fest, dass mit wenigen Ausnahmen die Frauen immer etwas zu kurz kommen. Und obwohl wir in der Regel immer zu zweit auf Tour sind haben sich die bisherigen Ausrüstungsspezifischen Berichte doch eigentlich immer nur um Männerspielzeug gedreht. Das wollen wir ab sofort ändern und damit überlass ich mal meiner Frau den Platz an der Tastatur, damit sie Euch ihr neues "Schmuckstück" vorstellen kann:

Das hast Du schön gesagt! 
Na gut, worum geht's? Seit gut 5 Jahren hab ich eine Paclitejacke von Haglöfs auf Tour mit dabei.  Gewicht: 380 Gramm! Blättert man heutzutage durch die verschiedenen Prospekte, die einem ins Haus flattern, kann man sich kaum noch vorstellen, dass sie mir damals unglaublich leicht vor kam! Da sie aber bisher zu einen meinen Lieblingsstücken gezählt hat, hatte ich sie nicht nur immer noch auf Tour mit dabei, sondern nutzte sie auch regelmäßig im Alltag. Aber leider bleibt auch bei der schönsten Jacke der Zahn der Zeit nicht stehen und mittlerweile häufen sich die Wassereinbrüche an den verschiedensten Stellen. Zeit sich mal nach was Neuem umzugucken!


Da kam das Angebot der Bergfreunde gerade recht sich mal die Crystalline Jacket von Marmot mal genauer anzugucken. Etwas farbenfroher durfte es diesmal auch werden und so war der Beschluss schnell gefasst. "Her damit!"
Mit nachgewogenen 176 Gramm in Größe M zählt sie durchaus zu den momentan leichtesten Jacken die auf dem Markt erhältlich sind! Also weniger als die Hälfte meiner alten Jacke! Und das trotz durchgehendem Reißverschluss und zwei Jackentaschen
(Basti ärgert sich jetzt immer, dass sein Smock trotz kurzem Reißverschluss und nur einer einzigen Tasche trotzdem nicht leichter ist!)

Aber mal ganz abgesehen von dem verdammt niedrigen Gewicht und der schicken Farbe fiel mir sofort der angenehme Stoff auf. Sonst sind so Regenklamotten ja oft etwas steif und haben so einen Kunststofftouch. Das Material was Marmot verwendet hebt sich davon aber komplett ab. Es ist sehr geschmeidig und auf der Haut fühlt es sich eher seidig an! Wirklich sehr angenehm. 
Und der Sitz? Für mich perfekt!

Anfangs dachte ich sie könnte eventuell etwas zu körperbetont geschnitten sein, so dass man nichts warmes mehr drunter bekommt. Aber selbst mit einem Fleece trägt die Jacke nicht auf! Und dabei ist sie doch soweit in Form, dass sie nirgends hängt oder baucht. Die Länge ist sehr angenehm, geht sie doch noch ein Stück über den Popo und lässt somit auch die Nieren nicht frei. Die Kapuze sitzt auch recht angenehm. Ob man da jetzt noch einen Helm drunter kriegt (Wer das unbedingt möchte. Ich möchte es nicht!) kann ich nicht sagen. Das muss jemand anders feststellen. Zumindest bietet sie genug Platz für lange Haare...

Der Schirm ist auch breit genug, damit man nicht gleich den ganzen Regen ins Gesicht kriegt.
(auf dieses Bild hat Basti UNBEDINGT bestanden...)
Die Ärmel sind angenehm lang und auch weit genug geschnitten um sie auch mal was hochschieben zu können und lassen sich ansonsten mit einem Klettbündchen sichern. 
(Basti hat an seiner Jacke nur ein einfaches Gummibündchen, bei gleichem Gewicht...) 

Auch wenn ich eigentlich davon ausgehe, dass wenn man heutzutage eine Regenjacke kauft, die in der Regel auch dicht halten sollte, kann man bei so einem feinen und leichten Stoff doch schonmal nachdenklich werden. Marmot verwendet als Material die sogenannte Membrain Strata Membrane auf einem Nylonripstopgewebe. Der Hersteller gibt eine Wassersäule von 20.000mm und eine Wasserdampfdurchlässigkeit von 20.000g/m2/24h an. 
Selbstverständlich sind alle Nähte getapet und die Taschen haben eine Abdeckleiste (praktisch, wenn man mal vergisst die ganz zu schließen!) und für den Frontreißverschluss haben die einen wasserdichten Reißverschluss verwendet.
Ich denke, dass das wohl reichen sollte. Ob sie mich aber wirklich trocken gehalten hat erfahrt ihr dann wenn wir aus Island zurück sind! 

Sollte ich sie wieder erwarten dort aber doch nicht gebraucht haben, lässt sie sich übrigens in der eigenen Tasche verstauen, so dass man sich einen extra Packbeutel sparen kann!
(Bastis Jacke kann das nicht...)


Wer vielleicht nicht so lange warten möchte bis wir aus Island wieder da sind und lieber seine eigenen Erfahrungen mit der Jacke machen möchte, sollte vielleicht mal bei den Bergfreunden nachfragen, ob die noch eine im Lager haben!


UPDATE: Mittlerweile sind wir aus Island zurück gekehrt. Leider konnte die Jacke die gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Bereits nach kurzer Zeit drückte sich das Wasser durch das Gewebe. Eine ausführlichere Schilderung der Erfahrung mit dieser Jacke findet sich in unserem Bericht "Island - unsere Ausrüstung"

Sonntag, 17. Juli 2011

Icebreaker Oasis Crew

Liebes Tagebuch,
heute hatte ich ein Päckchen von Webtogs in der Post. Konnte es wirklich schon sein? Der Versand bei denen ist wirklich schnell. Insbesondere wenn man bedenkt, dass der Laden in England sitzt!
Aber zurück zum Päckchen. Auch wenn es zur Zeit eher T-Shirt Wetter ist konnte ich mich über ein schönes Longsleeve von Icebreaker freuen. Genauer gesagt das Icebreaker Oasis Crewe aus 200er Merino-Wolle in einem schicken grau/ grün. (Icrebreaker bezeichnet das wohl als "camo")
Also nichts wie angezogen, das gute Teil. Immerhin mein erstes von Icebreaker (wenn man mal von meinen Lieblingssocken absieht) und da darf man ja wohl neugierig sein!

Mein erster Eindruck:
Uh, etwas eng die Arme! Tatsächlich ist das Oasis Crewe sehr körperbetont geschnitten. Aber trotz breitem Oberkörper sitzt es recht angenehm. Zumindest engt es bisher nirgendwo ein. Die Arme sind zwar sehr straff geschnitten, aber zwicken tut nichts. Vermutlich wird sich das auch noch geben. Wolle ist ja eh dafür bekannt, dass sie mit der Zeit etwas nachgibt. Aber ansonsten wirklich ein schickes Teil! Durchaus Alltags tauglich. Könnte man auch problemlos zu 'ner Jeans tragen. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Outdoorklamotten sieht man ihm gar nicht an, was drin steckt. Sympathisch  so ein Understatement. Ja, aber was kann es denn, bzw. was soll es denn können?

Auf der Packung steht etwas von "the most comfortable, best performing base layer System in the world". Und das auch noch "Garantiert!" Na, da kann ich ja mal gespannt sein.
Mal weiterlesen:
"feels better" - stimmt bisher. Trägt sich ganz angenehm auf der Haut und im Vergleich zu normaler Wolle, juckt es auch nicht.
"warms better" - Wird sich noch zeigen. Aber Wolle hat ja eh den Ruf gut zu isolieren. Also mal abwarten.
"breathes better" - ehrlich gesagt, bin ich mir nicht 100% sicher was die damit meinen. Ich denke mal das soll soviel heißen wie: Man schwitzt weniger, bzw. man hat nicht so schnell einen Hitzestau.
Ob das nicht ein Wiederspruch zu der angeblich besseren Wärmeleistung sein soll? 
"smells better/ no stink" - HA! Da bin ich wirklich mal gespannt! Angeblich soll Merinowolle ja weniger schnell riechen wie Kunstfaser. Na gut. Kunstfaser stinkt wirklich oft recht schnell, trocknet nach der Wäsche dafür aber auch schneller. Bei meinen Icebreaker Socken hab ich das ja aber auch schon feststellen können, dass die deutlich weniger riechen. Aber die wechsel und lüfte ich ja auch öfters wie ein Oberteil. Langzeittest? Na klar!

Icebreaker gibt die 200er Stärke als "cool" an, soll heißen es ist weniger dick und wohl auch für wärmere Jahreszeiten gedacht. Bingo! Die haben wir doch grade! Also werd ich das gute Stück gleich mal anbehalten und gucken, wie es sich die nächsten Tage macht. 



Liebes Tagebuch,
Bin gerade von einer kleinen Laufrunde zurück. Mit dabei das Icebreaker Oasis Crewe. Erstaunlicherweise war es nicht zu warm! Klar fühlte es sich wärmer an wie ein luftiges Laufhemd. Hat ja schließlich auch lange Arme. Aber zu einem Hitzestau kam es wieder Erwarten nicht. Hat sogar recht gut temperiert. Wenn es schon bei so einer Aktivität mitspielt, sollte es doch auch angenehm auf einer Wanderung zu tragen sein?!



Liebes Tagebuch,
mir ging die ganze Zeit diese Sache mit "wärmt auch wenn es nass ist" nicht aus dem Kopf. Das muss man doch mal irgendwie testen können? Einerseits riecht es zwar noch nicht, und fies fühlt es sich auch noch nicht an (im Gegenteil), aber man ist ja experimentierfreudig...

Na gut. Klar war es nicht mehr ganz so kuschelig nachdem es erstmal komplett durch war, aber so wirklich unangenehm war es auch nicht. Und obwohl sich die Wolle doch recht vollsaugen kann, war es am nächsten Tag wieder trocken. Ob das auch "draußen" klappt hängt natürlich auch immer vom Klima ab. Aber zumindest weiss ich jetzt, dass man das schicke Teil auch ruhig mal bedenkenlos weitertragen kann, wenn es feucht ist.



Liebes Tagebuch,
In den letzten Tagen waren die Temperaturen hier doch deutlich über 22°C. Leider viel zu warm für mein Icebreaker. Die dunkle Farbe hat dann in der Sonne ihr übriges getan um mir so richtig einzuheizen. So ein 200er Merino-Oberteil ist also als reines Baselayer auf sommerlichen Touren wohl doch zu warm. Aber evtl. wenn es mal abends etwas frischer wird? Ich denke auf unserer anstehenden Islandtour wird es wohl in seinem Element sein!
Bis dahin werd ich wohl erstmal zu was kühlerem greifen.



Liebes Tagebuch,
Huhuu! Es hat sich was abgekühlt! Zeit mal wieder mein Icebreaker rauszuholen! Also gleich mal damit auf Rädchen geschwungen und ab zur Uni! War genau das bisschen Extra Wärme was ich so früh morgens gebraucht hab. In der Stadt wirkte es dann auch keineswegs deplatziert. Auch beim stärkendem Espresso im Bistro machte es eine gute Figur. Und Nachmittags auf dem Rückweg wurden nur kurz die Ärmel hochgeschoben und das Klimamanagement passte wieder.



Liebes Tagebuch,
Jetzt hab ich das Icebreaker schon gut vier Wochen und es ist in der Zwischenzeit eines meines Lieblingsstücke geworden. Zwar ist es für den Sommer wohl definitiv etwas zu warm, aber es werden ja auch wieder kühlere Tage kommen. 
Eventuell sollte ich noch mal bei Webtogs vorbeischauen, in welchen Farben es das schicke Teil noch gibt? Dann müsste ich nicht drauf verzichten, wenn es mal in der Wäsche ist! 
(Apropos:  Waschen kann man das Teil trotz Wolle übrigens ganz bequem in der Waschmaschine und selbst der anschließende Gang in den Trockner konnte ihm nichts anhaben... War allerdings ein Versehen und ich lass es lieber so trocknen. Aber gut zu wissen!)


Liebes Tagebuch,
Unsere Islandreise steht jetzt unmittelbar vor der Tür. Die Vorbereitungen sind aber noch lange nicht abgeschlossen und es werden wohl einige Entscheidungen in der letzten Minute getroffen werden.
Zumindest in einem Punkt bin ich mir aber sicher. Das Icebreaker Oasis Crewe kommt mit!