Bevor es für uns jetzt endlich
nach Island geht, wollten wir Euch noch schnell ein paar der Sachen vorstellen,
die wir diesmal in unserem Gepäck haben. Bei einem Blick in mein
Tagebuch habt ihr ja schon einen unserer Begleiter kennen gelernt. Aber
wenn man sich mal in der Blogger
& Outdoorszene so umguckt stellt man recht schnell fest,
dass mit
wenigen Ausnahmen die Frauen immer etwas zu kurz kommen. Und
obwohl wir in der Regel immer zu zweit auf Tour sind haben sich die bisherigen
Ausrüstungsspezifischen Berichte doch eigentlich immer nur um Männerspielzeug gedreht.
Das wollen wir ab sofort ändern und damit überlass ich mal meiner Frau den
Platz an der Tastatur, damit sie Euch ihr neues "Schmuckstück"
vorstellen kann:
Das hast Du schön gesagt!
Na gut, worum geht's? Seit gut 5 Jahren hab ich eine
Paclitejacke von Haglöfs auf Tour mit dabei. Gewicht: 380 Gramm!
Blättert man heutzutage durch die verschiedenen Prospekte, die einem ins Haus
flattern, kann man sich kaum noch vorstellen, dass sie mir damals unglaublich
leicht vor kam! Da sie aber bisher zu einen meinen Lieblingsstücken gezählt
hat, hatte ich sie nicht nur immer noch auf Tour mit dabei, sondern nutzte sie
auch regelmäßig im Alltag. Aber leider bleibt auch bei der schönsten Jacke der
Zahn der Zeit nicht stehen und mittlerweile häufen sich die Wassereinbrüche an
den verschiedensten Stellen. Zeit sich mal nach was Neuem umzugucken!
Da kam das Angebot der Bergfreunde gerade recht sich mal
die Crystalline Jacket von Marmot mal genauer anzugucken. Etwas
farbenfroher durfte es diesmal auch werden und so war der Beschluss schnell
gefasst. "Her damit!"
Mit nachgewogenen 176 Gramm in Größe M zählt
sie durchaus zu den momentan leichtesten Jacken die auf dem Markt erhältlich
sind! Also weniger als die Hälfte meiner alten Jacke! Und das trotz durchgehendem
Reißverschluss und zwei Jackentaschen!
(Basti ärgert sich jetzt immer, dass sein Smock trotz
kurzem Reißverschluss und nur einer einzigen Tasche trotzdem nicht leichter
ist!)
Aber mal ganz abgesehen von dem verdammt niedrigen Gewicht
und der schicken Farbe fiel mir sofort der angenehme Stoff auf.
Sonst sind so Regenklamotten ja oft etwas steif und haben so
einen Kunststofftouch. Das Material was Marmot verwendet hebt sich davon aber
komplett ab. Es ist sehr geschmeidig und auf der Haut fühlt es sich eher seidig
an! Wirklich sehr angenehm.
Und der Sitz? Für mich perfekt!
Anfangs dachte ich sie könnte eventuell etwas zu
körperbetont geschnitten sein, so dass man nichts warmes mehr drunter bekommt.
Aber selbst mit einem Fleece trägt die Jacke nicht auf! Und dabei ist sie doch
soweit in Form, dass sie nirgends hängt oder baucht. Die Länge ist sehr
angenehm, geht sie doch noch ein Stück über den Popo und lässt somit auch die
Nieren nicht frei. Die Kapuze sitzt auch recht angenehm. Ob man da jetzt noch
einen Helm drunter kriegt (Wer das unbedingt möchte. Ich möchte es nicht!) kann
ich nicht sagen. Das muss jemand anders feststellen. Zumindest bietet sie genug
Platz für lange Haare...
Der Schirm ist auch breit genug, damit man nicht gleich
den ganzen Regen ins Gesicht kriegt.
(Basti hat an seiner Jacke nur ein einfaches
Gummibündchen, bei gleichem Gewicht...)
Auch wenn ich eigentlich davon ausgehe, dass wenn man
heutzutage eine Regenjacke kauft, die in der Regel auch dicht halten sollte,
kann man bei so einem feinen und leichten Stoff doch schonmal nachdenklich
werden. Marmot verwendet als Material die sogenannte Membrain Strata
Membrane auf einem Nylonripstopgewebe. Der Hersteller gibt eine Wassersäule
von 20.000mm und eine Wasserdampfdurchlässigkeit von
20.000g/m2/24h an.
Selbstverständlich sind alle Nähte getapet und die Taschen
haben eine Abdeckleiste (praktisch, wenn man mal vergisst die ganz zu
schließen!) und für den Frontreißverschluss haben die einen wasserdichten
Reißverschluss verwendet.
Ich denke, dass das wohl reichen sollte. Ob sie mich aber
wirklich trocken gehalten hat erfahrt ihr dann wenn wir aus Island zurück
sind!
Sollte ich sie wieder erwarten dort aber doch nicht
gebraucht haben, lässt sie sich übrigens in der eigenen Tasche
verstauen, so dass man sich einen extra Packbeutel sparen kann!
(Bastis Jacke kann das nicht...)
Wer vielleicht nicht so lange warten möchte bis wir aus
Island wieder da sind und lieber seine eigenen Erfahrungen mit der Jacke machen
möchte, sollte vielleicht mal bei den Bergfreunden nachfragen, ob die noch eine
im Lager haben!
UPDATE: Mittlerweile sind wir aus Island zurück gekehrt. Leider konnte die Jacke die gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Bereits nach kurzer Zeit drückte sich das Wasser durch das Gewebe. Eine ausführlichere Schilderung der Erfahrung mit dieser Jacke findet sich in unserem Bericht "Island - unsere Ausrüstung"



Sehr schön, Rike!
AntwortenLöschenNun bekommt man endlich auch mal was vom Beutelfrauchen zu lesen.
Kann nur hoffen, daß deine ersten positiven Eindrücke Bestand haben und das feuchte Nass draußen bleibt.
Beim Gewicht hast du nun klar die Nase vorn, aber wie wir Basti kennen, wird er sich nur ungern lange damit zufrieden geben... ;- )
Wünsche euch unvergessliche Touren auf Island mit vielen bleibenden Erinnerungen von der einzigartigen Insel!
Liebe Grüße,
Nitro
Great review from the female perspective with great photos too. We need more reviews like these so I can point my female hiking friends towards them and let them read about female specific designs. Keep up the good work!
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