Montag, 12. September 2011

Einmal Island und zurück

Island stand schon länger auf der Liste unserer Reiseziele. Dieses Jahr haben wir diesen Plan in die Tat umgesetzt. Schaut man sich auf den diversen Blogs und in den einschlägigen Foren um, waren wir mit unserem Plan nicht allein. 2011 war scheinbar das Jahr der Islandtouren.
Allein bei Hendriks "week in review" tauchten mehrere Reiseberichte auf. Doch wie jeder Reisende einen eigenen Charakter hat, sind auch die Eindrücke die ein jeder mit sich bringt unterschiedlich. Daher wollen wir Euch auch nicht mit unseren verschonen...

Vier Wochen waren wir auf der Insel "aus Feuer und Eis" mit unseren Rucksäcken unterwegs.
Zeit genug nicht eine, nicht zwei sondern drei ausgedehnte Wanderungen in den verschiedenen Ecken dieser Insel zu machen. Zwischendurch ergaben sich dabei immer noch Möglichkeiten für kürzere Abstecher und Unternehmungen, wie etwa der "Besuch" eines Gletschers oder ein Segeltrip um Wale zu beobachten. Eigentlich viel zu viele Eindrücke als das man diese in einen einzelnen Reisebericht packen könnte.

Daher haben wir für Euch ein "kleines" Video vorbereitet. Aufgrund der Größe mussten wir dieses leider in zwei "Folgen" aufteilen. Ich hoffe, das trübt den Filmgenuss nicht all zu sehr.

Vorher aber noch kurz ein paar Eckdaten:
Unsere erste Tour führte uns über den klassischen Laugavegur. Jedoch entschieden wir uns ihn nicht wie in 90% aller Reiseführer von Norden nach Süden zu bewundern sondern in umgekehrter Richtung. Damit hatten wir ein Bad in den heißen Quellen von Landmannalaugar als Belohnung am Ziel quasi vor Augen. Um diese Wanderung noch etwas auszudehnen, starteten wir nicht in Porsmörk sondern begannen bereits in Skogar, an der Südküste Islands.
Unsere erste Wanderung führte also von Skogar, über Porsmörk nach Landmannalaugar.

Von dort ging es mit dem Hochlandbus zum Skaftafell Nationalpark. Im weiteren Verlauf unsere Reise nutzten wir die Gelegenheit mit einem Amphibienfahrzeug frisch gekalbte Eisberge eines Gletschers aus der Nähe zu betrachten. Entlang der Ostküste ging es mit dem Bus über die Ringstraße vorbei an Höfen bis nach Myvatn, dem "Mückensee" wie er genannt wird. Dort entschlossen wir uns zu einer weiteren Wanderung. Vom Vulkan Krafla aus wanderten wir gen Norden bis nach Asbyrgi, dessen Form angeblich durch den Hufabdruck Sleipnirs, Odins achtbeinigem Pferdes zu verdanken ist.

Von dort ging es mit dem Bus nach Husavik um bei ordentlichem Seegang mit einem alten Schoner raus zum Walewatching zu segeln.

Über Akureyri, der "Hauptstadt des Nordens" setzten wir unsere Rundreise schließlich fort und wanderten auf dem alten Kjallvegur, einer historischen Nord-Süd-Route durch das sandige Hochland der Insel.

Zurück in Reykjavik widmeten wir uns dann ganz unserer touristischen Seite bevor wir schließlich wieder nach hause flogen.

Jetzt aber erstmal die Bilder:
(Ich empfehle sie auf YouTube mit HD-Qualität und FullScreen zu gucken)





Unsere gesamte Tour war stark von den Menschen geprägt die wir unterwegs trafen.
Sei es der netten Mutter, die uns an einem Laden geradeheraus ansprach und uns fragte, ob sie uns irgendwohin mitnehmen könnte.
Der kleinen, bunt gemischten Runde an Weltenbummlern, die scheinbar schon jeden Winkel dieser Erde besucht hatten und von denen wir den einen oder anderen immer wieder unterwegs begegneten.
Unserer netten Gesprächspartnerin in einem entlegenen "Hochlandkaffee" die uns die mehrstündige Wartezeit auf den Bus angenehm verkürzte (und meine Schuhe am Ofen trocknete!).
Aber auch das niederländische Pärchen, das den Schwefelgeruch auf dem Laugavegur so schön malerisch beschrieb: "Puh, das riecht als hätte jemand was falsches gegessen!" Und nach der Begutachtung unserer Ultraleichtrucksäcke: "Die sind so leicht, die könnte ich mit beiden Fingern in der Nase tragen!"
Nicht zu vergessen die beiden deutschen Kollegen aus der Bloggerwelt, die uns des Nachts noch zu einem gemütlichen Umtrunk eingeladen hatten. Ein Wunder, dass sich keiner auf dem Zeltplatz über uns beschwert hat...

Insgesamt war das eine sehr schöne und abwechslungsreiche Tour. Die nächste größere Tour könnte uns nur ruhig wieder mal in etwas wärmere Gefilde führen... ;-)


Und für all die "Gear-igen" unter euch: Unsere Ausrüstung werden wir in einem gesonderten Beitrag noch mal näher ins Auge nehmen.



Kommentare:

  1. Schön, wenn's gefällt!

    Kosten sind immer so eine Sache. Campen ist auf Island erstaunlich günstig. In der Regel ab 5€ aufwärts pro Person und Tag.
    Essen muss man ja auch zu hause irgendwie, also relativiert sich das irgendwo. Insgesamt sind die Lebensmittel auf Island jedoch teurer wie bei uns, da diese nahezu alle importiert sind. Aber es finden sich auch "Schnäppchen"! Nudel gibt es z.B. schon ab umgerechnet 60 Cent! Also ruhig mal stöbern. Es lohnt sich!
    Da es mehr als eine Buslinie gibt muss man sich gründlich informieren. Die Fahrten reissen am meisten in die Urlaubskasse. 150-200€ für eine Inselumrundung sollte man einplanen. Allerdings reden wir hier auch von nahezu 3000 km! Alternativ lässt es sich aber auch problemlos trampen...
    Es kommt also immer drauf an, was man möchte. Spart man an den richtigen Stellen ein, kann man sich auch mal das ein oder andere Highlight gönnen!

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  2. Sebastian Kotterba13. September 2011 um 08:38

    Wow - echt geil. Was für Bilder! Bin gespannt auf den Ausrüstungsartikel :-)

    Btw.: Sleipnir hat acht Beine ;-)

    Gruß
    Jaddar

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  3. Ich sollte einfach nichts mehr spät in der Nacht schreiben... ;-)

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  4. Sehr schöne Tour und beeindruckende Bilder!
    Ich glaub ich muss da trotzdem nicht hin ;)

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  5. Sehr schöner Bericht, da bekomme ich gleich Sehnsucht. Vier Wochen Urlaub am Stück, beneidenswert. 

    Gruß, Almut

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  6. Für "kalte Füße" ist das wirklich nichts...
    ;-)

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