Dienstag, 18. Dezember 2012

Korsika - GR20 - unsere Ausrüstung


Der erste Schnee ist bereits gefallen da wird es nun wirklich Zeit mal einen Blick auf die Ausrüstung zu werfen mit der wir diesen Sommer unterwegs waren. Immerhin bietet der Winter genug Zeit darüber zu reflektieren und fürs nächste Jahr entsprechende Schlüsse zu ziehen.
Wie immer konzentriere ich mich auf einige wenige, dafür aber entscheidende Teile die entweder für unsere Tour entscheidend waren oder die uns auf die ein oder andere Art und Weise besonders aufgefallen sind.

Fangen wir mal mit den Rucksäcken an die wir auf dem GR20 dabei hatten. Ganz entgegen unserer Gewohnheit sind wir diesmal nicht mit unseren huckePACKs oder huckePÄCKCHEN gestartet. Um nochmal den Blick für die aktuellen Ultraleicht Rucksäcke zu weiten entschloss ich mich mit dem Urvater aller UL-Packs loszuziehen, dessen Design sich auch heute noch in fast allen Packs wiederfindet.  Dem GoLite Breeze!
der Breeze voll beladen

Von der Konstruktion her ein einfacher, großer Sack mit einem das Volumen erweiterbaren Kragen. Als Verschluss ein simples Gurtband mit einer Schnalle. Seitlich zwei geradlinig geschnittene Netzaußentaschen, auf der Frontseite eine großvolumige Netztasche über die gesamte Länge. Als zusätzliches Feature gibt's oberhalb der seitlichen Netztaschen noch zwei fest vernähte Gurte die dazu genutzt werden können lange Ausrüstungsgegenstände (Schirm, Trekkingstöcke, etc. ) zu sichern oder auch als "Sockenhalter" beim Trocknen dienen können. Abgerundet wird der Sack durch zwei üppig gepolsterte, breite Schultergurte.
Kein Hüftgurt, kein Brustgurt, keine Rückenpolsterung, kein Deckel geschweige denn irgend ein Reißverschlussfach.
Als Versteifung und Polsterung des Packs habe ich unterwegs wieder unsere Isomatten als Ramen benutzt.
Losgezogen bin ich mit rund 12 Kilo (Baseweight plus Verpflegung für 2 Leute). Ich will hier jetzt nichts verschönen. Ich hab mir Anfangs wirklich einen Hüftgurt gewünscht! Insbesondere bei dem ständigen Auf- und Ab während der ersten Nordpassagen auf dem GR20 war das spürbar. Aber mit zunehmender Strecke schrumpften auch unsere Vorräte und der Pack ließ sich recht bequem tragen, was nicht zuletzt an den von mir vorher oft unterschätzten Schultergurten lag.
Die extra Polsterung und die Breite verteilten die Last recht gut auf den Schultern ohne dass es zu punktuellen Druck oder Scheuerstellen kam. Nach ein paar Tagen war auch der fehlende Hüftgurt kein Problem mehr. Vielmehr erlaubte dies, dass meine Hüfte nicht in ihrem natürlichen Bewegungsmechanismus gehemmt wurde. Unterm Strich sorgte dies für weniger Ermüdung als wenn der Bewegungsapparat durch einen Hüftgurt eingeschränkt gewesen währe. Insbesondere bei dem teils fordernden Gelände war dies spürbar.
Die zwar hoch geschnittenen Seitentaschen boten genug verlustsicheren Stauraum für alles mögliche, jedoch machte der Schnitt der Taschen es mir nicht ohne weiteres möglich auf den Inhalt zuzugreifen ohne den Pack abzusetzten. Das war jetzt nicht so tragisch, da wir zu zweit unterwegs waren und jeweils die eigenen Sachen (Sonnenbrille, Snacks, etc.) beim anderen auf dem Rücken untergebracht wurden. Alleine hätte ich mir aber ein paar besser zugängliche Taschen wie etwa beim huckePACK gewünscht.
Der Rollverschluss des Breeze war nicht nur sehr simpel und störungsfrei, sondern erlaubte es auch problemlos das Volumen des Packs an den Inhalt anzupassen. Dauerte der Zugriff doch gefühlt etwas länger wie beim huckePACK war der Zugang an den Inhalt bei geöffnetem Verschluss aber leicht angenehmer, da der Kragen des Breeze sich leichter "zur Seite" räumen ließ wie der Deckelförmige Verschluss meines Laufbursche Modells.
Etwas negativ beim Breeze ist mir der stark tonnenförmige Schnitt des Breeze beim Trageverhalten aufgefallen. Zwar kann man je nach Packart den Rucksack auch etwas in Form bringen, aber insgesamt währe ein etwas schlankerer Schnitt sinniger um den Schwerpunkt näher an den Körper zu bringen. Gerade beim Kraxeln hab ich gemerkt, dass der Pack recht weit vom Rücken abstand und dazu neigte hin- und herzuschwanken.
Die Form ist damit wohl gut für lange, eher gemäßigte Strecken geeignet, im alpinen Bereich ist aber eine schlankere Form vorzuziehen.

Unterm Strich war ich aber sehr zufrieden mit der Leistung dieses Großvaters. Auch wenn der Breeze mich jetzt nicht gleich auf jeder Tour begleiten wird, so wird er in Zukunft bestimmt wieder öfters zum Einsatz kommen. Zumindest hat mir diese Erfahrung mit ihm geholfen andere Packs und deren Ausstattung und Design für mich nochmal besser einschätzen zu können.

Da diesmal keine großvolumigen Daunensachen benötigt wurden, konnte meine Frau sich mit meinem Raidlight Evolution, einem 20Liter Laufrucksack begnügen.
der Raidlight Evolution mit zusätzlichem Wasservorrat
und den Trailpoles in der dafür vorgesehenen Halterung 

Vermutlich der kleinste Pack auf dem gesammten GR20. Das dieser dann oft noch nicht mal ganz voll war sorgte mehr als einmal für ungläubige Blicke. Zwar war das Volumen des Packs recht klein, dafür hatte Rike das Vergnügen unser Wasser zu tragen. Mitunter bis zu 5 Liter. Jede Netzseitentasche fasste dabei eine 1Liter Platybus Faltflasche. Eine große 2 Liter Platybus verschwand im dafür vorgesehenen, zentralen Frontfach. Eine weitere Flasche wurde bei äußerstem Bedarf unter die obere Fixierung geschnallt.
Viel kann man zu diesem einfachen Rucksack nicht sagen. Der Zugang zum Hauptfach erfolgt über einen weit zu öffnenden Reißverschluss. Die Rückenpolsterung kann entfernt werden und dient damit gleich als minimalistische Isomatte (eher ein kleines Sitzkissen). Der Rucksack an sich ist wie bei Laufrucksäcken üblich für einen hohen Sitz konzipiert. Insgesamt hat er sich auf unserer Tour sehr gut geschlagen. Man konnte gut erkennen, dass er für Ultraläufe wie etwa den Marathon des Sables entwickelt worden war. Ein simpler Rucksack mit gutem Zugang der zuverlässig das macht wofür er konstruiert ist. Insbesondere die gute Komprimierbarkeit durch eine komplett umlaufende Schnürung hat maßgeblich zur Performance und seinem sicheren Sitz beigetragen.
Unterwegs sind uns aber leider die Zipper des Reißverschlüsse des Hauptfachs kaputt gegangen. Nicht die kleinen Schlitten, sondern die daran befestigten Metallanhänger. Diese konnten wir leicht durch etwas Schnur ersetzen. Die Klettstreifen, die dazu dienten die Netzseitentaschen oben zu verschließen haben wir rausgetrennt, da es so einfacher war unsere Wasserflaschen zu verstauen. Normalerweise würden diese Netzseitentaschen Kleinkram wie Riegel oder Energiegels aufnehmen und der Klett diese vor Verlust sichern.
Rike war mit dem Rucksack und seinem kompakten Volumen sehr zufrieden und bei einer ähnlichen Tour, bzw. wenn nicht mehr Gepäck benötigt wird, würde sie ihn wohl wieder gerne nehmen.

das Squall 2 findet auch auf begrenztem Fleck noch ausreichend Platz

Die nächste Neuerung in unserem Fundus war das Squall 2 Tarptent von Henry Shires das wir aus zweiter (oder dritter?) Hand bekommen hatten. Für die Klimazone in der wir uns bewegten einfach ideal. Ein großer, gut belüfteter Innenraum mit ausreichend Schutz gegen evtl. fallenden Regen. Mehr als genug Platz für uns und unser gesamtes Gepäck. Mit seiner recht kompakten Grundfläche und der möglichen Minimalabspannung von nur 4 Heringen auch für das Terrain entlang des GR20 ideal. Sehr zu schätzen wussten wir auch den raschen Aufbau. Ein paar Mankos gibt's dann aber doch. Durch das benötigte Gestänge für das Fußende und den forderen Firstpunkt steigt das Packmaß etwas an. Entweder lässt man die kurze Stange am Firstpunkt fest im Zelt und verstaut das gesamte Packet dann senkrecht im Rucksack. Oder man fummelt die Stange jedes mal aufs neue rein und raus und kann dann Gestänge und Zelt getrennt verstauen. Klingt jetzt vielleicht wie Leiden auf hohem Niveau. Aber ein einfacher Firstpunkt wie beim ShangriLa 2 oder auch bei der Ein-Personen-Variante des Squall, dem Contrail währe hier deutlich anwenderfreundlicher und weniger anfällig (und sei es nur gegen Verlust der zusätzlichen Stange). Ich denke nur daran, dass man das Zelt im Regen aufbauen muss und dafür zuerst die Frontabdeckung öffnen muss um an die  Tasche für die Querstange zu gelangen. Der Eingang läge dann entweder offen im Regen oder man muss "blind" die Stange in den engen Schlauch fummeln. Der Ehrlichkeit halber muss ich aber auch sagen, dass wir während unserer Tour keine wirklichen Probleme damit hatten.
Eine Sache hatten wir vor Beginn der Tour jedoch falsch eingeschätzt. Bei einem Probeaufbau und einer kurzen Testtour funktionierten unsere 130cm langen, nicht teleskopierbaren Black Diamont Stöcke recht gut als Frontstangen für das Squall. Der Hersteller gibt aber eine deutlich kürzere Stocklänge für das Tarptent an. Wir beholfen uns einfach in dem wir die Stöcke unten etwas weiter auseinander stellten, so das sie eher wie ein oben abgeflachten A zueinander standen. Bei einigen Windböen auf einem erhöhten und nicht sehr geschützten Platz führte das dann dazu, dass die seitlich auftreffenden Böen das Kopfende des Zeltes seitlich eindrückten und in Folge dessen die Stockspitzen aus den Ösen am Zelt rutschten. Resultat: Stöcke fielen um, Zelt klappte zusammen. Dies passierte aber nur als die Böen in rechtem Winkel auf die Front auftrafen! Aus anderen Richtungen verhielt sich das Tarptent immer tadellos, wodurch uns dieser Schwachpunkt vorher nicht aufgefallen war. Hätten wir Stöcke in der vorgegebenen Länge genutzt, hätte die vordere Firststange rechtwinklig auf den Stockspitzen aufgesetzt. Nicht wie in unserem Fall in einem recht flachen Winkel. Seitlich auftreffende Winde hätten es so viel schwerer gehabt hier Kraft drauf auszuüben. Erfahrung macht einen schlauer...
Hier kann man recht gut den ungünstigen Winkel der Stöcke erkennen.
Diese sollten im Idealfall senkrecht stehen.

Für Gegenden mit eher nordischem Charakter würden wir aber doch eher zu einem Shelter wie dem ShangriLa2 oder der Laufbursche Lavvu greifen. Für warme, bzw. heiße Regionen gewinnt aber das Squall den Preis.

Abgesehen von der Kompatibilität mit dem Squall habe sich die für uns noch recht neuen Black Diamont Stöcke  auf der Tour ansonsten jedoch mehr als bewährt! Auch wenn sie zumindest in der 130cm Länge nicht optimal für den Aufbau unseres Squalls waren haben sie uns auf dem anspruchsvollen Terrain des GR20 vollends überzeugt. Die Griffschlaufen hatten wir übrigens nicht genutzt und gleich zu hause gelassen. (wieder ein paar Gramm gespart...) Vermisst hatten wir sie jedoch nicht. Da wir diesmal nur ein paar Trailpoles dabei hatten, haben Rike und ich uns die meiste Zeit die beiden Stöcke geteilt und konnten dann in der anderen Hand unsere Schirme nutzen. Die Stöcke lagen immer angenehm leicht in der Hand uns ließen sich in Folge dessen immer sehr präzise und ohne Anstrengung plazieren. Es ist immer wider erstaunlich, wie sehr geringeres Gewicht das Handling von Stöcken verbessert. Die Griffe fühlten sich trotz schwitziger Hände und Dreck und Staub immer angenehm an. Und auch wenn die Stöcke über eine fixe Länge verfügten, was insbesondere bei Rike auffallend war, war dies kein wirklicher Abzugspunkt, erlaubte der verlängerte Griff doch ein problemloses Umgreifen.
Auch wenn die Stöcke durch einigen Felskontakt bestimmt nicht geschont wurden, wie die Kratzer auf der Oberfläche bezeugen, haben sie doch nichts von ihrer Integrität eingebüßt und sich als erstaunlich robust herausgestellt!
Der Verschlussmechanismus war vor allem sehr praktisch, da man vor und nach Kletterstellen nie lange Hantieren musste um die Poles zu verstauen oder wieder griffbereit zu haben. Man sollte nur darauf achten, dass die Arretierung auch wirklich hörbar eingerastet ist, sonst wird der Stock mit jedem Schritt merklich kürzer... ;-)
Von mir gibt's jedenfalls eine ganz klare Empfehlung für diese Trailpoles!

Lustwandeln in baumloser Gegend

Ein besonderes Augenmerk verdienen auf dieser Tour unsere Schirme. Von anderen Wanderern auf den ersten Blick wie immer ratlos gemustert, waren sie für uns sozusagen das Ass im Ärmel. Mit leichtem Gepäck und griffigen Trailrunnern ausgestattet konnten wir diese bis auf wenige Stellen mit wirklich anspruchsvollem Gelände erfolgreich nutzen. Der Einsatz als Regenschirm beschränkte sich dabei auf einige wenige Passagen. Als Sonnenschirm trumpften sie aber dank der silbernen Metallic Beschichtung erst richtig auf. Grade mit steigendem Sonnenstand stiegen die Temperaturen auf den baumlosen Passagen des GR20 rasant. Die Schirme lieferten uns dabei immer zuverlässig Schatten. Den Unterschied konnten wir immer gut beobachten, wenn wir anderen Wanderern begegneten die entweder einen hochroten Kopf hatten oder aus allen Poren am Schwitzen waren. Das Mehrgewicht der Schirme haben wir durch deutlich geringeren Wasserverbrauch haushoch wieder reingeholt. Von Überhitzen oder gar Sonnenstich bei uns keine Spur! Ermüdung aufgrund der Temperaturen trat bei uns gar nicht oder erst sehr viel später ein.

Die zweite Karte die wir bei Sonne ausspielten waren unsere beiden Visor. Also diese Stirnbänder mit Schirm vorne dran, bzw. Kappen ohne Deckel... ;-)
Routenstudium nach dem Cirque de la Solitude
Zwar hatten wir auch Sonnenbrillen dabei die auch oft genug zum Einsatz kamen. Der Vorteil des Visors ergab sich aber aus dem Einfallswinkel der Sonne. Die strahlte in der Regel steil von oben und der Schirm direkt über den Augen half damit diese zuverlässig zu schützen. Gerade wenn es oft durch lichten Wald oder zwischen Felsen durch ging, wo sich Licht und Schatten stark abwechselten, war dieser nicht von einer getönten Linse getrübte Blick viel wert. Das so ein Visor kein "Dach" hat half gegen evtl. Wärmestau. Bei besonders heißen Tagen haben wir den Stoff zusätzlich mit Wasser getränkt was uns durch die Verdunstungskälte half in jeder Situation einen kühlen Kopf zu bewahren.

Als Kochsystem haben wir erneut auf unseren bewährten Spirituskocher aus einer alten Getränkedose gesetzt. Der Bushbuddy als Holzkocher ist bei den dort herrschenden Waldbrandbedingungen einfach das Risiko nicht wert. Selbst mit unserem Spiritus-Setup verwendeten wir große Sorgfalt darauf, dass ja kein Mißgeschick geschehen würde. Es gab zwar an nahezu allen Refugees frei zugängliche Kochmöglichkeiten. Nur waren die oft belegt was einen zu langen Wartezeiten gezwungen hätte. Teilweise funktionierten diese aber auch so schlecht, dass ein Liter Wasser selbst nach 15 Minuten noch nicht am Kochen war (verschüttete Essenreste die die Kocherdüsen vestopften sei Dank!).  Zumindest langte uns durch die Kombination von eigenem Spiritiuskocher und lokalen Kochmöglichkeiten für die gesamte Tour eine kleine 250ml Flasche Brennstoff.

Sollten wir den GR20 erneut oder einen vergleichbaren Weg angehen würden wir wohl neben den bereits erwähnten noch folgende Punkte ändern.


Ich würde zusätzlich zu meiner Regenjacke wieder ein Windshirt mitnehmen. Dieses hatte ich aus Gewichtsgründen bei mir wegrationalisiert. Es gab aber oft genug Momente wo wir früh morgends an einem Kamm oder Grat langwanderten wo uns ein eisiger Wind begrüßte. Die Regenjacke hielt zwar den Wind ab, führte aber bei dem Gelände und dem ständigen auf und ab aufgrund ihrer eingeschränkten Atmungsaktivität schnell zur Überhitzung. Ein Windhemd wäre hier die optimale Lösung gewesen und währe seine rund 100 Gramm voll wert mitgenommen zu werden.

Kein seltener Anblick auf dem GR20
Bei den Schuhen musste ich verletzungsbedingt auf ein paar ältere Trailrunner mit stärkerer Dämpfung zurückgreifen. Die Asics Trail Attack WR haben sich zwar insgesamt gut geschlagen konnten aber bei dem Grip bei weitem nicht mit den Inov8 Roclite von Rike mithalten. Hier hat man ganz klar gesehen, dass die Gummimischung denen von Kletterschuhen nachempfunden war! Bei der nächsten Tour freue ich mich schon drauf wieder mit flacheren Schuhen ohne große Sprengung und mit mehr Grip unterwegs zu sein.
Aufstieg mit Trailrunnern

Trailrunner haben sich für uns auch auf dem GR20 wieder mal als die richtige "Wahl der Waffen" herausgestellt. Was schwere Vollederstiefel bei den dort herrschenden Temperaturen mit den Füßen der Wanderer angerichten konnten, haben wir mehr als einmal ungläubig bestaunen dürfen.
Dank reduziertem Gepäck und gutem Sitz und Grip der Schuhe waren wir jederzeit Trittsicher unterwegs. Bedenken wegen Umknicken, Verstauchungen oder ähnlichen Verletzungen mussten wir nie haben. Im Gegenteil. Wir denken, dass wir trotz alpinem Gelände damit deutlich besser gefahren sind wie mit schwererem Schuhwerk!
Aufrechter Gang dank leichtem Gepäck und griffigen Schuhen.


Insgesamt hatten wir zwar alles an Verpflegung aufgebraucht was wir mit uns geführt hatten, hätten dennoch nicht so viel gebraucht. Auch wenn die Preise an den Refugees teils recht hochpreisig waren und wir als Vegetarier in unserer Auswahl auch recht eingeschränkt wurden, hätte es oft genug für uns auch die Möglichkeit gegeben an leckere Mahlzeiten zu fairen Preisen zu kommen. Ich denke da nur an die ganzen Käseplatten und Omelettes... :-)
da könnte auch "Quasinitro" nicht wiederstehen... ;-)
Da die Angaben im Internet jedoch oft recht widersprüchlich waren sind wir halt auf Nummer sicher gegangen was uns jetzt auch nicht geschadet hat. Beim nächten mal würden wir vermutlich mit der Hälfte an Verpflegung auskommen.

Zur Orientierung hat uns übrigens der Rother Wanderführer vollkommen gereicht. Dieser war zudem erst vor kurzem aktualisiert worden und war in allen Sprachen der einzige Wanderführer, der zu diesem Zeitpunkt die letzten Änderungen entlang des GR20 beinhaltete. Andere Wanderführer hatten noch den Wegverlauf vom letzten Jahr aufgeführt, was insbesondere auf den südlichen Etappen für einige der Wanderer zu Komplikationen geführt hat. Neben der "Hauptroute" überflutet der Rother Führer einen regelrecht mit Informationen zu alten Wegverläufen des GR20 und Alternativrouten. Es ist also sinnvoll sich vor Beginn der Tour erstmal ausgiebig damit auseinander zu setzen und sich seine eigene Route seperat zu notieren (mit Querverweisen zu den einzelnen Abschnitten im Rother) wenn man nicht irgendwann durcheinander kommen will. Unterm Strich ist er aber wirklich sehr zu empfehlen.

Das war's erstmal mit dem "kurzen" Abriss unserer Ausrüstung. Wenn noch Fragen zu unserer Tour oder unserer Ausrüstung offen sind steht es Euch natürlich wie immer frei ein Kommentar zu hinterlassen.