Montag, 21. Oktober 2013

"ultraleicht" - ein Gedanke


Anmerkung:
Den folgenden Artikel hatte ich angeregt durch eine damals auf vielen Blogs und Internetforen geführte Diskussion bereits vor geraumer Zeit verfasst. Zum damaligen Zeitpunkt entschloss ich mich dann aber dagegen diesen Artikel zu veröffentlichen. Ich wollte nicht, dass sein Inhalt und seine Aussage im Rahmen dieser teils hitzig geführten Diskussion untergeht.
Da ich jedoch davon überzeugt bin, dass die Thematik, die dieser Artikel behandelt, zeitlos ist und auch gänzlich losgelöst von der damaligen Diskussion betrachtet werden kann (und sollte!) habe ich mich nun dazu entschlossen ihn jetzt doch zu veröffentlichen. Er soll dabei nicht als Versuch verstanden werden die damalige Diskussion wieder aufleben zu lassen. Vielmehr sollte er als eigenständiger Artikel verstanden werden. Ich habe mich dennoch dagegen entschieden, ihn zu überarbeiten und Verweise auf die damalige Diskussion heraus zu löschen. In diesem Sinne kann er auch als Zeitdokument verstanden werden, das zu einem kritischeren und gemäßigteren Umgang inspirieren sollte.  

Es ist was los im Lande "Ultraleicht". Seit einiger Zeit vermehren sich die Diskussionen über den Sinn oder Unsinn ultraleicht unterwegs zu sein oder Leute stören sich schlichtweg an der Bezeichnung. Es wird davon gesprochen ultraleicht sei tot oder zumindest im Sterben begriffen. Selbst die Cottage Industry, d.h. die kleinen UL-Hersteller seien in ihrer Entwicklung am stagnieren. Und als Tüpfelchen auf dem "i" äußerte sich jüngst sogar Andrew Skurka, der ja durch seine Touren als moderne Ikone und Vorführpromi des Ultraleicht gehandelt wird, "ist das Backpackinglabel Ultraleicht am Ende" und müsse ersetzt werden.

Hier nur mal einige der "Schlagzeilen":
backpackinglight.com "Cottage Stagnation"
Six Moon Design "Death of a revolution"
Martin Rye "we are all backpackers in end"
Dave Chenauld "ul is dead"
Jaakko Heikka "the death of ul and feeble assumptions"
Andrew Skurka "is lightweight backpacking label dead"
Marius Heiland "ultralight is dead long live ultralight"
ultraleicht-trekking.com "Stupid Light - komme ich zu spät?"

Was ist da nur los?

Dazu müssen wir uns erst einmal anschauen, was hinter der Bezeichnung "ultraleicht" überhaupt steckt.
Oft wird für UL als Definition ein bestimmtes Maximalgewicht fürs Baseweight (d.h. Gewicht des gesamten Rucksacks ohne Verbrauchsgüter wie Verpflegung und Wasser) angegeben. In den Staaten spricht man hier von 10lbs während die metrisch denkenden Europäer sich die Umrechnung mit 5kg bzw. 4,5kg einfach machen.

Ist natürlich eine nette Idee, schafft dies doch eine gewisse Vergleichbarkeit und man kann schnell überprüfen ob man nun "ultraleicht" oder nicht ist. Meiner Meinung nach macht man es sich damit aber zu einfach und verdrängt eine wichtige Tatsache! Diese "Grenzen" wurden erst viel später eingeführt um eben Leuten, die nicht auf Anhieb was mit dem Begriff UL anfangen konnten zumindest eine grobe!!! Vorstellung davon zu geben. Das hat sich dann leider verselbstständigt...
Was heißt jetzt aber "viel später"?

Wenn man mal an die Anfänge zurückblickt landet man irgendwann unweigerlich bei Ray Jardine. Selbstverständlich gab es auch vorher Wanderer wie z.B. Emma "Grandma" Gatewood die aus heutiger Sicht ultraleicht unterwegs waren. Aber Ray Jardine hatte diese Thematik durch seine Bücher erst populär und einer breiten Masse verfügbar gemacht.
Jedoch, Ray hatte nie von "ultraleicht" gesprochen! Auch sagt er selber von sich, das er kein Minimalist sei.
Bei ihm stand auch nie das reduzierte Gewicht im absoluten Fokus. Zwar war das Gewicht auch ein wesentlicher Faktor aber eben nur einer von vielen.
Ähnlich wie Andrew Skurka das mit seinem Begriff des "Ultimate Hiker" ausdrückt, war Rays Ansatz zunächst einmal Ziel orientiert. Und sein Ziel bestand darin seine Ausrüstung auf die vor ihm liegende Herausforderung, die Begehung des Pacific Crest Trails, so gut wie irgend möglich anzupassen.
Dazu musste die Ausrüstung ausreichend robust und zuverlässig sein, leicht zu reparieren, leicht zu handhaben und natürlich auch insgesamt leichter konstruiert sein. Jeder engagierte Läufer weiss, dass geringes Gewicht beim Bestreiten von Distanzen ein wesentlicher Aspekt ist.
Er blickte aber über den reinen Ausrüstungshorizont hinaus und überlegte auch warum er überhaupt diese Tour unternahm. Ein neuer Rekord bzw. eine schnellere Begehung des PCT stand ihm wohl ursprünglich nicht im Sinn. Es war keine sportliche Herausforderung die ihn trieb. Vielmehr suchte er den intensiven Kontakt zur Natur.

Das führte bei ihm z.B. zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Marketing der großen Hersteller, die ihren Kunden alle möglichen Produkte verkaufen wollten. Abgesehen davon, dass deren Ausrüstung nicht seinen Vorstellungen entsprach prangerte er vor allem die Art und Weise an wie sie beworben wurden.
Die Hersteller verstärkten unnötig ihre Produkte um sie nahezu unzerstörbar zu machen und sich so vor Gewährleitungsansprüchen zu schützen. Sie versuchten Ausrüstung mit, in seinen Augen unnötigen Extras zu versehen, die sie auch für unerwartete Szenarien tauglich machte und den Nutzer vor dem Unvorhersehbaren schützte. Das Marketing spielte mit den Ängsten der Käufer und versprach mit ihren Produkten die Lösung.
Ray aber wollte keine geistigen Grenzen um sich aufbauen und sich dem Kampf mit der Natur stellen, wie es schon die ersten Siedler auf Amerikanischem Boden getan hatten. Er suchte die Nähe der Natur, wollte vielmehr Teil von ihr sein.

Was aber hat das jetzt mit Ultraleicht und der momentanen Diskussion zu tun?
Es ist viel einfacher sich an messbaren Fakten und nicht an schwierig zu fassenden Überlegungen zu orientieren. Leute die ihm und seiner Idee nachgeeifert haben, orientierten sich daher natürlich im Schwerpunkt an seiner Ausrüstung und Packliste. Immerhin war es ja das was ihn auf den ersten Blick von anderen Wanderern unterschied.
Es ist wie gesagt viel einfacher etwas objektives zu erfassen, wie die subjektiven Beweggründe die dahinter stecken. Und verglichen mit der sonst üblichen Ausrüstung wirkte seine nicht etwa nur "leicht", sondern sogar "ultraleicht". Man orientierte sich an seiner Ausrüstung und wollte nunmehr wie er auch nur mit 10lbs (4,5 kg) unterwegs sein. Immerhin hatte Ray ja gezeigt, dass es nicht nur möglich ist sondern das mehr gar nicht nötig ist.

Was aber nicht beachtet wurde, war schlichtweg, dass er diese Ausrüstung für SICH und  ursprünglich NUR FÜR DEN PCT (und in modifizierter Weise für den AT) konzipiert hatte. D.h. bei einer 3-Jahreszeitentour unter klimatischen Bedingungen wie auf dem PCT reichte für ihn ein maximales Baseweight von 10lbs. Da die Ausrüstung sich auch an seinen Skills bzw. Fertigkeiten und seinem Wissen orientierte, aber auch an seiner Grundseinstellung, war dies für ihn der "RayWay". Also sein Weg. Nicht etwa BastisWay oder RikesWay oder AndrewsWay.

Dennoch übernahmen mehr und mehr Wanderer diese Idee, oder zumindest bedienten sie sich daraus und entnahmen alles für sie nützlich erscheinende.
Da bei vielen Leuten immer noch der Gedanke im Kopf festsaß, dass auf allen Touren die selbe Ausrüstung genutzt wird (egal ob man jetzt in der Wüste oder Gebirge oder im Wald) unterwegs ist, hat man in der Folge daher auch einfach diese 10lbs/ 4,5kg Grenze verallgemeinert.
Man ordnete das in weitere Kategorien ein, denn für viele war die Reduzierung ihres Ausrüstungsgewichtes schon lange keine logische Konsequenz mehr, sonder vielmehr zur sportlichen Herausforderung verkommen. Man ging jetzt nicht nur UL, sondern auch SUL und sogar XUL! So ein feststehender Begriff der im Kopf der Menschen Assoziationen weckt lässt sich auch einfach besser vermarkten.  Mehr und mehr Cottage Hersteller und das Internetforum backpackinglight.com sprangen ins Leben. GoLite wurde gegründet.

Damit wurde der Fokus unweigerlich auf die Ausrüstung bzw. deren Gewicht verschoben. Dabei hatte Ray Jardine die Vorzüge seiner Ausrüstung auch woanders gesehen! Sie sollten eben nicht nur leicht sein. Für ihn steckte da weitaus mehr drin.  So geriet z.B. der gewisse kritische Umgang mit Werbeversprechen immer mehr in den Hintergrund.
Gänzlich dabei wurde vergessen, dass diese 10lbs/ 4,5kg ursprünglich für eine einzige spezifische Tour und für eine einzige Person gedacht waren. Und zwar nicht mit dem Ziel weniger wie 10oz zu tragen. Sondern nachdem die Ausrüstung zusammengestellt war, wog sie eben so viel!
Es war also nicht in erster Linie das Ziel auf ein Baseweight von 4,5kg zu kommen, sondern eine praktikable Ausrüstung zusammen zu stellen!

Das diese Ausrüstung dennoch auch bei anderen Touren funktionierte ist wohl einleuchtend, wenn man sich die Anforderungen die der PCT stellt anguckt. Aber statt die Idee bzw. das Konzept hinter der Zusammenstellung dieser Ausrüstung auf andere Touren zu übertragen, hat man es sich einfach gemacht und den messbaren Wert, das Gewicht übernommen.  
Das man z.B. in der Arktis aber nicht mit 5kg unterwegs sein kann ist wohl offensichtlich. Orientiert man sich aber an der ursprünglichen Idee von Ray Jardine, ist es auch in der Arktis möglich "ultraleicht" unterwegs zu sein!

Einige Leute (auch solche die "ultraleicht" unterwegs sind oder sich "Ultraleichtwanderer" nennen) haben sich nie mit dem Background von ultraleicht auseinandergesetzt. Ultraleicht ist eben nicht einfach die leichteste Ausrüstung im nächsten Shop zu kaufen um auf Teufel komm raus unter 4,5 oder 5kg zu landen. Ultraleicht ist die Idee eine Situation zu analysieren und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Sprich mit der für das Gelingen einer Tour wirklich notwendigen Ausrüstung und Skills und ohne unnötige Belastungen (sei es Gewichtstechnisch oder Geistig) loszuziehen! Auf den Punkt gebracht:
Bei Null anfangen ein Konzept zu entwickeln, seine Entscheidungen zu reflektieren und sich dabei an Zweckmäßigkeit, Minimalismus bzw. Einfachheit und Praxistauglichkeit orientieren.


"Ultralight is not about a single products weight!
It's about the interaction of all parts!
The gear, the trail conditions and the person!"

Für einige mag es wie gesagt einfach eine sportliche Herausforderung sein zunächst eine "sub 5" Ausrüstung zusammenzustellen. Anschließend setzt man die Latte höher und beschäftigt sich mit SUL oder gar XUL.
UL nur des ULs Willens wegen zu betreiben ist aber als würde man versuchen einer Idee ein Label aufzudrücken. Das ähnelt dann schnell einer Religion, die man nur der Religion wegen betreibt, ohne die Botschaft dahinter zu verinnerlichen. (Und die Geschichte hat mehr als einmal gezeigt, was geschieht wenn Leute so handeln).

Man konzentriert sich immer nur auf "gear" (Ausrüstung) und vielleicht erst im weiteren Schritt auf "skills" (Fähigkeiten bzw. in diesem Sinne auch Wissen).
"Attitude" (Einstellung) lassen aber viele komplett außen vor und gehen in keinster Weise darauf ein. Wer allerdings in der Schule aufgepasst hat, weis das eine sogenannte Kompetenz (competency) immer aus den drei Bausteinen Fähigkeiten (skills), Wissen (knowledge) und Einstellung(attitude) aufgebaut ist!
Fehlt etwas davon, fehlt im Umkehrschluss auch die Kompetenz. Nur mit leichtem Gepäck (das man ja mittlerweile einfach kaufen kann, ohne besondere Fertigkeiten im Umgang damit erworben zu haben) wandern, macht noch lange keinen ULer.

Beachtet man aber auch die "Einstellung" erkennt man, dass es vielmehr eine Idee, bzw. eine Denkweise ist. Und zwar das es mitunter darum geht unnötigen Ballast (materiell wie geistig) wegzulassen um einen anderen (besseren?) und evtl. tieferen Zugang zu der Materie (Outdoor) zu finden.
Als Beispiel: bei einem Tarp geht es nicht nur um die Gewichtseinsparung! Es geht auch um den näheren Kontakt zu der Natur! Man schließt die Natur nicht wie bei einem Zelt aus, sondern macht sie schon bei der Standortwahl zu einem Teil seines Erlebnisses.

Leider fehlt vielen dieses tiefere Verständnis. Es findet kein (bzw. kaum) mehr ein Umdenken statt.
Man kauft sich einen leichten Innengestellrucksack, (z.B. von Osprey) ein leichtes Doppelwandzelt (Power Tokee oder Scarp), einen teuren Daunenschlafsack, einen leichten Gaskocher (Jetstove oder Monatauk Gnat) und kommt damit auf unter 5 Kilo und ist jetzt "Ultraleicht"!
Ein wesentliches Umdenken hat aber nicht stattgefunden! Es sind immer noch die selben Produkte wie vorher, nur in einer leichteren Ausführung. Es sind einzelne, unabhängig funktionierende Dinge und keine fein aufeinander abgestimmten Systeme. Man achtet nicht mehr auf die bloße Funktionalität, das Zusammenspiel der einzelnen Teile, die Möglichkeiten die sich daraus ergeben und der weitere Blickwinkel, sondern nur noch auf das Gewicht.
Ohne aber den Sinn dahinter wirklich verstanden und verinnerlicht zu haben, bleibt "Ultraleicht" damit nur eine sportliche Herausforderung. Wie beim Sammeln, wo es nur darum geht ein weiteres "besseres" Stück seiner Collection hinzuzufügen.

Es ist damit keine Frage, ob „ultraleicht“ am Ende oder gar tod ist. Es ist eben kein Label, sondern eine Idee. Und im Gegensatz zu einem Label kann man eine Idee nicht auslöschen.
Die Konsequenz daraus?

Statt sich an eine gewichtsbezogene Definition zu klammern oder über den Begriff „ultraleicht“ zu streiten ist es in meinen Augen sinnvoller den Fokus wieder auf das wieso und warum dahinter zu lenken. Die Vermittlung von Skills ist nur der erste Schritt. Und mit diesem Artikel hoffe ich einen weiteren getan zu haben.

Hat man die tiefere Denkweise die hinter "ultraleicht" steckt erstmal erkannt und verinnerlicht, wird man feststellen, dass sie sich nicht nur auf Tour, sondern auch im Alltag wiederfindet...



Kommentare:

  1. As far as I know it was ryan Jordan who introduced the term "ultralight". But as we can see in the recent development of the term "SUL" even Ryan Jordan isn't fixed on the meaning behind it. Well, maybe "ultralight" may not be the perfect term at all (as Martin Rye argued), but then other terms as such are not that better. "Smarter backpacking"? Well, shouldn't any kind of backpacking be smart? "Ultimate hiking"? What about those relaxed hikes? Will be quite difficult to find an appropriate name for it. But then names are just labels and my article wasn't meaned to rise the need for a perfect name, but to remind of the idea behind it.

    The argument that ul is just common sense is right. But unfortunately it's only right up to a point. Just take a look at the next outdoor store! People are buying (and using!) gear that's overly build and sometimes dangerously not appropriate for several situations. When we hiked along the GR20 last year we met a couple that carried 70+liters backpacks, used classic FjällRaven trousers made out of G1000 and planed on using their trusted Hilleberg Nallo GT (the 4 person version). Why? Because this gear had worked for them in Skandinavia. But now they were hiking in a hot and dry climate on a mountain path. Ther just wasn't enough room topitch this tent. And their packs were way to heavy to carry them up and down the mountains. The point is: These were experienced backpackers that were used to carry gear that was intended to be used under almost all conditions. But they forgot that sometimes a bit more specialised gear may be fortunate.
    So maybe ul is not that "common" sense as a lot of people (even experienced backpackers) use to stick to their old habits and ways of thinking. Ultralight (the way Ray Jardine started it) is about always questioning the old ways and rethinking those habits.

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  2. Jens | Hiking Blog21. Oktober 2013 um 14:07

    Hi Basti, sehr gute und differenzierte Auseinandersetzung rund um das Thema "ultraleicht"! Ich möchte noch vorweg nehmen, dass ich kein ULer bin, sondern mich eher als "gewichtsorientierten Outdoorer" bezeichnen würde. Ich habe viel von der UL-Szene gelernt und dadurch einige, für mich! praktikable Lösungen gefunden, um leichter unterwegs zu sein. Daher stimme ich dir voll zu: UL ist eine Idee und vor allem eine Einstellungssache. Die Produkte sind nur Hilfsmittel und der letzte Schritt.
    Vor allem ist UL individuell, da jeder Mensch verschiedenen ist, eigene Vorlieben hat und eine andere Komfortzone. Nur abgucken hilft da leider nichts. Da muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben übrigens auch. Ich habe auch das Gefühl, dass UL in der letzten Zeit absolut "in" ist. Da werden ultraleicht Produkte in Outdoor-Zeitschriften vorgestellt, aber verschwiegen, dass die nur funktionieren, wenn der Rest dazu auch passt. Umso wichtiger ist es, dass die Idee dahinter wieder mehr im Vordergrund steht. Schön, dass du mit deinem Artikel dazu beiträgst!

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  3. Thanks for the reply, Basti! Now we agree even more. Your points make sense, also the fact that many are loosing the grip on common sense because the market just wants to sell them something else (usually more expensive or at least sell something they have, even though it might not be what is needed).


    I also get the point of excessive weight being a burden and sometiems leading to bad experience... But I'm also starting to like less and less about the current consumerism in general, and also in the context of recreational outdoors, which leads to questioning the point of spesific purpose-built kit which usually leads to more kit, and sometimes with lighter gear also to more fragile kit (trail runners vs. traditional heavy boots). If you can get away with smaller amount of more generic and durable kit, I think it's the better way. But sometimes you can't. And sometimes you don't want to. And I'm at least as quilty to that as most. :/


    Of course the above doesn't mean that you should get the most heavy and bomber kit available. Quite the opposite, to use the common sense and analyze what would be best option.

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  4. One of the major points I see in Ray Jardines originial books is his criticism of commercialism. People buy gear 'cause the commercials tell them so. People should be more critical with what they buy and use. There's no need for overly heavy gear. But on the other hand getting the next cuben fiber shelter just because it's 1 or 2 gramms lighter then their old one seems ridiculous, too.(I've got to confess I'm guilty of this, too.) Unless one is in real need for specialiced gear (e.g. not only backpacking but also trail running or alpine climbing ) most modern gear is suitable for a wide range of requirements and conditions. The point is quite the same that you made. People should learn to use common sense again and shall analyze what would be the best option for THEM.

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  5. Vielen Dank für Ihren Beitrag, ich liebte diesen Tagen schreibe ich eine über die Geschichte der "Ultraleicht"

    Ich bin vollkommen einverstanden mit Ihnen.

    Vielen Dank für den Austausch von Ideen

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