Montag, 3. April 2017

Der Plan steht - Ladakh, Zanskar - #HimalaYak2017




Fernweh ist ein guter Ratgeber. Zumindest waren die Touren die uns über unseren bisherigen Horizont herausgeführt haben immer diejenigen gewesen, deren Erlebnisse uns am tiefesten im Gedächtnis geblieben sind.
Im Kopf haben wir schon lange diverse Traumziele. Und noch durch die Nachwehen des Gipfelfiebers aus unsrem Urlaub in den Alpen angeregt fiel die Wahl dann auch ziemlich schnell auf den Himalaya. Da unsere mögliche Reisezeit leider komplett mit dem Monsun kollidiert fiel Nepal leider raus. Dafür tauchte dann das ehemalige Königreich Ladak im äußersten Norden Indiens bei unserer Recherche auf. Mit seiner geschützten Lage im Transhimalaya bleibt es vom Monsum verschont, wodurch der August die ideale Reisezeit darstellt. Wir haben nicht lange gezögert und haben umgehend Flüge gebucht und dabei sogar noch ein paar Schnäppchen gemacht. Früh buchen lohnt sich scheinbar doch.

Und jetzt stecken wir sozusagen mitten in den Vorbereitungen. Die Flüge sind gebucht. Aber der Rest, wie die Ausarbeitung einer konkreten Route, die Vorbereitung der Ausrüstung, die Auffrischung der Impfungen und nicht zuletzt die Beantragung der Visa stehen alles noch aus. Bis zum eigentlichen Beginn unserer Tour steht noch einiges an Vorbereitung an. Hier auf unserem Blog und auf Twitter wollen wir Euch zwischendurch ein kleines Update zu unserer Planung liefern. Unter dem Hashtag #HimalaYak2017 solltet ihr dann alles verfolgen können. Den Beginn machen wir gleich heute:

Ladakh ist wie gesagt ein ehemaliges Königreich im Norden Indiens in der Provinz Kashmir, das erst 1974 für Touristen geöffnet wurde. Aufgrund der kulturellen Nähe wird es auch gerne als Klein-Tibet bezeichnet. Unsere Tour beginnt in Leh, der auf 3500m liegenden Hauptstadt Ladakhs. Die ersten Tage werden wir dort zur Aklimatisierung vor allem an die Höhe verbringen. Die Zeit wollen wir nutzen um uns vor Ort mit weiteren Informationen und nötiger Ausrüstung einzudecken und etwas in die Kultur reinzuschnuppern. Anschließend wollen wir unsere eigentliche Tour beginnen. Wie gesagt haben wir noch keine konkrete Route geplant, lediglich einige Ecken ausgeguckt, die wir gerne besuchen wollen. Dazu gehört unter anderem auch die Region Zanskar. Wer sich mal einen eigenen Eindruck davon verschaffen will, was da auf uns wartet, dem legen wir die Dokumentationen "Dolma, am Ende der Welt" sowie "Chadar, der Weg aus Eis" nahe. Wir werden natürlich im Sommer unterwegs sein und und uns (hoffentlich) nicht eine Route über einen gefrorenen Fluss suchen.


Für die Planung nutzen wir neben Quellen aus dem Internet vor allem den Reiseführer "Ladakh & Zanskar" von Jutta Mattausch aus dem Reise Know-How Verlag. Er liefert eine überraschend gute und umfangreiche Sammlung an Informationen, wenn man bedenkt, wie abgelegen diese Region eigentlich ist. Im Umkehrschluss zeigt es aber auch, wie etabliert der Trekking-Tourismus dort bereits ist. Zur groben Orientierung haben wir bisher die Karte "Ladakh - Zanskar" aus dem Nelles Verlag im Maßstab 1:350000. Die Karte ist erstaunlich detailliert, dabei kompakt und zudem wasserfest. Vor Ort sollen wohl auch Karten in günstigeren Maßstäben erhältlich sein, aber die Karte hilft uns zumindest bei der Planung und würde uns auch während unserer Tour eine gute Orientierungshilfe liefern.
Satelitennnavigation werden wir allenfalls zur Unterstützung heranziehen. Zur reinen Positionsbestimmung reicht damit auch das GPS in meiner Fenix 3.

Grundsätzlich wollen wir auch auf dieser Tour unsere Ausrüstung selber mitführen und nicht in einer der größeren, geführten Trekkinggruppen mit Pferden und Guides unterwegs sein. Auch wenn der Hashtag #HimalaYak2017 was anderes vermuten lässt, wollen wir nicht bepackt wie eine Herde Yaks durch die Gegend ziehen. Das heißt, wir werden versuchen das Gewicht unserer Ausrüstung wiedermal so minimal wie möglich halten, was nicht zuletzt auch wegen der dünnen Luft und der teils 5500m hohen Pässe mehr als Sinn macht. Auch den Großteil der Verpflegung werden wir wieder mitführen. Das soll uns natürlich nicht davon abhalten, auch mal die ein oder andere feste Unterkunft aufzusuchen, aber wir wollen uns auch nicht komplett davon abhängig machen. Die meiste Zeit aber wollen wir uns auf unser bewährtes GoLite ShangriLa 2 verlassen.
Zum Kochen wird Spiritus aufgrund der Höhe und der Länge der Tour wohl kaum effizient genug sein. Das heißt wir werden hier auf Gas wechseln müssen. Entsprechende Kartuschen sind wohl in Leh erhältlich. Grundsätzlich hätten wir auch noch Holz mit dem Bushbuddy als Option.

Eine Herausforderung wird das Klima sein. In Ladakh/ Zanskar ist zu diesem Zeitpunkt Sommer und die Temperaturen entsprechend hoch. Allerdings befinden wir uns auch im höchten Gebirge der Welt und nicht zuletzt nachts können die Temperaturen drastisch sinken. Das heißt wir erwarten alles von heißem, trocken Wetter bis zu überraschend einsetzendem Schneefall in den höheren Lagen. Auf dem Rückflug wollen wir die Gelegenheit nutzen um uns noch für ein paar Tage Delhi anzusehen. Mitten im Monsun wartet da eine interessante Abwechslung auf uns. Um nicht zu viele Klamotten schleppen zu müssen werden wir unser Bekleidungssystem gut überdenken müssen.

Bei Schuhwerk lauten die Empfehlungen in den einschlägigen Reiseführern und im Netz "Stiefel, Stiefel, Stiefel". Ehrlich gesagt, solange wir nicht kurzfristig eine Besteigung eines 6000ers einplanen wo wir auf Steigeisen angewiesen sind, werden wir auch auf dieser Tour wieder auf Trailrunner setzen. Wir sind sowohl im alpinen Gebiet und auf ausgesetzten Wegen ebensogut damit klar gekommen wie in kalten Klimazonen. Warum also nicht auch in Ladakh? Um ehrlich zu sein überlege ich die ganze Zeit sogar meine Luna-Sandalen als Hauptschuhwerk zu nutzen und ein paar leichte Trailrunner nur als Backup mitzuführen. Wir werden sehen.

Grundsätzlich bräuchte auch unsere Kamera-Austattung ein Update. Neben schönen Erinnerungen wollen wir schließlich auch ein paar Bilder mitbringen. Mal gucken ob wir es noch schaffen unserer Panasonic GF2 ein passendes Objektiv zu spendieren. Auch die Stromversorgung ist damit natürlich auch ein Thema. Dabei wollen wir aber alles möglichst einfach und zuverlässig belassen. Statt irgendwelche unnötigen Gadgets und Solarzellen-Spielereien mitzuschleppen wollen wir einfach unseren Bedarf auf ein Minimum beschränken (Stirnlampen, Kamera, Handy, Uhr). Dann sollten auch einige simple Akkus für die Dauer der Tour vollkommen reichen.

Nicht zuletzt wollen wir uns selber für die Tour fit machen. Eine gute körperliche Verfassung hilft einerseits bei der Höhenanpassung, andererseits kann sowas ja eh nie schaden. ;-)
Wir sind zwar beide recht fit aber zumindest wir laufen jetzt nicht jeden Tag mit einem schweren Rucksack irgendwelche Berge rauf und runter. Etwas gezielteres Training kann da also bestimmt nicht so verkehrt sein.

Es gibt da noch so einige weitere Baustellen auf unserer Liste, aber für's erste sollte dieser kleine Überblick genügen.
Über die weitere Planung werden wir euch zwischendurch auf dem Laufenden halten. Wenn ihr noch Fragen, Ideen oder Inspirationen für uns habt freuen wir uns wie immer über Kommentare hier im Blog, oder einen kurzen Tweet unter #HimalaYak2017.

 



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