Freitag, 28. April 2017

Rucksackplanung #HimalaYak2017

Der erste Packlistenentwurf für unsere Tour nach Ladakh und Zanskar steht. Auch wenn es noch nicht mehr wie ein Entwurf ist liefert er uns schonmal eine gute Planungsgrundlage und zeigt uns ein paar Baustellen auf.



Etwas neue Ausrüstung hat sogar schon den Weg zu uns gefunden. Eine kleine, 33 Gramm schwere Ladeschale für unsere Kameraakkus, die über einen Mini-USB Anschluss betrieben wird. Mit insgesamt 3 Akkus und der Möglichkeit diese nun auch unabhängig von einem Stromnetz zu laden sollte unsere Panasonic GF2 zumindest in dieser Hinsicht gut versorgt sein.



Aber wir währen nicht die Beuteltiere, wenn nicht unsere Beutel, äh unsere Rucksäcke einen besonderen Stellenwert in unserem Tourenleben hätten. Damit steht auch die Überlegung an, welche Packs uns in den Himalaya begleiten werden.
Grundsätzlich sind wir ja der Meinung, dass ein Rucksack immer das letzte Ausrüstungsteil in der Liste ist und man sich zunächst um die übrige Ausrüstung  kümmern sollte. Dann kennt man auch zweifelsfrei das benötigte Volumen und eventuelle sonstige Anforderungen für die Rucksackwahl.

Anhand unseres Packlistenentwurfs für #HimalaYak2017 können wir aber schon jetzt ziemlich genau sagen, was wir für Anforderungen an unsere Rucksäcke stellen.
Wir werden eine ähnliche Strategie fahren wie bei unserer Tour auf dem GR20 in Korsika. Soll heißen, wir teilen die Ausrüstung nicht 50:50 auf, sondern orientieren uns vielmehr an der Funktion. Ich werde die großvolumige Ausrüstung für die Nachtlager (Zelt, Quilt, Isomaten, Kochsystem) und den Hauptteil der Verbrauchsgüter transportieren, während Rike in ihrem Rucksack die Sachen hat, die wir über Tag regelmäßig nutzen (warme Jacken, Regenkleidung, Kamera, Snacks, etc.). Das hat für uns bisher gut funktioniert. 
Vom Volumen her werde ich dabei bei 45-60 Liter landen und bei höchster Beladung (volle Verpflegung und Wasser) maximal 14-15 Kilo auf den Schultern haben. Das Baseweight liegt mit grob überschlagenen 6Kg aber deutlich darunter, so dass ich nicht die ganze Zeit als Schwerlasttransporter in der Gegend rumstapfe.
Aufgrund unserer Gepäckverteilung würde Rike mit einem deutlich kleineren Rucksack mit etwa 25-35 Liter zurechtkommen. Das Baseweight wird 3 Kilo vermutlich nicht überschreiten.

Lässt man mal die kürzeren Wanderungen außer acht, hat sich seit unserer letzten großen Tour allerdings einiges an unserer Ausrüstung und unseren Vorlieben verändert.
Ein kritischer Punkt war der Umstieg von selbstaufblasenden Isomatten zu isolierten Luftmatrazen. Auch wenn dadurch das Gewicht konstant geblieben ist, das Packvolumen abgenommen hat und nicht zuletzt der Schlafkomfort gestiegen ist, gibt es doch einen deutlichen Nachteil: Sie funktionieren nicht mehr als integraler Bestandteil unserer Tragesysteme im Rucksack. Da wir in den letzten Jahren ausschließlich auf gestelllose Rucksäcke gesetzt haben, haben wir nun ein Problem. Auf unserer Tour durch die South Downs haben wir das leider ziemlich deutlich gemerkt und dort hatten wir verglichen mit Ladak eine wesentlich leichtere Ausrüstung dabei. 
Mit dem Gepäck, das wir transportieren werden ist ein vernünftiges Tragesystem mit Hüftgurt für uns beide daher essentiell. Bei mir liegt die Toleranz, wieviel Gewicht ausschließlich auf den Schultern getragen werden kann höher, womit ein gutes Tragesystem um die Schultern zu entlasten für Rike wichtiger ist wie für mich. 
Mit dem Alter kommen aber auch die Wehwechen und man lernt auf seinen Körper zu hören. So bereitet mir ein allzu steifer Hüftgurt, insbesondere mit einem ausgeprägtem Lumbarpad auf Dauer Probleme. Das gleiche gilt für Schultergurte die nicht gut belüftet sind. Durch den Wärmestau darunter neige ich sonst leicht zu wunden Stellen. (Höre ich hier ein leises #mimimimi ?)


Unsere bisherige Recherche hat ein paar mögliche Kandidaten gefunden. Meiner Vorstellung eines geeigneten Modells würde zur Zeit ein Rucksack in der Art des MyTrail Backpack Light 70L am nächsten kommen. Die Modelle von ÜLA währen auch interessant, jedoch hab ich bisher keine Erfahrung mit den Hüftgurten und gefühlt haben die mir zuviel Firlefanz verbaut. Die gute Komprimierbarkeit des MyTrail währe ein großer Vorteil, da unsere Verpflegung einen wesentlichen Teil des Packvolumens ausmacht und dieses dadurch mit der Zeit stark schwankt. Und auch wenn der Nachfolger des ultraleicht Klassikers, GoLite Jam, technisch etwas veraltet wirkt, macht er zumindest auf dem Papier auf mich einen guten Eindruck. Es gibt wohl Rucksäcke mit effizienterem Tragesystem, aber durch den Umstieg von Rucksäcken ohne jegliches Tragegestell sollte dieses meinen Ansprüchen vermutlich genügen.

Für Rike hatte ich zunächst an ein Modell wie den OMM Classic Marathon 32 gedacht, der sowohl über die passende Rückenlänge wie auch einen meiner Meinung nach ausreichend guten Hüftgurt verfügt. Ob die integrierte OMM Duomat aber als Tragesystem für sie ausreichend währe, ist eine andere Frage.
Die von uns präferierte Ausstattung mit seitlichen Taschen und großem Frontnetz währen aber in jedem Fall vorhanden. Und der Rucksack würde später mit Sicherheit auch von mir auf ausgedehnteren Läufen genutzt werden können. Alternativ gäbe es den Mammut Lithium Light in der 35 Liter Version. auch wenn der Hüftgurt hier sogar noch flexibler ist, lastet er doch aufgrund des integrierten Tragegestells gut auf die Hüfte ab. Allerdings wiegt er dadurch auch mehr wie der OMM Classic. 

Die Entscheidung welche Packs den Weg auf unsere Rücken finden werden ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Vielleicht wird uns ja doch eines unserer alten Schätzchen in irgend einer Form begleiten. Über die weitere Planung unserer Tour nach Ladak werden wir Euch auf dem Laufenden halten. Über Ideen und Vorschläge von Euch freuen wir uns natürlich auch.

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