Sonntag, 4. Februar 2018

10 goldene Regeln für Läufer



DIE ZEHN GOLDENEN REGELN FÜR LÄUFER

Ich laufe bereits seit vielen Jahren. Ich habe viel ausprobiert, gezielt trainiert, Trainingspläne studiert, Bücher gelesen und gelernt. Ich habe meine Bestzeiten kontinuierlich verbessert und arbeite immer noch daran meine Grenzen zu verschieben. Ich laufe weiter wie jemals zuvor. Und ich habe gelernt, dass zwar Trainingstips wie “Laufe mit einer Schrittfrequenz von 180 Schritten pro Minute” oder “Setze deinen Fuß so und so bei der Landung auf” zwar ganz nett sind und auch ihre Berechtigung haben. Aber im Rahmen meines Trainings und meiner Entwicklung als Läufer habe ich gemerkt, dass es noch ganz andere “Regeln” gibt die jemanden zu einem besseren Läufer machen. Und auch wenn manche dieser Punkte auf den ersten Moment vielleicht banal erscheinen, sind sie in der Praxis doch schwieriger umzusetzen wie man anfangs meint. Nehmt sie als Inspiration und vielleicht helfen sie Euch.
  1. DU BESTIMMST DIE REGELN
Niemand kann Dir sagen was richtig ist und was falsch ist wenn es um Dich geht. Jeder Mensch hat seine eigenen Grenzen, Stärken und Schwächen. Und es liegt einzig und allein an Dir diese Herauszufinden, zu Erkunden und zu Verschieben. Du bist das Maß Deiner Dinge. Regeln und Tips die Andere aufgestellt haben, können Deine Inspiration sein, aber sie müssen es nicht. Mach Deine eigenen Regeln! Und wirf sie wieder über den Haufen, wenn sie nicht passen.
  1. HÖR NICHT AUF ZU LÄCHELN
Lächel! Immer! Besonders wenn es hart und anstrengend wird! Du machst etwas, weil es Dir Spaß machst, nicht weil Dich jemand dazu zwingt. Wenn Du merkst, dass Du nicht mehr lächelst, frage Dich warum. Ist die Anstrengung so groß? Dann freu Dich, dass Du Diese Grenze erfahren kannst! Lächelst Du nicht mehr, weil Du etwas zu verbissen versuchst? Dann hör auf. Überleg Dir, warum Du es unbedingt schaffen willst. Wenn Du wieder lächeln kannst, mach weiter. Sonst hör auf Dich und mach Schluss für den Moment.
  1. HÖR AUF DEIN GEFÜHL
Diesen Satz hört man oft. Und es ist schwerer als es zunächst klingt. Ich habe eine schwere Rückenverletzung gebraucht um zu verstehen, was es wirklich heißt auf seinen Körper zu hören. Und viele Sportler sind regelmäßig verletzt, weil sie diese Regel nicht befolgen. Die schmale Grenze zwischen Anstrengung und Überforderung zu spüren ist eine Kunst für sich. Je besser Du deinen Körper kennst, seine Signale umso besser wirst Du. Experimentiere. Genieße was Dir gut tut. Erkunde Deine Grenzen. Verschiebe sie. Hör auf den Schmerz. Ist es ein kurzer, vergänglicher Moment? Oder warnt er Dich? Hör auf Dein Gefühl, hör auf Deinen Körper hör auf Dich!
  1. FINDE DEN RHYTMUS DEINES KÖRPERS
Wir werden im Alltag durch viele Dinge fremdgesteuert. Wecker, Fahrpläne der ÖPNV, Abgabefristen, Arbeitszeiten, Termine. Wenn Du für Dich trainierst, und Du trainierst nur für Dich, für niemand anderen sonst, dann finde Deinen eigenen Rythmus. Ein Trainingsplan kann ein tolles Werkzeug sein, aber die letzte Entscheidung über das wo, was und wann bestimmst Du. Hör auf Deinen Körper, was er will und was er braucht. Und folge diesem Rhytmus. Trainierst Du lieber Abends oder Morgens? Finde es heraus. Wenn Du läufst, experimentiere. Mach kleinere, schnellere Schritte, oder langsamere. Fühlt es sich schlecht an oder nur ungewohnt? Hör auf Dich und Deinen Körper. Finde Deinen Rhytmus!
  1. ENTSPANNE DICH
Die Faszien, die unseren Körper zusammenhalten arbeiten am effizientesten, wenn sie enstpannt sind. Aber sie reagieren nicht nur auf körperliche Belastungen, sondern auch auf Emotionen wie z.B. Stress. Umgekehrt können sie aber auch Stresshormone durch Bewegung abbauen. Lerne Dich und Deinen Körper komplett zu entspannen, auch wenn Du trainierst. Du wirst Dich länger und effektiver bewegen können und weniger Verletzungen erleiden. Sei nicht zu verkrampft bei dem was Du tust!
  1. LERNE ZU SPIELEN
Bewegung ist Selbstzweck! Wenn Du Dich bewegst, sei nicht zu verbissen und folge strengen Regeln. Sei spontan! Experimentiere. Springe, Duck Dich, Tänzel, Kletter, Balanciere, Spiele. Was banal klingt trainiert Deinen Körper auf die vielfachste Weise und deinen Geist hält es wach und flexibel.
  1. DU KANNST NICHT ALLES PLANEN
Es muss nicht perfekt sein. Egal was Du machst, lass Raum für Fehler und akzeptiere sie. Du hast das Laufshirt vergessen? Lass dein TShirt oder Hemd an! Du bist heute nur 9,98 Km gelaufen und keine 10km? Das sind 9,98 Km mehr als wenn Du nicht gelaufen wärst! Deine übliche Laufstrecke ist gesperrt und Du kannst nicht trainieren? Bleib flexibel. Es gibt mehr wie eine Strasse, einen Weg! Denk immer dran: Absolute Perfektion kann man nicht verbessern. Damit ist Perfektion Stillstand. Und Stillstand ist langweilig. Erst Unregelmäßigkeiten machen alles interessant.
  1. BLEIB AUFRECHT
Achte auf Deine Haltung. Sowohl die deines Körpers wie auch deines Geistes. Eine aufrechte Körperhaltung hilft Dir effektiver zu Laufen, durchzuhalten und dein Ziel im Blick zu behalten. Das gleiche gilt für deinen Kopf. Bleib Dir und Deinen Vorsätzen treu und behalte Dein Ziel im Blick. Dann schaffst Du es sie zu erreichen!
  1. WENN SCHLUSS IST, IST SCHLUSS. EGAL WAS DER PLAN SAGT.
Das gilt in beide Richtungen. Wenn der Plan sagt “Lauf 10km” und Du bist im Flow, dann gibt es keinen Grund bei 10km zu stoppen. Hör auf Dich! Und wenn Dein Gefühl Dir sagt, dass es jetzt reicht, gehe in Dich. Ist es nur ein flüchtiger Moment der wieder vergeht, oder solltest Du auf dieses Gefühl hören? Wenn es so ist, dann hör auf, egal was der Plan sagt. Du bist nicht der Plan. Der Plan bist Du! Schluss ist, wenn Du sagst, dass Schluss ist!