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Solo auf Reisen - Wertvolle Tipps für Alleinreisende

Solo auf Reisen - 10 wertvolle Tipps für Alleinreisende

Alleine zu verreisen klingt für viele erstmal nach einer Notlösung. Etwas, was man nur macht, wenn man keinen Lebens- oder Reisepartner hat. Ich empfinde das ganz anders. Alleine zu reisen bedeutet für mich unheimlich spannende Erfahrungen, grenzenlose Freiheit und intensivere Reiseerlebnisse. Du kannst gewissermaßen stolz auf den eigenen Mut sein und lernst dabei Seiten von dir selbst kennen, die du vielleicht noch gar nicht kanntest. Wenn du also Reiseträume hast, dir, aus welchem Grund auch immer, aber ein Partner für die Reise fehlt, zögere nicht, und stürze dich alleine in das Abenteuer!

Inhaltsverzeichnis

Natürlich hat es aber auch Nachteile, solo zu reisen. Du bist schlichtweg immer auf dich alleine gestellt. Es kann deshalb zum Beispiel Momente geben, in denen du dich einsam fühlst. Außerdem fehlt Unterstützung, falls du krank wirst oder aus einem anderen Grund Hilfe brauchst. Alles in allem überwiegen für mich aber die Vorteile. Und was du tun kannst, damit die Nachteile nicht so schwer ins Gewicht fallen, möchte ich dir in diesem Beitrag zeigen. Der für mich wichtigste Punkt ist es dabei, auf Reisen schnell Anschluss zu finden. Kein Wunder also, dass meine 10 Tipps für Alleinreisende damit beginnen, wie du auf deiner Reise schnell Menschen treffen und kennenlernen kannst.

Verstecke dich nicht hinter deiner Sonnenbrille

Wenn du Kontakte knüpfen möchtest aber nicht gerade derjenige bist, der auf andere zugeht, musst du quasi ein „sprich mich an“ ausstrahlen. Dafür ist Blickkontakt natürlich sehr wichtig. Verstecke dich deshalb nicht hinter deiner Sonnenbrille oder einem Buch, wenn du unterwegs bist oder irgendwo während eines Päuschens die Sonne genießt. Gib den anderen die Chance, mit dir ins Gespräch zu kommen.

Frage andere Alleinreisende, ob sie mit dir essen gehen

Hast du zum Beispiel im Hostel andere Urlauber kennengelernt, sind die Begegnungen meist erstmal von recht kurzer Dauer (ok, natürlich nicht, wenn ihr euch ein Mehrbettzimmer teilt). Man trifft sich meist kurz, ehe sich die Wege wieder verlieren, weil jeder sein Zimmer aufsucht oder seiner Tagesplanung nachgeht. Mache den ersten Schritt und frage deine neuen Bekanntschaften, ob sie nicht Lust haben sich abends mit dir in einem Restaurant zum Essen oder einer Bar auf einen Drink zu treffen. In den meisten Fällen geht es deinem Gegenüber wie dir und er ist auf der Suche nach neuen, spannenden Menschen. Und wenn du doch auch mal auf Ablehnung stößt ist es auch nicht schlimm. Schließlich siehst du den anderen danach höchstens noch zwei, drei Mal, ehe sich eure Wege wieder trennen.

Unterhalte dich mit Einheimischen

Auf Reisen geht es mir nicht nur darum, die Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Stadt „abzuhaken“. Wichtig ist mir vor allem auch, dass ich die Einheimischen kennenlerne. Wie sie denken, was sie umtreibt, was ihnen wichtig ist.  Dabei kommen wirklich unheimlich spannende Gespräche heraus. Schnell wirst du feststellen, dass die Menschen ganz andere Sorgen und Gedanken beschäftigen als diejenigen, die wir aus der Heimat kennen. Ich glaube, es gibt wirklich keine bessere Möglichkeit ein Land ganz authentisch zu entdecken. Positiver Nebeneffekt sind oftmals auch sehr gute Insider-Tipps, was Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten betrifft.

Am einfachsten lernst du Einheimische in Restaurants, Bars oder auch im Taxi kennen. Unterhalte dich mit dem Barkeeper oder frage die Bedienungen nach einem Rat und du wirst feststellen, dass dir in den meisten Fällen super freundliche und hilfsbereite Menschen gegenüberstehen.

Lerne die Landessprache

Wenn ich verreise, lerne ich immer auch ein paar Brocken der Landessprache. Ich finde es nur angemessen, wenn man Einheimischen zumindest mit ein paar Wörtern in ihrer Sprache begegnen kann. Das ist nicht nur interessant für einen selbst, es zeigt den Locals auch, dass man wissbegierig ist und etwas über ihr Leben und die Kultur des Landes erfahren möchte. Schon mit den Klassikern „hallo“, „guten Morgen“, „bitte“ oder „danke“ fällst du positiv auf. Sprichst du jedoch noch ein wenig mehr, wird dein Gegenüber es umso mehr zu schätzen wissen.

Achte bei der Flugbuchung auf die Ankunftszeit

Vor allem wenn du noch nie oder erst selten alleine in die Fremde gereist bist empfehle ich dir, bei der Flugbuchung darauf zu achten, dass du tagsüber an deinem Ziel landest. Nachts anzukommen hat einige Nachteile in puncto Sicherheits- und Wohlbefinden:

  • Es fahren vom Flughafen meist weniger Busse oder Bahnen, und wenn, sind sie bestimmt leerer als tagsüber.
  • Die Orientierung fällt dir schwerer, wenn du von der Bahn auch eine Strecke zu Fuß zur Unterkunft zurücklegen musst.
  • Früh morgens wirst du dein Zimmer in der Unterkunft vermutlich noch nicht beziehen können.
  • Geschäfte haben noch geschlossen, so dass du deine Besorgungen noch nicht erledigen kannst.

Finde die richtigen Unterkünfte für Solo-Reisende

Ein ganz wichtiger Punkt ist die Wahl deiner Unterkunft. Schnell wirst du nämlich feststellen, dass es alleine wesentlich schwieriger ist eine günstige Bleibe zu finden. Und das hat einen einfachen Grund. Mal abgesehen von Mehrbettzimmern in Hostels kosten Einzelzimmer nämlich eigentlich immer mehr als 50 % eines Doppelzimmers. Gibt es ein Doppelzimmer zum Beispiel für 50 Euro pro Nacht, kostet das Einzelzimmer meist mindestens 40 Euro. Im Vergleich zu einer Reise zu zweit zahlst du also 15 Euro mehr.

Anders verhält sich das bei Hostels. Hier kannst du ein einzelnes Bett in einem Schlafsaal buchen. Positiver Nebeneffekt: es fällt leicht Anschluss zu finden, denn so lernst du ruckzuck neue Leute kennen. Ich weiß aber natürlich, dass es nicht jedermanns Sache ist, sich ein Zimmer mit völlig Fremden zu teilen. Dennoch möchte ich dazu ermutigen für gemeinsame Schlafräume offen zu sein. Ich finde, die Vorteile (günstiger, geselliger) überwiegen die Nachteile deutlich.

Auch Airbnb und Couchsurfing dürfen bei den Tipps für Alleinreisende natürlich nicht fehlen. Bei diesen (und ähnlichen) Anbietern findest du Unterkünfte in fast jeder Preiskategorie. Vom Sofa eines Studenten bis hin zu Luxus-Apartments. Manchmal mit Anschluss zu Einheimischen, manchmal ganz für dich alleine.

Hinsichtlich der Lage der Unterkunft empfehle ich dir darauf zu achten, dass du zentral gelegene Bleiben findest. Zumindest dann, wenn du während deiner Reise nicht jeden Euro zweimal umdrehen musst. Ich finde es nämlich schlimm, wenn ich abends nach einem munteren Bar-Besuch noch größere Strecken zurück zur Unterkunft bewältigen muss.

Fordere dich selbst heraus

Dieser Tipp für Alleinreisende soll dir dabei helfen, Langeweile oder Antriebslosigkeit zu vermeiden. Wenn du nur eine kürzere Reise von zwei oder drei Wochen machst, ist es vermutlich nicht nötig. Wenn du aber längere Zeit alleine unterwegs bist, kann es schon vorkommen, dass du anfängst daran zu zweifeln, was du da gerade eigentlich machst. Setze dir dann selbst Ziele für deine Reise, die dich herausfordern und anspornen. Die Ziele können ganz vielfältig sein. Hier habe ich ein paar Ideen aufgelistet:

  • Lerne an einem Tag mindestens 5 Einheimische und ihre Geschichte kennen.
  • Absolviere eine anspruchsvolle Wanderung.
  • Besteige den höchsten Berg des Landes.
  • Schaffe es, an einem Tag höchsten 15 Euro auszugeben, ohne dass darunter die Urlaubsqualität leidet.
  • Finde einen Job, bei dem du etwas Gutes tust und gleichzeitig das Urlaubsbudget aufbesserst.

Lebe in den Tag hinein

Du bist alleine unterwegs. Ein wesentlicher Vorteil ist es, dass du deine Tagesplanung mit niemandem abstimmen musst. Du kannst einfach machen, was auch immer du möchtest. Nimm dir daher die Zeit und lebe einfach in den Tag hinein. Starte morgens ohne ein wirkliches Ziel. Laufe einfach los und lass dich davon überraschen, was du alles entdeckst und wie und wo der Tag endet. Es brauchst nicht immer einen Plan, um einen tollen Tag zu erleben.

Nimm an organisierten Touren teil

Manchen Menschen fällt es einfach schwerer als anderen, auf Fremde zuzugehen und Kontakte zu knüpfen. Wenn auch du dich nicht so leicht damit tust Anschluss zu finden, musst du während deiner Reise aber nicht auf soziale Kontakte verzichten. Vielmehr rate ich dir, dann einfach vermehrt an organisierten Gruppentouren teilzunehmen. Das können kurze Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten, ein 1-Tages-Programm, mehrtägige Touren oder sogar die gesamte Reise sein. Nachteil: natürlich wird der Urlaub erheblich teurer, wenn du die Angebote regelmäßig in Anspruch nimmst.

Beherzige den vielleicht wichtigsten Tipp für Alleinreisende: Safety first

Auch wenn ich immer an das Gute im Menschen glaube, weiß ich, dass es als Alleinreisender besonders wichtig ist, auf sich aufzupassen. Wie vorsichtig man sein muss ist dabei natürlich von Reiseziel zu Reiseziel erheblich unterschiedlich. Die Entscheidung für das für dich „richtige“ Ziel ist deshalb besonders wichtig. Die Seite des Auswärtigen Amtes ist eine gute erste Anlaufstelle, wenn du dich über die Sicherheit in verschiedenen Ländern informieren möchtest.

Hast du dich entschieden empfehle ich dir, dich während deiner Reiseplanung genau zu informieren, welche Gegenden du in deinem Reisegebiet besser meiden solltest. Und sei vor Ort dann auch so konsequent, und bleib den Gegenden fern. Mache dich auch während der Reise bei Einheimischen schlau, von ihnen wirst du wahrscheinlich noch bessere Informationen als im Internet bekommen.

Für den Fall der Fälle rate ich dir, außerhalb der Unterkunft nur das nötigste mitzuführen. Also etwas Bargeld und vielleicht eine Kreditkarte. Reisepass, die Urlaubskasse oder teurer Schmuck gehören meiner Meinung nach in einen Safe in der Unterkunft (ich weiß, gibt es nicht überall). Tracking Apps können dir und deinen Liebsten darüber hinaus ein gutes Gefühl geben.

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: natürlich ist es wichtig, auf die eigene Sicherheit zu achten. Das sollte dich aber nicht von deinem Solo-Abenteuer abhalten. Zu viele spannende Länder warten darauf, von uns entdeckt zu werden. Und auch vermeintlich gefährliche Gebiete lassen sich mit der nötigen Vorsicht sicher entdecken.

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